Emden macht es Werder schwer Großer Kickers-Kampf nach 0:2-Rückstand
Nach 26 Minuten sah alles nach einer weiteren derben Pleite für die Emder aus. Kickers kehrte aber mit großem Kampfgeist ins Spiel zurück.
Emden - Als der BSV Kickers Emden im Spiel der Fußball-Regionalliga gegen Werder Bremen II nach 26 Minuten mit 0:2 hinten lag, sah alles nach der elften derben Pleite im zwölften Saisonspiel aus. Doch weit gefehlt. Kickers zeigte eine der besten Leistungen der Saison, glich zum 2:2 und verlor am Ende vor 668 zahlenden Zuschauern doch noch mit 2:4.
„Mehr geht bei uns nicht“, sagte BSV-Trainer Stefan Emmerling. „Wir haben couragiert gespielt und hatten so viele Offensivaktionen wie noch nie in dieser Saison. Trotzdem zahlen wir weiter Lehrgeld - schade.“
0:1 schon in der 5. Minute
Nachdem die Emder nach einem Eckball schon in der 5. Minute das 0:1 durch Philipp Kühn kassiert hatten, boten sie den technisch versierten Bremern Paroli und erspielten sich so viele Chancen wie lange nicht mehr. So bekam Gäste-Torhüter Louis Lord einen Schuss von Ayo Adeniran nur mit großer Mühe noch zu fassen. Und alsVafing Jabateh wenig später nach einem Solo ebenfalls an Lord scheiterte, wachte auch das Emder Publikum wieder auf. Die Werder-Defensive um Ex-Profi Philipp Bargfrede und den Ostfriesen Lasse Rosenboom überstand die Emder Druckphase aber schadlos und konterte in der 26. Minute zum 0:2 durch Minwoo Kim.
Die stark ersatzgeschwächten Emder, bei denen neben den gesperrten Bastian Dassel, Ibrahim Sillah und Matthias Goosmann auch noch die verletzten Alagie Jabbie und Torwart Jannik Wetzel fehlten, ließen sich trotzdem nicht ermutigen. Sie erspielten sich etliche Möglichkeiten, doch der Lohn der Bemühungen blieb lange aus. Die größte Möglichkeit vergab Milad Faqiryar, der nach einem Freistoß ins Stolpern kam und den Ball aus fünf Metern nicht mehr richtig traf.
Traumstart nach der Pause
Nach dem Wechsel erwischte Kickers einen Traumstart. Nach einem Freistoß von Nick Köster ging ein Kopfball an den Pfosten. Den Abpraller wuchtete Corvin Braun zum 1:2 ins Netz. Sechs Minuten später hatte Jabateh gar das 2:2 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am Torhüter. Die Fans tobten und gerieten in der 56. Minute völlig aus dem Häuschen. Nach einem Eckball von Andre N‘Diaye köpfte Adeniran das 2:2.
Statistik
Emden: Djokovic, Köster, Faqiryar, Braun, Eilerts, Visser, N’Diaye, Konda (84. Niehues), Jabateh (81. Bamezon), Steffens, Adeniran. Tore: 0:1 Kühn (5.), 0:2 Kim (26.), 1:2 Braun (46.), 2:2 Adeniran (56.), 2:3 Eickhoff (72.), 2:4 Berger (Elfmeter 87.).
Danach aber riss Werder wieder die Partie an sich. Mehrfach verhinderte BSV-Torhüter Isaak Djokovic einen Gegentreffer. Doch in der 72. Minute war er machtlos. Da landete ein abgefälschter Schuss von Mika Eickhoff zum 2:3 im Netz.
Lob vom Werder-Trainer
Am Ende bemühte sich Kickers noch einmal um den Ausgleich. Doch mehr als ein Schuss von N‘Diaye, den der Torwart um den Pfosten lenkte, sprang nicht mehr heraus. Auf der anderen Seite besaßen die Gäste etliche gute Kontergelegenheiten. Einer dieser Angriffe führte kurz vor Schluss auch noch zu einem von Milad Faqiryar verursachten Foulelfmeter. Den nutzte Tom Berger zum 2:4-Endstand.
So gab es wieder keinen Punkt für Kickers, dafür aber Lob vom gegnerischen Trainer. „Ihr seid eine Bereicherung für die Regionalliga“, sagte Konrad Fünfstück. „Ich drücke euch die Dauemn, dass der Turnaround noch kommt.“