Besonderes im Bezirkspokal Drei Ostfriesen-Teams im Viertelfinale gab es lange nicht
Mit GW Firrel, TuS Esens und TuRa 07 Westrhauderfehn können drei Klubs aus der Region vom Sieg im Bezirkspokal träumen. Das gelang zuletzt 2005 dem TuS Pewsum, der dann auch im Verbandspokal glänzte.
Ostfriesland - Mit einem 8:1-Kantersieg beim Bezirksligisten TSV Abbehausen schloss der TuS Esens vor wenigen Tagen die Achtelfinalrunde im Bezirkspokal ab. Der Erfolg des Landesligisten hat nun für etwas Besonderes gesorgt. Mit Esens, Ligakonkurrent GW Firrel und Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn stehen drei Ostfriesen-Teams im Viertelfinale des Wettbewerbs – das gab es mindestens 20 Jahre nicht mehr.
Im offiziellen DFB-Portal fussball.de lassen sich alle Bezirkspokal-Saisons bis einschließlich zur Spielzeit 2003/2004 zurückverfolgen. 2013/2014 (SV Großefehn, Kickers Emden), 2015/2016 (Kickers Emden, TuRa 07 Westrhauderfehn), 2017/2018 (TuS Esens, Kickers Emden) und 2021/2022 (GW Firrel, TV Bunde) standen je zwei Ostfriesen im Viertelfinale, sonst in den vergangenen 20 Jahren immer nur ein Team aus der Region. Und in der vergangenen Spielzeit war es gar keines.
Ostfriesen-Duell im Halbfinale?
Um so mehr starten die Ostfriesen diese Saison in dem sieben Runden langen Wettbewerb durch. Am Samstag, 30. März, stehen die Viertelfinals an. Dabei haben alle drei Klubs Chancen aufs Weiterkommen. Westrhauderfehn besitzt gegen den Osnabrücker Bezirksligisten SV Bad Laer Heimrecht. Die Landesligisten GW Firrel (bei SFN Vechta) und TuS Esens (bei RW Damme) treten bei zwei Spitzenteams aus der Bezirksliga IV an.
Im Halbfinale könnte es zu einem Ostfriesen-Duell zwischen Firrel und Esens kommen. Westrhauderfehn hätte wiederum Heimrecht gegen den Sieger der Partie Vorwärts Nordhorn gegen Holthausen-Biene (beide Landesliga).
Pewsumer Verbandspokal-Traum
Als letztes ostfriesisches Team hat der TuS Pewsum den Pokal des Bezirks Weser-Ems gewonnen. Im Endspiel 2005 setzten sich die Krummhörner gegen Hansa Friesoythe mit 10:9 nach Elfmeterschießen durch. Als „Belohnung“ durfte der TuS in der Folgesaison auch im Verbandspokal starten, besiegte den Drittligisten Kickers Emden sensationell im Elfmeterschießen und hätte in der nächsten Runde den Viertligisten SV Wilhelmshaven auch fast im Elfmeterschießen bezwungen.
Darüber hinaus standen GW Firrel und Kickers Emden in den vergangenen 20 Jahren auch je einmal im Endspiel. Firrel unterlag 2015 dem Haselünner SV 0:2, Emden 2016 bei Vorwärts Nordhorn 2:5.
Der amtierende Bezirkspokalsieger SC Melle erlebt im Verbandspokal derzeit ein kleines Fußballmärchen. Der „ewige Landesligist“ steht schon im Halbfinale, der Gegner dort steht noch nicht fest. Fakt ist: Melle ist noch zwei Siege vom Verbandspokalsieg und der DFB-Pokal-Qualifikation entfernt. Das wäre eine echte Sensation.