Neues „Bündnis Sarah Wagenknecht“ Was macht die Linken-Landesvorsitzende aus Hesel?
Sarah Wagenknecht verlässt mit Getreuen die Linken und gründet eine neue Partei. Wie reagiert die Landesvorsitzende der Linken aus Hesel, Franziska Junker? Wir haben nachgefragt.
Hesel - Mit ihrem Austritt aus der Linkspartei hat Sarah Wagenknecht in dieser Woche für große Aufregung in der bundesdeutschen Politik gesorgt. Der Schritt war zwar schon länger erwartet worden, aber nun verlässt sie mit neun Getreuen die Bundestagsfraktion. Auch auf Landes- und kommunaler Ebene haben schon Mitglieder der Linken ihren Austritt angekündigt. Diesen Schritt Franziska Junker, niedersächsische Co-Landesvorsitzende aus Hesel, allerdings nicht gehen. „Ich bleibe definitiv bei der Linken“, sagt sie.
Die Linke sei die Partei, der sie angehören möchte. „Ich bin damals wegen den Themebn soziale Gerechtigkeit und Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Linke eintreten“, betont Junker. Dafür wolle sie sich auch weiterhin einsetzen.
Im Hinblick auf den Schritt von Sarah Wagenknecht und unter anderem der Oldenburgerin Amira Mohamed Ali sagt Junker: „Jeder hat das Recht, sich anders zu entscheiden. Was ich denen aber krumm nehme, ist, dass sie ihre Mandate im Bundestag behalten.“ Wenn der Schritt vollzogen wird, verliert die Linken ihren Fraktionsstatus. „Ich finde es unfair gegenüber den 100 bis 120 Mitarbeitern der Fraktion, die ihren Job verlieren“, sagt Junker. „Ich hätte es noch verstanden, wenn sie ein Direktmandat gewonnen hätten, aber sie sind über die Liste der Linke in den Bundestag eingezogen.“ Von der ostfriesischen Halbinsel weiß sie derzeit von drei Linken-Mitgliedern, die sich dem neuen Bündnis Sarah Wagenknecht anschließen wollen.
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