Niederländer attackiert Klub Ex-Germane Goguadze: „Leer schuldet uns noch Geld“
Der ehemalige Co-Trainer, Spieler und Vermittler niederländischer Spieler kritisierte die Germanen auch im Internet. Ferhat Özdemir weist die Vorwürfe zurück. Im Gegenteil: Leer warte auf etwas.
Leer - Germania Leer scheint den Worst Case zu vermeiden und ist nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen auf dem besten Wege, die Relegation zu vermeiden und den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga zu schaffen. Abseits des Platzes sorgte ein ehemaliger Spieler, Co-Trainer und „Mittelsmann“ zu den niederländischen Spielern im VfL-Kader vor wenigen Tagen im Internet für Aufsehen. Auf seiner Facebook-Seite griff George Goguadze den seit mehr als einem Jahr kriselnden Klub auf Niederländisch an. Darin attackiert er den Vorstand. Es seien die falschen Leute am Werk, die ihm auch zweimal in den Rücken gefallen seien. Er spricht unter anderem von Missmanagement.
Unsere Zeitung fragte bei dem ehemaligen Fußballer von Germania (zweimal), GW Firrel und Kickers Emden (jeweils kurzzeitig) nach, was er damit konkret meint. „Ich wollte Germania in einer Notlage damals helfen“, erklärte der 30-Jährige. „Es wurden einige Versprechen nicht gehalten. Und Germania schuldet uns noch Geld von einigen Monaten, es gibt noch Außenstände.“
Özdemir: „Haben keine Außenstände“
Goguadzes Ansprechpartner bei Germania war immer Ferhat Özdemir. Der 2. Vorsitzende des Klubs, der auch Vereinschef beim Kooperationspartner Kickers Leer ist, weist die Vorwürfe zurück. „Wir haben keine finanziellen Außenstände bei George Goguadze und seinen Spielern. Sie sind alle auch von sich aus bei uns gegangen.“ Die beiden Facebook-Posts des ehemaligen Mitarbeiters und Spielers habe er sich nicht durchgelesen. „Das interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Ich frage mich auch, was seine Intention ist. Warum macht er das? Jetzt, wo es bei uns auch besser läuft.“
George Goguadze war vor einem Jahr während wilder Germania-Wochen mit Abwanderungswellen und einer Streikwoche der Spieler zum Ende der letzten Landesliga-Saison als Spieler zurückgekehrt und jemand, der im Sommer maßgeblich beim Neuaufbau helfen sollte – schließlich stand Leer fast komplett ohne Spieler da.
Weiterer Vorwurf von Goguadze
Goguadze wirkte ab Sommer als spielender Co-Trainer und brachte auch acht niederländische Spieler mit, die er für Germania engagiert hatte und die sich in Leer präsentieren wollten. Sie bekamen einen Vereinsbulli für die Fahrten von Groningen nach Leer gestellt. Im Winter wechselte ein spielstarkes Duo zum SV Wilhelmshaven, manche Reservisten hörten auf. Goguadze und zwei weitere Niederländer verließen Germania dann Ende März. Inzwischen war mit Arndt Watzema für den im Januar zurückgetretenen Frank Bajen auch ein neuer Trainer da und mit Rüdiger Schult, dem Spielerberater der amerikanischen Spieler-Fraktion im Kader, auch ein neuer Co-Trainer.
„Jetzt meldet Ferhat sich nicht mehr auf Nachrichten. Als man uns brauchte, war es anders“, klagt George Goguadze. Er behauptet auch, dass Germania die Begleichung der offenen Zahlungen in Aussicht gestellt hätte, wenn Goguadze und Co. zumindest für Kickers Leer/Germania Leer II in der A-Klasse auflaufen würden.
„Das ist Quatsch“, sagt Ferhat Özdemir, der wiederum von George Goguadze und Co. noch etwas einfordert. „Sechs Ausstattungen mit verschiedenen Outfits von Germania müssen wir noch zurückbekommen.“
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