Emder 1:1 gegen den Vierten aus Jeddeloh  Kickers-Neustart gelingt dank Etablierten und Neuzugängen

| | 04.02.2023 18:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Groß war die Freude nach dem Ausgleichstreffer nach 69 Minuten. Foto: Doden/Emden
Groß war die Freude nach dem Ausgleichstreffer nach 69 Minuten. Foto: Doden/Emden
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Rund 700 Zuschauer zeigten sich angetan vom Achtungserfolg der in der Hinserie oft chancenlosen Ostfriesen. Auch zwei „interne“ Neuzugänge überzeugten beim Regionalliga-Schlusslicht.

Emden - Sie wollten in der Winterpause den Reset-Knopf drücken. Und wenn man das erste Regionalliga-Spiel des Jahres als Maßstab nimmt, ist es den Fußballern des BSV Kickers Emden gelungen. Zumindest schon mal in den ersten 90 Minuten. Nach nur acht Punkten aus 21 Spielen und 18:68 Toren startete der Tabellenletzte mit einem verdienten und achtbaren 1:1 gegen den Vierten SSV Jeddeloh in die zweite Saisonhälfte. „Ich bin mit dem Auftritt der Mannschaft und dem Ergebnis zufrieden. Es war eine ausgeglichene Partie mit einem gerechten Remis“, sagte Trainer Stefan Emmerling.

Malte Schuchardt erhielt im Tor den Vorzug vor Isaak Djokovic. Foto: Doden/Emden
Malte Schuchardt erhielt im Tor den Vorzug vor Isaak Djokovic. Foto: Doden/Emden

Dass dieses Fazit, dem sich die meisten Beobachter anschlossen, zustande kam, kann als Erfolg gewertet werden. Zumal die neuformierte Mannschaft so noch nicht zusammengespielt hatte. Kickers hatte in den vergangenen Wochen nach und nach Veränderungen im Kader vorgenommen. Acht Spieler wollten oder mussten gehen, einige davon waren Reservisten. Sechs externe Neuzugänge kamen hinzu, von denen mit Torwart Malte Schuchardt (FC St. Pauli II), Abwehrspieler Leon Kugland (SV Meppen, ausgeliehen), Ismet Osmani (Heeslinger SC) und Ilyas Bircan (FC Türk Gücü Helmstedt) vier in der Startelf standen und eine gute Leistung zeigten, wobei Schuchardt beim Gegentor zum 0:1 etwas unglücklich aussah. Mario Fredehorst schoss zwar aus sehr kurzer Distanz, traf den Ball aber nicht sehr hart. Schuchardt konnte den Ball nicht parieren (48.).

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Auch „interne Neuzugänge“ überzeugen

Mit Ronald Lombaya (Viktoria Arnoldsweiler) wurde ein weiterer Neuer nach 77 Minuten eingewechselt. Und dann waren da ja noch drei „interne“ Neuzugänge, die ihren Teil zum guten Emder Spiel beitragen konnten. Marc Augé kam im Sommer aus Jeddeloh und fiel ab Juli mit einer Syndesmoseband-Verletzung aus, gab nun im zentralen Mittelfeld sein ansprechendes Regionalliga-Debüt für Kickers. „Wir haben eine richtig gute Stimmung und wollen etwas reißen. Das hat man, denke ich, auch gesehen“, so der Oldenburger. An seiner Seite agierte auch noch Rico Coordes, der nach seiner Dauerreservisten-Rolle schon in den letzten Spielen des vergangenen Jahres schon etwas auf sich aufmerksam machte und den Schwung mit ins Jeddeloh-Spiel nahm. Auch Dirk Frerichs ist ein gefühlter Zugang. Das Eigengewächs wurde eingewechselt, fiel in der Hinserie lange Zeit aus und kämpfte sich nun heran.

Es geht wieder um was: In der ersten Halbzeit kam es auch zu einer kleinen Rudelbildung. Foto: Doden/Emden
Es geht wieder um was: In der ersten Halbzeit kam es auch zu einer kleinen Rudelbildung. Foto: Doden/Emden

Am Emder Ausgleich nach 69 Minuten waren vor allem aber zwei Etablierte beteiligt. Andre Ndiaye als „linker Läufer“ vor der Dreier-Kette erkämpfte sich mit einer Grätsche im Mittelfeld den Ball, trug den Ball weit vor das SSV-Tor und bediente den rechts mitgelaufenen Ismet Osmani. Dessen Flanke köpfte Tido Steffens, der den gelbgesperrten Bastian Dassel als Kapitän vertrat, mit tollem Timing ins Tor. Da konnte sich der Emder Marcel Bergmann im Jeddeloh-Tor noch so lang machen.

Fast noch das Emder 2:1

Es war ein verdienter Ausgleich, weil Emden dem SSV Paroli bot und auch nicht viele Jeddeloher Chancen zuließ. „Es war ein Kampfspiel auf tiefem Boden, das wir angenommen haben. Der Platz kam uns gegen einen spielstarken Gegner natürlich etwas zugute“, sagte Emmerling, dessen Team in den vergangenen Wochen offensichtlich gut gearbeitet hat. Einen Einbruch im intensiven Laufspiel gab es bei den Emdern nicht zu sehen. Zwar hatte der SSV ab der 85. Minute nochmal eine Drangphase. Zuvor hatte aber auch Emden noch eine große Möglichkeit, als Tido Steffens sich für das Eins-gegen-Eins entschied statt den ihn hinterlaufenden Ilyas Bircan anzuspielen.

Spieldaten

Kickers: Schuchardt: Kugland, Eilerts, Jabbie - Ndiaye, Köster (77. Lombaya), Augé (71. Frerichs), Cordes (90. Niehues), Osmani - Bircan, Steffens.

Tore: 0:1 Fredehorst (48.), 1:1 Steffens (69.).

Doch auch der eine Punkt sorgte für gute Stimmung in der Mannschaft und bei den Fans. Das sah man schon bei den Auswechslungen, als es für die drei ausgewechselten Emder Marc Augé, Nick Köster und Rico Cordes großen Applaus gab.

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