13-stündiger Finaltag in Aurich  Grün-Weiß Firrel und SV TiMoNo gewinnen den Aurich-Cup

| | 08.01.2023 22:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Nach dem Leeraner Kreismeistertitel gewann Fußball-Landesligist GW Firrel nun auch den Aurich-Cup. Als die Mannschaft den Pokal bekam, hatten sich die Tribünen schon geleert. Es war weit nach 22 Uhr. Foto: Doden/Emden
Nach dem Leeraner Kreismeistertitel gewann Fußball-Landesligist GW Firrel nun auch den Aurich-Cup. Als die Mannschaft den Pokal bekam, hatten sich die Tribünen schon geleert. Es war weit nach 22 Uhr. Foto: Doden/Emden
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Zwei Mitfavoriten setzten sich bei den Erwachsenen letztlich durch. In der Jugend gab es viele nicht-ostfriesische Sieger. Nicht bei der A-Jugend: Da gab es eine große Überraschung.

Aurich - Um 22.11 Uhr endete am Sonntagabend der Aurich-Cup mit dem Abpfiff des Männer-Finales. Der 3:1-Sieg von Fußball-Landesligist Grün-Weiß Firrel im Endspiel gegen Frisia Loga war der krönende Abschluss eines 13-stündigen zehnten Aurich-Cup-Tages, an dem alle Sieger ermittelt wurden. Die SpVg Aurich als Gastgeber hatte mit ihrem perfekt eingespielten und aufeinander abgestimmten großen Helferteam für einen wunderbaren Rahmen gesorgt.

Bei den Männer-Wettbewerben mussten zwei Viertelfinalpartien im Neunmeterschießen entschieden werden. Hier setzte sich Papenburgs U23 gegen Strücklingen durch. Foto: Doden/Emden
Bei den Männer-Wettbewerben mussten zwei Viertelfinalpartien im Neunmeterschießen entschieden werden. Hier setzte sich Papenburgs U23 gegen Strücklingen durch. Foto: Doden/Emden

In jedem Finale durften sich die Mannschaften ganz besonders fühlen: zu epischer Musik liefen die Spieler und Spielerinnen durch künstlichen Nebel in die gut besetzte und abgedunkelte Sparkassen-Arena ein, die zehn Spiel-Tage lang für Teams aus dem ganzen Nordwesten zur Fußball-Arena wurde. Während die Halbfinalspiele zehn Minuten dauerten, ging es in den Endspielen jeweils über 15 Minuten.

Herren

Nach den Viertelfinals, die um 14.30 Uhr begannen, wurden die Turnierstränge der Herren II (Kreisliga abwärts) und Herren I (ab Bezirksliga) vereint. Und dabei sorgte Frisia Loga im Halbfinale um kurz vor 19 Uhr für eine Überraschung. Der Ostfrieslandligist besiegte den Bremerhavener Fünftligisten Tuspo Surheide mit 4:2. Im anderen Semifinale zeigte GW Firrel wie schon im Viertelfinale gegen Middels (4:2) seine Klasse, besiegte die U23 von BW Papenburg 6:1 und präsentierte sich sehr spielfreudig.

Die SpVg-Juniorinnen feuerten an und spielten selbst in Finals. Foto: Doden/Emden
Die SpVg-Juniorinnen feuerten an und spielten selbst in Finals. Foto: Doden/Emden

Auch das Endspiel dominierte dann Firrel. Doch das toll aufspielende Team aus Loga wehrte sich nach Kräften. Am Ende war der zwei Klassen höhere Landesligist aber zu stark. Nick Bruns, Lasse Härtel und Manuel Suda besorgten eine 3:0-Führung, Ole Janssen gelang der Ehrentreffer. „Auch wenn es ein langes und anstrengendes Turnier war, hat es uns hier großen Spaß gemacht zu spielen. Auch die Stimmung war klasse“, meine Firrels Lasse Härtel, während die Auricher Helfer schon mit den ersten Abbauarbeiten begannen.

