Trainersuche in Leer  Vorerst leitet George Goguadze das Training bei Germania

| | 10.01.2023 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
George Goguadze kehrte im Laufe der Rückserie der vergangenen Saison zum VfL Germania Leer (rechts 2. Vorsitzender Ferhat Özdemir) zurück. Foto: Doden/Emden
George Goguadze kehrte im Laufe der Rückserie der vergangenen Saison zum VfL Germania Leer (rechts 2. Vorsitzender Ferhat Özdemir) zurück. Foto: Doden/Emden
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Die Nachfolge-Suche für Frank Bajen läuft noch. Zum Trainingsstart nächste Woche soll der Mann aus den Niederlanden das Training leiten. Goguadze ist seit Sommer mehr als nur ein Spieler im VfL-Team.

Leer - Nach dem Rücktritt von Frank Bajen als Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Germania Leer ist die Trainerstelle beim Traditionsverein vakant. Einen Nachfolger hat der Verein noch nicht präsentiert. Für den Trainingsstart der Winter-Vorbereitung in der kommenden Woche ist aber schon mal eine Lösung gefunden worden. „George Goguadze wird vorerst das Training leiten“, erklärte Arndt Watzema auf Nachfrage. Der aus den Niederlanden stammende Goguadze mit georgischen Wurzeln fungierte in der Hinserie als spielender Co-Trainer.

B-Lizenz-Inhaber Arndt Watzema gehört zu einer Lenkungsgruppe, die sich um Belange der 1. Herren kümmert. Er ist auch als Trainer-Nachfolger von Bajen gehandelt worden. Dazu sagte der ehemalige Jugendtrainer des JFV Leer. „Ich kann so viel sagen, dass ich in den Entscheidungsprozess mit weiteren Personen beteiligt bin und die Trainerfrage möglichst bis Ende Januar geklärt ist.“ Für weitere Fragen verwies Watzema an den starken VfL-Mann Ferhat Özdemir (2. Vorsitzender), der telefonisch am Dienstag aber nicht zu erreichen war.

Aus einem Gerücht wurde eine Tatsache

Bei den Leeraner Kreismeisterschaften Ende Dezember kamen erstmals Gerüchte auf, dass Frank Bajen als Trainer zurücktreten werde. Bei dem Turnier selbst war er nicht vor Ort, da er im Urlaub weilte. Arndt Watzema vertrat ihn beim Turnier in Hesel.

Anfang Januar gab Bajen dann seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen bekannt, äußerste sich aber nicht weiter. Dasselbe galt für Co-Trainer Frank Scholl. Sie hatten als neue Trainer nach der Spielerflucht im Sommer und einem personellen kompletten Neuanfang mit unter anderem vielen niederländischen Spielern und einigen Kickern aus der Akademie in Schüttorf ein neues Team geformt, gute 24 Punkte gesammelt. Es galt, Ruhe in den Verein zu bekommen, um sich auch wieder für mehr regionale Spieler attraktiv zu machen.

Goguadze in verschiedenen Rollen

George Goguadze, der sich auf seinen Social-Media-Kanälen als „Manager Germania Leer“ bezeichnet, fungierte in der Hinserie nicht nur als Spieler. In seiner Funktion als Co-Trainer sollte er auch Bindeglied zu den niederländischen Spielern sein, die er selbst für den VfL angeworben hatte und die er teilweise auch vertritt. Die beiden leistungsstärksten, Jayden Plasaer und sein Bruder David Goguadze, wechselten in der Winterpause zum Landesligisten SV Wilhelmshaven

George Goguadze kam 2018 erstmals nach Ostfriesland, spielte mit seinen Brüdern Nikky und George für Leer. Weitere Stationen in Ostfriesland waren GW Firrel und Kickers Emden, wo er allerdings nur zu wenigen Einsatzminuten kam.

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