Tolles Kickers-Wochenende  Mit Traumschiff-Musik – Stimmen und Stimmung nach Emder 3:1

| | 19.11.2023 20:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Sven Lameyer (rechts) rückte in die Startelf und zeigte auch eine gute Leistung. Foto: Bruns
Sven Lameyer (rechts) rückte in die Startelf und zeigte auch eine gute Leistung. Foto: Bruns
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Rund um den Erfolg in Vorsfelde feierte der Oberliga-Zweite auch zwei Geburtstagskinder. Die wurden am Abend vor dem Spiel im Hotel überrascht.

Vorsfelde - Beim traumhaften Emder Fußball-Wochenende war auch ein bisschen Traumschiff mit dabei. Kickers feierte am Sonntag einen verdienten 3:1-Sieg beim starken Aufsteiger SSV Vorsfelde und auch noch Punktverluste der Titel-Konkurrenz in der Fußball-Oberliga. Nach der intensiven Partie auf dem Kunstrasen im Wolfsburger Ortsteil postete der BSV auf seiner Facebook-Seite ein Video von Emder Spielern, die zu ungewohnter Musik um eine Musikbox tanzten.

Markus Unger feierte Samstag seinen 42. Geburtstag, Sonntag drei Punkte. Foto: Bruns
Markus Unger feierte Samstag seinen 42. Geburtstag, Sonntag drei Punkte. Foto: Bruns

Die meisten jungen Emder Kicker hatten den Song „Dinner-Marsch“ von James Last am Tag zuvor erstmals gehört. Als beim Abendessen in einem Wolfsburger Hotel zum Nachtisch überraschend Geburtstagstörtchen für Stürmer David Schiller (wurde Freitag 25 Jahre) und Co-Trainer Markus Unger (wurde Samstag 42 Jahre) gebracht wurden, wurde das musikalisch mit dem Song aus der ZDF-Serie „Traumschiff“ untermalt. „Ich hatte die Idee und Kabinen-DJ Yanic Konda mit ins Boot geholt“, verriet Emdens Technischer Direktor Sebastian Plog. „Das Lied hat uns ja auch etwas Glück gebracht, vielleicht hören die Jungs das nun öfters nach Siegen.“

Robust und emotional

Der Erfolg in Vorsfelde war hochverdient – aber auch mit sehr viel Aufwand verbunden. „Wir wussten, dass wir körperlich stark gefordert werden und hatten die Jungs auch darauf eingestellt. Es war gegen einen robusten Gegner ein extrem schweres und emotionales Auswärtsspiel, das wir gut gemeistert haben“, freute sich Trainer Stefan Emmerling.

Spieldaten

Emden: Djokovic; Engel (88. Konda), Eilerts, Herbst, Ndiaye, Lameyer, Siderkiewicz, Steinwender (77. Abbey), Steffen (77. Stöhr), Steffens (89. Visser), Schiller (81. Buß).

Tore: 0:1 Schiller (7.), 1:1 Haberecht (22.), 1:2 Herbst (26.), 1:3 Eigentor Kick (59.).

Die Punktverluste der vielen Titel-Konkurrenten nahm er zur Kenntnis. „Letztlich müssen wir nicht nach links und rechts schauen, sondern auf uns. Das nächste Spiel ist Samstag Bornreihe.“ Weil Spitzenreiter TuS Bersenbrück nach dem 3:4 in Emden ein zweites Mal in Folge verloren hat (0:4 gegen Oldenburg), liegt Emden nun bei zwei weniger absolvierten Spielen nur noch einen Punkt hinter dem TuS. Ein Heimsieg am Samstag und Kickers wäre zumindest für einen Tag Spitzenreiter.

Einwurf-Spezialist Schiller

Ein kurzweiliges Spiel in Vorsfelde mit vielen Torchancen – vor allem für Emden – begann mit einem Tor eines Geburtstagskindes von Freitag. Der nun 25-jährige David Schiller traf mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern. Der Ausgleich fiel durch einen Geniestreich von Michael Haberecht. Nach einem Foul rund um die Mittellinie führte er den Freistoß schnell aus und traf über den überraschten Kickers-Keeper Isaak Djokovic mit Windunterstützung zum 1:1 (22.).

Die Emder Spieler bedankten sich bei den mitgereisten rund 40 Fans. Foto: Bruns
Die Emder Spieler bedankten sich bei den mitgereisten rund 40 Fans. Foto: Bruns

Vier Minuten später schlug Kickers schon zurück. Nach einem weiten Einwurf von „Einwurf-Maschine“ David Schiller köpfte der aufgerückte Fabian Herbst mit seinem zweiten Treffer für Kickers zum 1:2 ein. „Auch bei Papenburg war ich schon der Einwurf-Spezialist“, sagte der Sommer-Neuzugang nach dem Spiel. Schon gegen Bersenbrück hatte er auf dem da verkleinerten Spielfeld so Tore vorbereitet.

Einige Chancen ausgelassen

Das 3:1 fiel dann nach 59 Minuten. Ein Freistoß von Standard-Experte Tobias Steffen segelte in den SSV-Strafraum, wo Vorsfeldes Melvin Kick dann ein unglückliches Eigentor unterlief. Der Ball landete von seinem Schienbein im Tor.

Die Partie wurde danach auch in den Zweikämpfen intensiver. Kickers hielt dagegen und musste sich nur vorwerfen lassen, nicht das 1:4 folgen zu lassen. „Wir hätten noch weitere Treffer machen müssen“, sagte auch Schiller. Die letzten Großchancen vergaben die Joker Keno Buß und Heiko Visser. Weil Emden defensiv aber nichts anbrennen ließ, wurde der Chancenwucher nicht bestraft.

Lameyer spielte für Kaissis

Belohnt wurde in Vorsfelde Sven Lameyer. Der Neuzugang vom VfL Oldenburg rückte für Kai Kaissis in die Startelf neben Janek Siderkiewicz ins defensive Mittelfeld und trug seinen Teil zum guten Emder Spiel bei. „Kai hatte Donnerstag etwas Probleme. Aber Sven war durch seine guten Trainingsleisungen auch einfach mal dran, ins Team zu rücken. Es waren in den vergangenen Wochen schon immer knappe Entscheidungen“, so Stefan Emmerling. „Es ist gut, dass wir solch einen Konkurrenzkampf haben.“

Dem stellt sich David Schiller derzeit auch erfolgreich. Er beschenkte sich mit einem Tor und einer Vorlage nachträglich zum 25. Geburtstag und tanzte auch freudestrahlend nach dem 3:1 zu „Dinner-Marsch“ von James Last um die Musikbox. „Ganz ehrlich: Ich kannte das Lied bisher nicht.“ Vielleicht findet nach dem Emder Traum-Wochenende das Traumschiff-Lied ja einen Platz in der Playlist von Kabinen-DJ Yanic Konda.

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