Landesliga am Mittwoch Nach 3:0-Sieg ist Grün-Weiß Firrel nun Tabellensechster
Ein fast kompletter Spieltag stand an. Für die Ostfriesen lief er gut. Das Team von Bernd Grotlüschen agierte trotz Umstellungen gegen Friesoythe souverän. Auch von der Bank kam noch frischer Wind.
Firrel - Frust in Friesoythe, Feierlaune in Firrel: In der Fußball-Landesliga hat Grün-Weiß Firrel am Mittwochsspieltag den SV Hansa Friesoythe mit 3:0 besiegt. „Firrel hat verdient gewonnen, das muss man so anerkennen. Wir befinden uns in einem Umbruch und in einer schwierigen Phase“, sagte ein enttäuschter Friesoyther Spieler Gerrit Thomes, der in Ostfriesland vor vielen Jahren mal das Trikot von Germania Leer und Kickers Emden trug. Während die Friesoyther mit nur fünf Punkten weiter Drittletzter sind, erhöhten die Ostfriesen ihr Punktekonto schon auf 16. Das bedeutet in der Momentaufnahme einen guten sechsten Platz.
Spieldaten
Firrel: Hellmers; Koch, Gereke, Schouwer, Dierks, Janßen, Berghaus, Bloem (83. Härtel), Borgman (69. Karius), Re. Grotlüschen (77. Folkerts), Suda (88. Olbrys).
Tore: 1:0 Bloem (31.), 2:0 Suda (61.), 3:0 Karius (92.).
Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Bernd Grotlüschen nach dem Flutlichtspiel. „Das war eine souveräne Leistung meiner Mannschaft. Wir haben das trotz einiger Umstellungen im Defensivbereich sehr gut gemacht und kaum etwas zugelassen.“
Friesoythe sehr harmlos
Für das „gesprengte“ Innenverteidiger-Duo Henning Röbke (gesperrt) und Andre Lücht (verletzt) verteidigten Nico Gereke und Kapitän Tim Schouwer „innen“. Sie machten ihre Aufgabe gut. Die Gastgeber benötigten zwar 20 Minuten, um erste offensive Akzente zu setzen. Doch defensiv ließen sie trotz passiven Beginns bis auf einen Linksschuss der Gäste, der knapp am Tor vorbeiging (14.), dabei nichts zu. Viel mehr nennenswerte Offensivaktionen kamen bei der Mannschaft von Langzeittrainer Hammad El-Arab bis zum Abpfiff nicht mehr dazu.
Nach 20 Minuten wurde der Gastgeber dann mutiger. Manuel Suda (21.) und Lukas Berghaus (24.) besaßen erste Chancen – die dritte sollte dann sitzen. Rechtsverteidiger und Sommer-Zugang Fynn Dierks aus der Emder A-Jugend spielte Sebastian Bloem herrlich frei, der abgezockt zum 1:0 traf (31.). Reinhard Grotlüschen vergab danach aus aussichtsreicher Schussposition eine weitere Chance. Und fast mit dem Halbzeitpfiff fehlte in der Mitte nur ein Abnehmer für eine scharfe Hereingabe von Bloem.
Friesoythe agiert, Firrel trifft
Nach dem Wechsel zog Friesoythe das Spiel zunächst an sich, besaß mehr Ballbesitz, aber im Grunde keine Chancen. In dieser Phase zeigte sich der ostfriesische Gastgeber sehr kaltschnäuzig. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion nach dem Wechsel fiel das 2:0. Nach toller Vorarbeit von Reinhard Grotlüschen vollendete Manuel Suda cool aus 14 Metern (61.).
Danach zeigte sich der Gast zwar stets bemüht. Aber die souveränen Firreler hatten alles im Griff, ließen hinten nichts zu und brachten durch die motivierten Einwechselspieler auch nochmal in der Schlussphase Schwung nach vorne. Zunächst parierte der Hansa-Keeper einen gefährlichen 25-Meter-Freistoß von Manuel Suda glänzend (85.). Dann „klingelte“ es nochmal im Friesoyther Kasten. Lukas Berghaus ließ auf der Außenbahn zwei Gegenspieler stehen. Seine tolle Flanke drückte Joker Felix Karius dann in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand über die Linie.
Von der unglücklichen 2:4-Niederlage mit mehr als 70-minütiger Unterzahl gegen den SV Bevern am Freitag zeigte sich GW Firrel am Mittwoch nun gut erholt. „Ich bin froh, dass wir nach der Niederlage gegen Bevern nun direkt im nächsten Spiel den erhofften Dreier einfahren konnten“, so Bernd Grotlüschen.