Suche nach letzter Ruhestätte Hoffnung auf grünes Licht für Tierfriedhof
Der Borkumer Tierschutzverein möchte auf der Insel gerne einen Tierfriedhof einrichten. Bislang scheiterte dies an einer geeigneten Fläche. Nun ist eventuell eine Lösung in Sicht.
Borkum - Auf der Suche nach einer passenden Fläche für einen Tierfriedhof ist der Tierschutzverein Borkum möglicherweise fündig geworden. Wie kürzlich bei Facebook zu lesen war, haben Mitglieder des Vorstandes das Gespräch mit der Leiterin der Jugendherberge, Petra Bötcher, gesucht, „um das weitläufige Gelände zu besichtigen und Möglichkeiten vor Ort auszuloten“. Ein geeigneter Bereich sei schnell ausfindig gemacht worden „und auch hinsichtlich der zu errichtenden Sicherheitsmaßnahmen zur Zugangsbeschränkung zu einer möglichen letzten Ruhestätte für tierische Freunde war man sich einig“, teilte der Verein in dem sozialen Netzwerk mit.
Die Jugendherbergsleiterin stehe der Errichtung einer solchen Anlage durchaus positiv gegenüber und werde das Anliegen nun wohlwollend an die Zentrale des Deutschen Jugendherbergswerks weiterleiten, „von wo wir dann auf ,grünes Licht‘ hoffen. Für den Fall eines positiven Entscheides werden wir dann in die Phase der Planung und Genehmigung eintreten“, heißt es von den Tierschützern. Die angefragten Borkumer Gemeinden indes hätten sich „bisher nur sehr sparsam aber eher verneinend zur Idee der Einrichtung eines Tierfriedhofes auf den Geländen der herkömmlichen Ruhestätten geäußert“.
Zulassung vom Veterinäramt ist Voraussetzung
Welche behördlichen Vorgaben für einen Tierfriedhof zu erfüllen sind, hatte Joachim Bakker, der frühere Leiter der Ordnungs- und Sozialabteilung der Stadt, im vergangenen Jahr auf Anfrage dieser Zeitung erläutert. „Ein Kleintierfriedhof muss nach Paragraf 5 Absatz 2 des Tierkörperbeseitigungsgesetzes vom Veterinäramt zugelassen werden. Der Friedhof darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen.“ Tiere, so Bakker, müssten zudem so vergraben werden, „dass sie mit einer ausreichenden, mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht bedeckt sind“. Soweit ihm bekannt sei, habe es bislang keinen Tierfriedhof auf Borkum gegeben.
Das soll sich nach Wunsch von Borkums Tierschutzvereins ändern. „Es ist uns wirklich ein großes Anliegen, dass der Tierfriedhof, der nunmehr seit über einen Jahr in Planung ist, umgesetzt wird“, hatte die erste Vorsitzende, Melanie Güldenpfennig, im vergangenen Sommer gegenüber der Borkumer Zeitung erklärt. Und weiter: „Es ist einfach unwürdig für das Tier und unschön für den Menschen, mit dem verstorbenen Tier entweder auf das Festland zu müssen oder es im Garten zu begraben. Da sollte man sich nichts vormachen, das ist zwar nicht erlaubt – wird aber dennoch gemacht.“