Favorit gewinnt im Neunmeterduell  Torwart-Senior Weets ist Larrelts Turnierheld

| | 15.01.2023 21:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Torhüter Sascha Weets durfte als Mann des Tages den Siegerpokal von Isabelle Müller in Empfang nehmen. Fotos: Doden
Torhüter Sascha Weets durfte als Mann des Tages den Siegerpokal von Isabelle Müller in Empfang nehmen. Fotos: Doden
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Beim Supercup in Hinte fielen bei den Sportfreunde beide Torhüter aus. Also sprang der 43-Jährige in die Bresche. Er zeigte zwei Neunmeterduellen seine Fähigkeiten.

Hinte - Am Ende feierte der Favorit den bereits fünften Erfolg in Serie beim Supercup von FT Groß Midlum. Den hart umkämpften Turniersieg hatten sie letztlich einem Akteur zu verdanken, der normalerweise gar nicht zum Kader gehört. Torwart-Oldie Sascha Weets sprang mit 43 Jahren noch einmal ein, weil beide Schlussmänner der Sportfreunde verletzt ausfielen. Und „Senior“ Weets sicherte seinen jungen Vorderleuten bei den Neunmeterschießen im Halbfinale gegen Frisia Emden und im Endspiel gegen Amisia Stern Wolthusen jeweils den Sieg.

Im Halbfinale schaffte es kein Frisia-Akteur, Torwart Sascha Weets aus neun Metern zu überwinden.
Im Halbfinale schaffte es kein Frisia-Akteur, Torwart Sascha Weets aus neun Metern zu überwinden.

Von insgesamt sieben Neunmetern ließ Weets nur zwei Bälle passieren. „Er war unser großer Held“, sagt SF-Trainer Marten Sandmann. Der Coach weiß natürlich seit Jahren um die Fähigkeiten des Torwart-Routiniers. „Wenn die anderen ausfallen, dann rufe ich eben Sascha an.“ Und auf Sascha Weets ist immer Verlass.

Frisia glückte kein Neunmetertor

Beim 1:0 nach Neunmeterschießen im Halbfinale gegen Frisia Emden parierte der Torhüter alle drei gegnerischen Versuche. Beim Strafstoßduell im Finale – nach regulärer Spielzeit stand es 1:1 – wehrte Weets den entscheidenden vierten Schuss von Tobias Bruns ab. Weil zuvor René Krzatala zum 3:2 getroffen hatte, bedeutete die Parade des 43-Jährigen den Schlusspunkt des Turniers.

Danach herzte die komplette Mannschaft ihren Helden im fortgeschrittenen Fußball-Alter, ehe sie anschließend die Siegertrophäe des Hartmut-Müller-Württembergische-Cups in die Höhe stemmte.

Wolthusen überrascht

Als Sieger durfte sich aber auch der Zweitplatzierte fühlen. Die A-Klassenmannschaft von Amisia Stern Wolthusen war die große Überraschung. In der Vorrunde des Turniers, bei dem an beiden Tagen 300 Zuschauer die Ränge füllten, bugsierte sie den Bezirksligisten TuS Pewsum mit einem 3:1-Sieg aus dem Wettbewerb.

Sekunden vor Schluss traf Amisia im Finale zum 1:1.
Sekunden vor Schluss traf Amisia im Finale zum 1:1.

In der Zwischenrunde verblüfften die Wolthuser mit einem 3:1-Erfolg über den späteren Finalgegner SF Larrelt. Und im Halbfinale warfen die Stern-Amisen nach einem 0:0 den klar favorisierten Kreisliga-Spitzenreiter BW Borssum mit 1:0 im Neunmeterduell aus dem Wettbewerb.

Auch im Endspiel, das über 2 x 10 Minuten ging, kämpften die Wolthuser verbissen. Tobias Bruns und Jakub Kuznieczow hatten sogar das Führungstor auf dem Fuß., aber zwischen den Larrelter Pfosten stand nun einmal ein „Teufelskerl“. Als Tobais Damm dann die Larrelter mit 1:0 in Führung brachte (15.), schien der Sieg für den Favoriten schon so gut wie sicher. Doch eine Zeitstrafe für SF-Torjäger André Krzatala 30 Sekunden vor Schluss ermöglichte dem Außenseiter noch eine letzte Chance. Und die nutzte David Silenok elf Sekunden vor dem Abpfiff zum umjubelten 1:1.

Zwei Trophäen für Borssum

So rückten dann drei Schützen und zwei Torhüter ins Rampenlicht. Nach dem ersten Durchgang hieß es 2:2. Das Tor von André Krzatala und die Glanztat von Sascha Weets verhinderten dann eine Turniersensation. Die Wolthuser strahlten aber auch über Rang zwei. „Wir wollten Spaß haben – und den hatten wir reichlich“, sagte Kapitän Tobias Geiken.

Marvin Utzelmann (Borssum) war bester Torhüter.
Marvin Utzelmann (Borssum) war bester Torhüter.

Das Neunmeterduell um Platz drei hatte zuvor BW Borssum mit 3:1 gegen Frisia Emden gewonnen. Die Borssumer nahmen auch noch zwei Siegertrophäen mit nach Hause. Brian Wienekamp war mit sieben Treffern bester Torjäger des Turniers, und bei der Wahl des besten Torhüters erhielt doch der junge Blau-Weiß-Keeper Marvin Utzelmann den Vorzug gegenüber Sascha Weets.

Glanzvoll verabschiedeten sich auch die Schiedsrichter, die allesamt FT Groß-Midlum stellte. Sie spendeten ihr Gesamthonorar in Höhe von 125 Euro dem Verein „Leukin“.

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