Unterlagen fristgerecht eingereicht  Kickers Emden beantragt Regionalliga-Lizenz

| | 23.03.2023 14:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kickers-Trainer Stefan Emmerling (links) im Gespräch mit Finanzvorstand Matthias Nittmann und dem Vorsitzenden Dr. Jörg Winter. Archivfoto: Doden/Emden
Kickers-Trainer Stefan Emmerling (links) im Gespräch mit Finanzvorstand Matthias Nittmann und dem Vorsitzenden Dr. Jörg Winter. Archivfoto: Doden/Emden
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Schon der Antrag für die Lizenz in der Fußball-Regionalliga verursacht Kosten. Kickers Emden, abgeschlagen Tabellenletzter, will nichts unversucht lassen und hat die Unterlagen eingereicht.

Emden - Der Ausflug in die Fußball-Regionalliga wird für Kickers Emden vermutlich schnell wieder beendet sein. Mit nur elf Punkten auf der Habenseite sind die Chancen, die Klasse sportlich noch zu halten, nur noch theoretischer Natur. Da stellte sich für den Vorstand in den letzten Wochen die Frage, ob man die Lizenz für die Regionalliga überhaupt noch beantragen solle.

Die Entscheidung ist gefallen: Der BSV hat sowohl die Lizenzunterlagen für die Regionalliga als auch die Oberliga am Mittwochabend auf dem Postweg an den Verband geschickt. Bis zum 31. März müssen die Dokumente beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) eingegangen sein.

So viel muss Kickers zahlen

Die Verantwortlichen ließen sich mit der Entscheidung Zeit, da mit der Beantragung der Regionalliga-Lizenz in jedem Falle Kosten auf den Verein zukommen werden. Wie in den letzten Jahren auch befasste sich Finanzvorstand Matthias Nittmann mit der Beantragung.

In der nächsten Woche werde Kickers die geforderten 3000 Euro an den Verband überweisen, erklärte Nittmann. Sollten die Emder, wovon derzeit ja auszugehen ist, in der kommenden Spielzeit nicht in der Regionalliga spielen, würden 1500 Euro vom Verband zurücküberwiesen werden, 1500 Euro Bearbeitungsgebühr sind in jedem Fall zu bezahlen.

Vorstand wollte Zeichen setzen

„Wir schauen auf jeden Euro. Aber auch um ein Zeichen nach innen und außen zu setzen, haben wir uns vom Vorstand dazu entschlossen, die Lizenz für die Regionalliga zu beantragen“, erklärte Nittmann. Die Chancen, die Klasse noch zu halten, seien minimal. „Aber wir wollen uns am Ende nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben“, so Nittmann.

Matthias Nittmann reichte die Unterlagen beim NFV ein. Foto: Doden/Emden
Matthias Nittmann reichte die Unterlagen beim NFV ein. Foto: Doden/Emden

Es könne ja durchaus passieren, dass Meppen und Oldenburg die Klasse in der 3. Liga halten. „Und was ist, wenn dann noch einige Vereine für die Regionalliga - aus welchen Gründen auch immer - keine Lizenz beantragen? Das können wir nicht riskieren“, so Nittmann weiter. Aktuell führe der Vorstand viele Gespräche, sowohl mit Sponsoren als auch mit Spielern. Da hätte ein Verzicht kein gutes Bild abgegeben. Hätten die Emder auf einen Antrag verzichtet, wäre der Abstieg bereits nach dem 31. März besiegelt gewesen.

Hohe Kosten für den Spielbetrieb

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es bei der Beantragung keine Änderungen. „Bei der Regionalliga ist alles noch wesentlich stringenter als für die Oberliga. Da wir mit der Materie vertraut waren, stellte dies jetzt keine größeren Probleme dar“, so Nittmann.

Neben den 3000 Euro für die Beantragung der Lizenz müssen die Vereine in der Regionalliga - sofern sie dann die Lizenz erhalten haben und spielberechtigt sind - für den Betrieb dann noch 17.600 Euro bis zum 6. Juli an den Verband überweisen. Bekanntlich hielten in dieser Spielzeit Jeddeloh II und Havelse die Frist nicht ein und wurden wegen verspäteter Zahlungen mit einem Abzug von drei Punkten bestraft.

Aktuelle Saison mit großem Minus

In der Oberliga sind die Kosten dagegen wesentlich geringer. Für den Antrag fallen lediglich 100 Euro an, der Spielbetrieb schlägt dann mit 6000 Euro zu Buche. Von diesem Fall ist bei Kickers Emden aktuell ja auszugehen. „Die Regionalliga-Saison werden wir mit einem hohen Minus abschließen, was deutlich über 50.000 Euro liegen wird. Leider ist die Spielzeit ja nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, erklärte Albert Ammermann, zweiter Vorsitzender der Emder.

Sicher sei der Plan, in der Oberliga auch eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. „Aber wir müssen dann auch sehen, dass wir uns wieder konsolidieren.“ Denn die erfolglose Saison in der Regionalliga habe schon ein Riesenloch aufgerissen.

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