Kader soll vergrößert werden So sehen die Personalplanungen des OHV Aurich aus
Für den Handball-Drittligisten OHV Aurich steht am Sonnabend (19 Uhr) gegen den TSV Burgdorf II das letzte Saisonspiel an. Die Verantwortlichen basteln schon eifrig am neuen Kader.
Aurich - Die Terminplanung hat es mit dem OHV Aurich nicht ganz so gut gemeint. Auch wenn Geschäftsführer Lutz Günsel scherzhaft erklärte, dass er mit einem Anruf bei Uli Hoeneß am Tegernsee noch vergeblich versucht habe, das Bundesliga-Topspiel zwischen den Bayern und Dortmund auf einen anderen Termin zu legen. So verabschieden sich die Auricher am Sonnabend (19 Uhr, Sparkassen-Arena) gegen den TSV Burgdorf II von ihren Anhängern und der Saison in der Dritten Handball-Liga.
Aufgrund der Punktekonstellation steht bereits vor der letzten Partie fest, dass der OHV die Spielzeit auf einem ganz sicheren siebten Tabellenplatz beenden wird. „Die Saison ist absolut zufriedenstellend verlaufen. Wir hatten mit dem Abstieg gar nichts zu tun. Vor der Saison hatten wir auf den vierten Platz geschielt und uns ein wenig mehr erhofft, aufgrund des kleinen Kaders fehlte uns am Ende auch ein wenig die Kraft“, analysiert Geschäftsführer Lutz Günsel.
So ist die finanzielle Lage
Gerne hätten die Ostfriesen noch die Pokalrunde gespielt, aber Günsel gibt auch zu bedenken, dass es für den kleinen Kader vielleicht gar nicht so schlecht sei, dass die Spieler jetzt mal durchatmen könnten. Aus finanzieller Sicht hätten der OHV-Kasse vier bis sechs Heimspiele mehr schon sehr gut getan. „Wir planen immer sehr solide, kommen auch in dieser Spielzeit über die Runden. Ich hoffe, dass wir den positiven Trend der letzten Spiele, als wieder mehr Anhänger in die Sparkassen-Arena kamen, auch in die neue Saison mitnehmen können“, erklärte Günsel.
So steht für die Mannschaft von Pedro Alvarez, der auch noch einen Vertrag für die kommende Spielzeit besitzt, nach der Partie gegen Burgdorf eine monatelange Meisterschaftspause an. Noch gibt es vom Verband keine Klarheit, aber die Auricher Verantwortlichen hoffen, dass die Drittliga-Staffeln in der neuen Spielzeit wieder eine Stärke von 16 Mannschaften haben werden.
Lob für Trainer Pedro Alvarez
„Mit der Arbeit von Pedro Alvarez sind wir super zufrieden, er sprudelt nur so vor Ideen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir noch vor dem neuen Saisonstart uns auch mit ihm auf eine längerfristige Zusammenarbeit einigen“, lobt Günsel den Cheftrainer, der hauptamtlich für den OHV tätig ist.
Auch was die Kaderplanung angeht, ist Günsel mit dem zweiten Geschäftsführer Jörg Schmeding schon sehr weit. Neben der Klarheit auf der Trainerposition haben zudem Torhüter Edgars Kuksa und auch Rechtsaußen Evgeny Vorontsov ihre Verträge bereits verlängert. „Aus dem aktuellen Kader sind wir nur noch mit zwei Spielern in finalen Gesprächen, alle anderen werden uns auch erhalten bleiben“, freut sich Günsel über die Kontinuität. Details will der Verein in Kürze bekanntgeben.
Einig mit neuem Kreisläufer
Einig ist sich der OHV bereits mit einem neuen Kreisläufer für die kommende Spielzeit, der Vertrag soll in den nächsten Tagen unterschrieben werden. Gerne möchten die Auricher noch für den kompletten Rückraum drei neue Spieler unter Vertrag nehmen. Denn da nach den Abgängen während der Saison (Fynn Menne, Rade Radjenovic, Nikita Pliuto) in dieser Spielzeit auf Neuzugänge auch aufgrund der Tabellenlage verzichtet worden ist, soll es in der neuen Spielzeit schon nach oben gehen.
„Natürlich haben wir auch Ziele und Träume, aber Schritt für Schritt. In mittelfristiger Zukunft möchten wir auch mal über die 2. Bundesliga nachdenken können. Wir haben bei den Strukturen – zum Beispiel mit einem hauptamtlichen Trainer, einer starken zweiten Mannschaft – schon einiges bewegt. Wir wollen nicht ewig nur Mittelfeldplätze in der 3. Liga belegen“, hat Günsel mit seinen Mitstreitern ehrgeizige Ziele.
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