Es fehlen Ehrenamtliche  Zum vierten Mal in Serie keine Emder Stadtmeisterschaft

| | 24.08.2023 18:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei den Emder Stadtmeisterschaften ist auch auf den Tribünen in der Nordseehalle immer eine Menge los. Beim letzten Turnier 2019 kamen am Finaltag mehr als 2000 Zuschauer. Archivfoto: Doden/Emden
Bei den Emder Stadtmeisterschaften ist auch auf den Tribünen in der Nordseehalle immer eine Menge los. Beim letzten Turnier 2019 kamen am Finaltag mehr als 2000 Zuschauer. Archivfoto: Doden/Emden
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Weil sich bislang keine Vereine gefunden haben, die die Veranstaltung Ende Dezember ausrichten wollen, wird sie wohl auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Gibt es eine Zukunft für das Kultturnier?

Emden - Die Emder Stadtmeisterschaften gehören für die Emder Vereine und Fußballer zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum oder das Weihnachtsessen. Wenn am 27. und 28. Dezember in der Emder Nordseehalle der Ball rollte, ging es auf dem Feld und den Tribünen rund. „Beim letzten Mal waren am Finaltag fast 2500 Menschen in der Halle“, sagt Rainer Hoffmann vom Fußballkreis Ostfriesland. Das letzte Mal liegt nun aber vier Jahre zurück. Letztmals fand das nach dem Aurich-Cup größte Hallenfußballturnier Ostfrieslands im Jahr 2019 statt. Es sieht ganz danach aus, dass die Stadtmeisterschaften auch in diesem Jahr ausfallen werden.

„Leider haben sich keine Vereine gefunden, die die Ausrichtung der Veranstaltung übernehmen“, erklärt Rainer Hoffmann auf Nachfrage. Der stellvertretende Vorsitzende des Fußballkreises Ostfriesland und frühere Chef des nach der Reform aufgelösten Emder Fußballkreises gehört seit Jahren zum Organisationsteam. Traditionell ist es so, dass mindestens zwei Vereine gemeinsam die Ausrichtung der Stadtmeisterschaften übernehmen. Das hat bis 2019 auch im Wechsel gut funktioniert. Dann sorgte das Corona-Virus dafür, dass in den Jahren 2020 und 2021 das Turnier ausfiel. 2022 konnte nicht gespielt werden, da die Nordseehalle als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. „Und nun haben sich auf unseren obligatotorischen Aufruf leider keine Vereine gemeldet. Es ist für die Klubs offensichtlich schwieriger geworden, so viele Ehrenamtliche zu finden“, sagt Hoffmann. Rund 40 Personen benötige man für die Ausrichtung. Da geht es um die Erstellung des Turnierheftes, den Auf- und Abbau in der Halle und das Bereitstellen von Ordnern. Für die Ausrichter blieb für die Vereinskasse auch immer noch eine kleine Finanzspritze übrig.

Nachdem es nach einem Bewerbungsaufruf bis zum Stichtag 30. Juni keine Rückmeldung gegeben hatte, führte Hoffmann noch einige Gespräche. „Überall wird gesagt, wie schade es wäre, wenn die Stadtmeisterschaften wieder ausfallen würden – aber sie ausrichten wollte bisher niemand.“ Ob das möglicherweise nach der dann vierten Absage in Folge das Ende des Traditionsturnier ist, vermochte Hoffmann nicht zu sagen. Er hofft es natürlich nicht. „Wie heißt es doch: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch für dieses Jahr wäre es vom Organisations-Aufwand noch nicht zu spät, sollten sich doch Vereine bereiterklären, das Turnier auszurichten.“

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