Oberligist legt nach  Kickers Emden holt nächsten Spieler vom VfB Oldenburg

| | 01.09.2023 11:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Fabian Herbst (links) spielte seine komplette Herrenzeit bisher für den VfB Oldenburg, kam diese Saison in allen vier Regionalliga-Spielen zum Einsatz. Foto: Imago
Fabian Herbst (links) spielte seine komplette Herrenzeit bisher für den VfB Oldenburg, kam diese Saison in allen vier Regionalliga-Spielen zum Einsatz. Foto: Imago
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Der Last-Minute-Transfer des BSV heißt Fabian Herbst. Der Verteidiger ist der dritte ehemalige Aufstiegsheld des VfB, der nun für Kickers spielt. Dagegen hat ein anderer Spieler Emden wieder verlassen.

Emden - Wenige Stunden vor Ende der Wechselfrist auch auf Amateurebene hat Fußball-Oberligist Kickers Emden am späten Donnerstagabend noch einen Transfer eingetütet. Vom Regionalligisten VfB Oldenburg ist Verteidiger Fabian Herbst mit sofortiger Wirkung nach Emden gewechselt. „Es war keine Entscheidung gegen Oldenburg, sondern eine für Emden. Ich hatte schon länger im Kopf, mal was Neues machen zu wollen und freue mich jetzt auf den Tapetenwechsel“, erklärte der 23-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.

Am Donnerstagabend wurde der Wechsel noch schnell abgearbeitet. Seit dem 1. September sind keine Wechsel mehr möglich. Am Freitagabend wird der 1,92 Meter große Defensivspieler nun erstmals mit dem Kickers-Team trainieren, bevor Samstag das Auswärtsspiel beim FSV Schöningen ansteht. „Ich kenne einige Jungs ja schon, das macht es für mich natürlich leichter.“ Spielen wird er vermutlich noch nicht, die Spielgenehmigung lag bis Freitagabend noch nicht vor.

Herbst will Lehrer werden

Herbst ist nach Dennis Engel und Kai Kaissis nun der dritte Oldenburger Aufstiegsheld, der nach Emden gewechselt ist. Gemeinsam wurde das Trio in der Saison 2021/2022 mit dem VfB Oldenburg Meister der Regionalliga Nord und stieg dann über die Relegation gegen den BFC Dynamo Berlin im Juni 2022 in die 3. Liga auf. Dort kam der gebürtige Bremer, der als A-Jugendlicher nach Oldenburg wechselte, „nur“ noch auf acht Kurzeinsätze. „Ich möchte dieses Jahr in der 3. Liga aber nicht missen. Es war eine tolle Erfahrung, ich war fast immer im Kader. Die Entscheidung, den VfB zu verlassen, fiel mir auch nicht leicht“, sagte Herbst. In dieser Spielzeit stand der frühere Stammspieler wieder öfters auf dem Feld, kam in allen vier Regionalliga-Spielen zum Einsatz – aber nur einmal von Beginn an.

„Da Kickers in der Abwehr noch was machen wollte und ich mich gerne nochmal verändern wollte, ist das nun eine Win-win-Situation für beide Seiten“, sagte der Student. Er studiert in Oldenburg in der Fächer-Kombination Deutsch, Politik und Wirtschaft Lehramt, will später Lehrer werden. In Oldenburg geriet das Studium durch Profibedingungen in den Hintergrund. „Nun kann ich mich tagsüber auch wieder mehr dem Studium widmen und dann abends ambitioniert Fußball spielen“, sieht er einen weiteren Vorteil des Wechsels, den er so einordnet: „Ich gehe zwar eine Liga runter – ich sehe das aber nicht als Rückschritt.“

Akkermann zurück nach Papenburg

Herbst, der auch schon ein Kickers-Spiel live im Stadion gesehen hatte, führte die Gespräche vor allem mit Emdens Henning Rießelmann. Der neue starke Kickers-Mann freut sich über die Last-Minute-Verpflichtung: „Auch wenn wir eigentlich nichts mehr machen wollten, waren wir immer wachsam. Am Ende ging alles ganz schnell. Gute Spieler aus der Region zu verpflichteten, die auch menschlich 100 Prozent zu uns passen, ist gar nicht so leicht. Als der VfB Oldenburg uns signalisierte, dass Fabi kurzfristig einen Wechsel in Betracht zieht, mussten wir nicht lange überlegen. Wir können uns auf einen wuchtigen und kopfballstarken Innenverteidiger freuen.“

Marek Akkermann war nur wenige Monate in Emden. Foto: Doden/Emden
Marek Akkermann war nur wenige Monate in Emden. Foto: Doden/Emden

Verlassen hat Kickers dagegen noch Marek Akkermann. Der im Sommer von Blau-Weiß Papenburg gekommene Abwehrspieler kehrt zu BW zurück. Er hatte in den Pflichtspielen bisher keine Rolle spielen können. „Wir hatten ein sehr offenes und ehrliches Gespräch mit Marek. Für seine Entwicklung ist es einfach sehr wichtig, dass Marek auf konstante Einsatzzeiten kommt. Das wäre bei uns sehr schwierig geworden. Marek ist ein Top-Junge und wir wünschen ihm alles Gute in Papenburg“, erklärte Rießelmann.

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