Ostfriesland-Cup-Sieg beim TuS Esens Wallinghausen gelingt dicke Überraschung und steht im Finale
Riesenjubel beim SV Wallinghausen. Favorit und Landesligist TuS Esens musste sich dem Bezirksligisten mit 2:3 (2:1) nach Verlängerung geschlagen geben.
Esens - Damit kommt es am Sonnabend im Finale des Fußball-Ostfriesland-Cups zum Duell zwischen dem SV Großefehn und dem SV Wallinghausen. Aufgrund des großen Zuschauerandrangs wurde die Partie rund zehn Minuten später angepfiffen. Insgesamt 407 Besucher wollten sich das Halbfinale in Esens nicht entgehen lassen. Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Der Landesligist aus Esens spielte ruhiger und routinierter, die Gäste aus Wallinghausen waren aber sehr bissig und bei Kontern immer brandgefährlich. Schon früh brachte TuS-Torjäger Niklas Sukowski (14.) seine Farben mit einem schönen Kopfball in Führung.
Aber der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Marten Ackermann brachte mit einem Flugkopfball Stürmer Bent Bogena (22.) in eine gute Position. Der setzte sich durch und schob links unten sehenswert zum 1:1 ein. Das Spiel blieb sehr munter, der Favorit konnte wieder vorlegen. Aus der eigenen Hälfte schickte Frank Til erneut Niklas Sukowski (30.). Der wollte den Ball an Jann Kramer vorbei legen, dabei touchierte das Leder noch den Arm des SVW-Spielers. Sukowski reagierte schneller und markierte die 2:1-Führung.
Schneller Ausgleich
Wallinghausen kam motiviert aus der Kabine. Nach einem Foul brachte Kapitän Marvin Dahlke den Freistoß in den Strafraum, Lukas Günsel (47.) zirkelte den Kopfball zum Ausgleich ins Netz. Danach verflachte die Partie. Beide Mannschaften spielten oft hinten herum über die Torhüter, viel spielte sich nur noch im Mittelfeld ab.
So war es kein Wunder, dass es für beide Mannschaften noch in die Verlängerung ging. In dieser konnte sich Esens zwar die Mehrzahl an Möglichkeiten erarbeiten, aber das bessere Ende hatte der SV Wallinghausen für sich. Dann die Entscheidung: Der eingewechselte Tammo Ackermann nahm den Ball mit und steckte auf Lukas Günsel (107.) durch. Der behielt erneut die Nerven und erzielte den 3:2-Siegtreffer für den Außenseiter.
Spieldaten
TuS Esens: Havemann, Bamezon (65. Freudenberg), R. Til, Rosenboom, Ahrends, Sukowski, F. Til, Taddigs (115. Bents), Pinkernell (96. Claassen), Meints 70. Steinbank), Janssen (70. Ocloo).
SV Wallinghausen: J. Ahlers, K. Ahlers, M. Ackermann (75. Röpkes), Dahlke, Mühlenbrock, Alberts, Muwenge (67. Trebesch), Folkers (89. T. Ackermann/118. Ismayilov)), Kramer, Günsel, Bogena.
Tore: 1:0 Sukowski (14.), 1:1 Bogena (19.), 2:1 Sukowski (30.), 2:2 Günsel (47.), 2:3 Günsel (107.)
Mühlenbrock hatte Gänsehaut
„Dass wir ein großes Spiel liefern werden, davon war ich hundertprozentig überzeugt. Wir haben eine Riesenmoral gezeigt. Ich bin heftig begeistert von der Gesamtleistung meiner Mannschaft, Hut ab. Jetzt freuen wir uns auf das Highlight im Derby und Finale gegen Großefehn“, freute sich Wallinghausens Trainer Ewald Mühlenbrock. Er habe aufgrund der Atmosphäre schon Gänsehaut gehabt.
TuS-Trainer Ralf Backhaus war nach dem bitteren Ausscheiden natürlich enttäuscht: „Insgesamt war es heute eine super Atmosphäre mit einem rassigen Fußballspiel. Natürlich gab es ein bitteres Ende für uns. Letztendlich war das Spiel auf Augenhöhe, als wir in der Verlängerung dominanter wurden, sind wir ausgekontert worden.“ Er ärgerte sich vor allem über den vermeidbaren Fehler im Mittelfeld, der letztlich die Entscheidung einleitete. „Danach hat das Wallinghausen aber auch gut ausgespielt“, lobte Backhaus den Außenseiter und gratulierte zum Finaleinzug.
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In Wallinghausen „ist die Hölle los“
Pewsumer Joker trifft in der 92. Minute zum 2:2