Frauen

Mit Spannung war das Halbfinale zwischen Aurichs Oberliga-Frauen und den Auricher U17-Mädchen (Bundesliga-Tabellenführer) erwartet worden. Der Nachwuchs gewann das interne Duell überraschend deutlich mit 5:0 in zehn Minuten und traf dann im Finale auf den Oberligisten SV TiMoNo. In der Viertelfinalrunde am Freitag endete dieses Duell torlos.

Der SV TiMoNo jubelte bei den Frauen. Foto: Doden/Emden
Der SV TiMoNo jubelte bei den Frauen. Foto: Doden/Emden

Im Endspiel legte der Frauen-Oberliga-Meister noch eine Schippe drauf und siegte nach Toren von Kea Winkelmann, Larissa Jetses und Alina Murra 3:1. Für Aurich traf Ronja Watermann. „Unser Hauptanliegen war, hier guten Frauenfußball zu zeigen und die Zuschauer zu begeistern. Ich denke, dass ist uns gelungen“, sagte SG-Trainer Jan-Henrik Koppelkamm.

Jugend

Das erste große Finale des Tages war am Nachmittag das der Kleinsten. Prächtige Stimmung herrschte auf den Rängen, als die fünf- und sechsjährigen G-Junioren zu Werke gingen. Dabei feierte Fortuna Veenhusen gegen die JSG Emden-West einen 5:1-Finalsieg, erhielt Pokale und sogar einen Ausrüstungsscheck über 750 Euro von einem Sponsor. „Die Jungs waren alle aufgeregt vor der Partie. Luca hatte sogar Bauschmerzen“, verriet Trainer Matthias Hoffmann. Die verflogen aber schnell, als der Ball dann endlich rollte. Mats Hoffmann (drei Tore), Louis Hartmann und Fabio Stöter schossen ihr Team dann zum Sieg.

Die Veenhuser G-Junioren jubeln mit dem dreifachen Final-Torschützen Mats Hoffmann. Foto: Doden/Emden
Die Veenhuser G-Junioren jubeln mit dem dreifachen Final-Torschützen Mats Hoffmann. Foto: Doden/Emden

Weitere Ostfriesen-Siege bei den Jungen gab es nur noch bei der A-Jugend. Das stand schon vor dem Endspiel fest, das überraschend die Halbfinal-Außenseiter JSG WIR (Bezirksliga) und SV Wallinghausen (Ostfrieslandliga) spielten. Nach Toren von Nide Muwenge, Malte Folkers, Jonah Gröhn und Tammo Altermann gewann Kreisligist Wallinghausen überraschend das Endspiel mit 4:2 Toren.

Die Freude war riesig: Die A-Junioren des SV Wallinghausen siegten überraschend. Foto: Doden/Emden
Die Freude war riesig: Die A-Junioren des SV Wallinghausen siegten überraschend. Foto: Doden/Emden

In den anderen Jugendklassen siegten Teams aus Oldenburg, Delmenhorst oder dem Emsland. Das lag auch daran, da die 29. Auflage des Aurich-Cups mit 354 Mannschaften so groß war wie noch nie. In der D-Jugend schaffte es der JFV Leer von 48 Teams ins Finale, unterlag dann dem VfB Oldenburg. Bei der E-Jugend starteten sogar 64 Mannschaften. Gastgeber SpVg Aurich drang bis ins Endspiel vor, unterlag dem spielstarken SV Esterwegen 2:4. Dafür gewann Aurich bei den C- und B-Mädchen (mit der U16) den Titel.

Die JSG WIR hatte zum A-Jugend-Finale einen großen Fanblock mitgebracht. Foto: Doden/Emden
Die JSG WIR hatte zum A-Jugend-Finale einen großen Fanblock mitgebracht. Foto: Doden/Emden

Fanpokal

Seit einigen Jahren erhält der Verein mit der besten Unterstützung einen eigenen Pokal. Auch wenn die JSG WIR bei den A-Junioren am Finaltag großartig von ihrem Anhang unterstützt wurde, siegte der SV Wallinghausen aufgrund der Fan-Leistung an vielen Turniertagen, teilte die Jury mit.

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