Star im Tischtennisdress  Bachelor verschenkt in Borssum sein Trikot, aber keine Rosen

| | 16.10.2023 16:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Ein Influencer hat sein Handy ständig im Einsatz. Dominik Stuckmann war in Borssum schwer beschäftigt. Fotos: Doden
Ein Influencer hat sein Handy ständig im Einsatz. Dominik Stuckmann war in Borssum schwer beschäftigt. Fotos: Doden
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Der RTL-Bachelor Dominik Stuckmann trat erstmals für den TV Friedeburg an. Das Team gewann bei BW Borssum 9:0. Der Influencer sammelte zudem Sympathiepunkte.

Emden - Bei seinem ersten Auftritt in Ostfriesland verteilte der Bachelor von 2022 weder Rosen wie bei seinen RTL-Auftritten noch sportliche Präsente. Dominik Stuckmann verschenkte am am Freitagabend in Borssum aber sein Trikot. Der Tischtennisspieler des Bezirksoberligisten TV Friedeburg bei Blau-Weiß Borssum zeigte sich an der Platte aber wenig spendabel. Als Nummer eins des Spitzenreiters machte der „schöne Frankfurter“ kurzen Prozess mit Einzelgegner Keno Bartels und steuerte mit 11:4, 11:8 und 11:5 einen ganz souveränen Punkt zum 9:0-Sieg bei.

Nach dem gerade einmal 100-minütigen Schnelldurchgang erwies sich der Bachelor jedoch als Showprofi und ließ auch die Herzen der Damenwelt in der Sporthalle höher schlagen. „Er hat sich für etliche Selfies zur Verfügung gestellt“, erzählt BW-Mannschaftsführer Tom Gutzeit.

Frauen guckten auf Bachelor

Während Tischtennis-Punktspiele auf dieser Ebene oftmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, hatten der Emporkömmling TV Friedeburg und speziell der Bachelor rund 30 Besucher in die Halle gelockt. „Die Augen der Frauen waren tatsächlich auf Dominik Stuckmann berichtet“, sagt Gutzeit. „Das merkte man deutlich.“ Die Damen beglückte der TV-Profi und Influencer mit Autogrammen oder Selfies. Ein Jugendlicher ergatterte sogar ein ganz besonderes Souvenir. Nils Gottschlich aus der Borssumer Jungen-Mannschaft bat den Superstar nach der Partie um dessen Trikot. Der Bachelor entledigte sich tatsächlich des Shirts, hinterließ noch seine Unterschrift auf dem Trikot und überreichte es dem überglücklichen Jungen.

Der Bachelor (rechts) verfolgte in seinen Spielpausen auch interessiert die Auftritte seiner Mitspieler.
Der Bachelor (rechts) verfolgte in seinen Spielpausen auch interessiert die Auftritte seiner Mitspieler.

Die Friedeburger zeigten sich als äußerst sympathische Gäste und taten alles um ihrem guten Ruf in der Szene gerecht zu werden. „Es hat uns in Borssum auch sehr, sehr gut gefallen“, sagte der Friedeburger Mannschaftsführer Marco Vester. „Vor zahlreichen Zuschauern zu spielen, macht schon richtig Spaß.“

Jugendlicher ergattert Trikot

Die Mannschaft des Spitzenreiters rekrutiert sich aus starken Akteuren, die in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Rheinland-Pfalz leben. Sie alle arbeiten bei der Firma „Leguano“, die Barfußschuhe herstellt und seit ein paar Jahren auch in Friedeburg eine Niederlassung hat. Oder aber sie sind dem Unternehmen eng verbunden.

„Leguano“-Chef Helmuth Ohlhoff, der als Privat- und Tischtennismann als Manfred Schmidt in Erscheinung tritt, mischt mit über 70 Jahren auch noch selber gelegentlich in der Mannschaft mit. In Borssum bestritt er an der Seite des Bachelors ein Doppel. Stuckmann/Schmidt besiegten BW-Routinier Ralf Gottschlich und Toby Oepen in vier Sätzen. Während Vater Gottschlich danach auch sein Einzel gegen Kai Steinbach (6:11, 6:11, 6:11) verlor, ging sein Sohnemann Nils später stolz mit dem Bachelor-Trikot nach Hause.

Vesters Superserie hielt knapp

Ansonsten gab es für die Gastgeber nicht allzu viel zu holen. Sie gewannen in den neun Partien gerade einmal sieben Sätze. Dabei hatte der ehemalige Borssumer Regionalligaspieler Stephan Trenn gleich doppeltes Pech. Er verlor sein Doppel an der Seite von Keno Bartels gegen Vester/Steinbach mit 9:11 im fünften Satz.

Auch im Einzel war Trenn von einem Sieg nicht weit entfernt. Die Borssumer Nummer eins unterlag in einem hochklassigen Duell gegen Vester mit 10:12, 11:4, 8:11, 14:12 und 8:11. „Das waren tolle Ballwechsel“, sagte hinterher Marco Vester. „Mein Gegenspieler war richtig stark und hätte beinahe meine Serie beendet.“ Vester spielt nun schon in der vierten Saison in Friedeburg und hat seitdem noch nie ein Einzel verloren.

Bachelor bald wieder im Fernsehen

Nach dem Duell und den speziellen Verpflichtungen des Bachelors nach Spielende tranken die Team noch ein Bierchen zusammen. Dann eilten die Gäste Richtung Pizzeria, um noch vor Restaurantschluss um 23 Uhr bedient zu werden.

Nach einer Nacht im Wiesmoorer Hotel „Friesengeist“ ließen der Bachelor und seine Teamkollegen am Samstag gegen SW Oldenburg II ein weiteres 9:0 folgen. Die nächste und vorerst letzte Chance für Damen und Herren, den Bachelor im Tischtennisdress zu erleben, folgt übrigens am 3. November im Friedeburger Heimspiel gegen den SV Potshausen.

Danach muss sich Stuckmann vorerst aus der Tischtennishalle verabschieden. „Er geht dann in ein Fernsehformat“, verrät Vester. Und um welches Format es sich handelt? „Das ist noch geheim.“

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