4:1-Heimsieg gegen Rehden  Abwehr umgebaut – 1251 Fans feiern Kickers Emden

| | 10.09.2023 15:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
David Schiller strahlt nach seinem Kopfballtreffer mit der Abendsonne um die Wette: Als Gratulant steht Fabian Herbst schon parat. Fotos: Doden/Emden
David Schiller strahlt nach seinem Kopfballtreffer mit der Abendsonne um die Wette: Als Gratulant steht Fabian Herbst schon parat. Fotos: Doden/Emden
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Nach zwei Niederlagen in Folge feierte Kickers Emden in der Fußball-Oberliga einen verdienten 4:1-Sieg gegen Rehden. Fabian Herbst glückte das Debüt, Torhüter Isaak Djokovic kam zurück.

Emden - Die Feierlichkeiten mit den Kickers-Anhängern waren ausgelassen. Sowohl bei den Fans als auch bei der Mannschaft wurde deutlich: Dieser 4:1 (2:1)-Befreiungsschlag gegen den BSV Rehden nach zwei Niederlagen in Folge in der Fußball-Oberliga hat richtig gut getan. Nach dem Freudentanz vor der Tribüne lief der neue Abwehrchef Fabian Herbst erst einmal zu seiner eigenen Ehrenrunde. Freundin, Eltern und zahlreiche Bekannte gratulierten dem 23-Jährigen zu seiner gelungenen Premiere.

„Das war ein Auftakt für mich, wie man ihn sich wünscht. Auch nach dem schnellen 1:1 sind wir nicht aus dem Tritt gekommen. Wir hätten sogar noch ein, zwei Tore höher gewinnen können. Ich glaube, dass ich das Vertrauen zurückgezahlt habe“, meinte Herbst, der in der Dreierkette in der Mitte mit Stöhr (links) und Engel (rechts) spielte und die Position von Kapitän Bastian Dassel eingenommen hatte.

Lob für Herbst und Dassel

Nach den zuletzt viel zu vielen Gegentoren entschieden sich die Emder für einen Umbau der Abwehr. „Bis auf das Gegentor haben wir das heute gut wegverteidigt und wenig zugelassen“, freute sich Trainer Stefan Emmerling, dass die Umstellungen vor 1251 Fans von Erfolg gekrönt waren. Neben dem Lob für ein sehr gutes Debüt von Herbst dachte er aber auch an seinen Kapitän: „Ich weiß, dass Basti ein Kämpfer ist und sich da rausboxt. Vorbildlicher als er sich jetzt verhalten hat, geht es nicht.“

Aber nicht nur in der Dreierkette nahm Emmerling eine Veränderung vor. Zur Überraschung erhielt auch Torhüter Isaak Djokovic, der gegen Rehden nur sehr wenig zu tun hatte und einen ganz sicheren Eindruck hinterließ, den Vorzug vor Moritz Onken. „Auch bei den Torhütern zählt das Leistungsprinzip. Isaak hat im Training ganz hart weiter gearbeitet, nie den Kopf hängen gelassen und im Pokal gut gehalten, er war jetzt die Nasenspitze vorne und hat deswegen von Anfang an gespielt“, begründete Emmerling die Maßnahme.

Spieldaten

Kickers Emden: Djokovic, Stöhr, Herbst, Engel, Siderkiewicz, Kaissis, Steinwender (90. Buß), Steffen (88. Lameyer), N‘Diaye (85. Abbey), Schiller (86. Konda), Steffens (90. Hoffmann)

Tore: 1:0 Steffen (22.), 1:1 Cardoniz (23.), 2:1 Steffens (43./Foulelfmeter), 3:1 Schiller (53.), 4:1 Steffens (83./Foulelfmeter)

Antreiber Steffen überragend

Dass es im Angriff von Kickers (16 Tore, Bestwert der Liga) weiterhin blendend läuft, zeigte sich auch wieder gegen den BSV Rehden. Angetrieben von dem überragenden Tobias Steffen hätte der Sieg bei Großchancen im Minutentakt in der zweiten Halbzeit sogar noch höher ausfallen können. Mit einem Freistoß aus 35 Metern, der allerdings nicht unhaltbar schien, hatte Steffen seine Farben in Führung gebracht. Kurz danach dann der Schock: Als Kaissis im Zweikampf den Ball verlor, verloren auch Neuzugang Fabian Herbst und Dennis Engel kurz die Orientierung – 1:1. Aber Tido Steffens zeigte sich zweimal nervenstark vom Punkt und der agile David Schiller köpfte einen Freistoß von Steffen ins Netz.

Kickers-Macher Henning Rießelmann, der die Partie engagiert von einem Stuhl vom Spielertunnel aus verfolgte, war nach den 90 Minuten noch völlig aufgekratzt: „Für solche Abende machen wir das hier alles, dann lohnt sich auch der ganze Aufwand. Wer hat schon knapp 1300 Zuschauer in der Oberliga? Ohne Fabian Herbst und Dennis Engel fehlte uns in Schöningen schon eine enorme Qualität. Rehden war ein starker Gegner, jetzt sind wie wieder dran“, strahlte Rießelmann und verabschiedete sich bestens gelaunt in das Sommerwochenende.

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