Letzter Spieltag vor der Winterpause  Bezirksliga-Staffelleiter erlebt eine fast perfekte Halbserie

| | 01.12.2022 17:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Während der TuS Pewsum (links) in Norden auf Kunstrasen spielen kann, ist die Rasen-Heimpartie von Wiesmoor gegen Larrelt gefährdet. Foto: Doden/Emden
Während der TuS Pewsum (links) in Norden auf Kunstrasen spielen kann, ist die Rasen-Heimpartie von Wiesmoor gegen Larrelt gefährdet. Foto: Doden/Emden
Artikel teilen:

So wenige Ausfälle wie lange nicht vernahm Frank Schulte. So zieht der Funktionär vor dem letzten Spieltag vor der Winterpause ein positives Fazit. Eine Thematik stört ihn aber massiv.

Ostfriesland - Frank Schulte ist schon seit vielen Jahren Staffelleiter der Fußball-Bezirksliga. „An eine solch gut verlaufende Halbserie mit so wenigen Spielausfällen kann ich mich nicht erinnern“, sagt der Funktionär aus Ostrhauderfehn vor dem letzten Spieltag des Jahres an diesem Wochenende. Neun der 18 Mannschaften haben sogar die Chancen, dass sie alle 20 geplanten Spiele absolviert hätten. Und auch wenn die vergangenen beiden Wochen nasser und kälter wurden, rollt auch an diesem Wochenende auf einigen Plätzen der Ball. Nur die Partie Concordia Suurhusen gegen Germania Leer ist bereits ins nächste Jahr verlegt worden.

Vier der acht Gastgeber vom Wochenende verfügen über einen Kunstrasen. Diesen Partien steht nichts im Wege. Fußballfans können sich Samstag also getrost auf den Weg nach Hage machen, wenn der SV um 14 Uhr den SV Wallinghausen im Duell zweier formstarker Teams empfängt. Der SV Hage (10.) gewann vier der vergangenen fünf Spiele, Wallinghausen (6.) gar die letzten fünf allesamt.

Esens lädt alle Jugendkicker ein

Auch das Derby des FC Norden gegen den TuS Pewsum ist Sonntag ab 14 Uhr auf künstlichem Geläuf ebenso wenig gefährdet wie die Partie SpVg Aurich gegen den TV Bunde um 15 Uhr.

Gar die Heimspiele ohnehin nur auf Kunstrasen trägt der TuS Esens seit geraumer Zeit aus. Der Tabellenführer erwartet am Sonntag im Stadion an der Peldemühle um 15 Uhr den SV Holtland, hofft auf den elften Heimsieg und viele Jugendfußballer des Klubs als Zuschauer. Die wurden mit ihren Trainern zum Spiel und auf einen Winterpunsch eingeladen.

Schulte kritisiert Schiedsrichter-Schelte

Offen ist dagegen, ob alle vier Rasenspiele in Wiesmoor (gegen Larrelt), Jheringsfehn (gegen Großefehn), Strudden (gegen Moordorf) und Westrhauderfehn (gegen Middels) stattfinden. Die Statusmeldungen am Donnerstag reichten von „fraglich“ (Wiesmoor) bis „Stand jetzt geht es“ (Jheringsfehn).

Aber selbst wenn es noch Ausfälle geben sollte, trübt das nicht die Gesamtbilanz von Staffelleiter Frank Schulte. „Wir nehmen kaum Nachholspiele mit ins nächste Jahr. Das verschafft uns auch viel Luft für mögliche Ausfälle im März.“

Seine positive Gesamtbilanz wird durch einen Aspekt getrübt. Der Funktionär vernahm vermehrt verbale Angriffe auf die Schiedsrichter. Dies hätte sich auch in Gelben Karten und Platzverweisen für Offizielle niedergeschlagen, und auch in manchem Schiedsrichter-Bericht, in dem auch Pöbelein aus den Zuschauerrängen beschrieben wurden. „Das ist ein Thema, bei dem wir entgegenwirken müssen. Wir brauchen den 23. Mann und auch junge Schiedsrichter“, sagt Frank Schulte. „Das hat aber in allen Ligen zugenommen, das ist ein grundsätzliches Problem im Amateur-Fußball. Wir machen uns dazu, auch was Strafen betrifft, im Bezirks-Spielausschuss schon Gedanken.“

Ähnliche Artikel