Emden verliert gegen Phönix Lübeck Rote Karte nach zwei Minuten - Kickers kassiert 0:3-Niederlage
Eine Notbremse nach 114 Sekunden leitete die Niederlage ein. Emden kämpfte danach zu zehnt aufopferungsvoll. Die Gäste erspielten sich zunächst kaum Chancen.
Emden - Die Regionalliga-Fußballer des BSV Kickers Emden haben den erhofften zweiten Saisonsieg verpasst. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht unterlag am Samstag Phönix Lübeck mit 0:3. Die Umstände der Niederlage waren dabei äußerst unglücklich.
Gerade einmal 114 Sekunden waren absolviert, da spielte Kickers nur noch zu zehnt. Kapitän Bastian Dassel sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Einen hoben Ball wollte der 32-Jährige kurz hinter der Mittellinie nach hinten mitnehmen. Dabei unterlief ihm ein technischer Fehler, er schlug über den Ball und geriet noch ins Straucheln. Ein Lübecker kam an den Ball, Dassel hielt den Gegenspieler 45 Meter vor dem Tor kurz fest - Foulspiel und Rot.
Kickers mit starker Reaktion
Den Schock verdauten die Emder, die zuletzt 0:7 bei Holstein Kiel II verloren hatten, herausragend. Kickers-Trainer Stefan Emmerling zog einen Mittelfeldspieler in die Viererkette und agierte nun im 4-4-1. Das Team verteidigte leidenschaftlich und taktisch sehr geschickt. Lübeck brachte nur einen Fernschuss durch Jayden Bennetts zustande, den Torwart Isaak Djokovic zwar nicht festhalten konnte. Aber die Situation wurde bereinigt.
Lübecks Trainer Oliver Zapel war derart unzufrieden, dass er neun Auswechselspieler zum Warmlaufen schickte: nach 26 Minuten. Und das Emder Publikum honorierte den guten Emder Auftritt in Unterzahl mit Szenenapplaus.
Elfmeter führt zum 0:1
Nach einer der wenigen gelungenen Gäste-Kombinationen tauchte Bennets im Strafraum vor BSV-Keeper Djokovic auf. Nach einem Zweikampf ging Bennets zu Boden, Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe gab Elfmeter. Die Emder protestierten vehement, dass Djokovic den Ball gespielt habe. Julian Ulbricht war die Aufregung egal. Er verwandelte den Strafstoß zum glücklichen 0:1 (33.). Fünf Minuten später hieß es 0:2, nachdem Ebrahim Farahnak den Ball nach einem Freistoß aus fünf Metern einschießen konnte. Die Emder haderten mit der Foul-Entscheidung vor dem Tor und manch anderer Entscheidung. Anders als in den letzten Partien brach Emden aber nicht ein. Die einzige und beste Kickers-Chance hatte Tido Steffens, dessen Schuss abgefälscht wurde und auf dem Tornetz landete (42.).
Auch in der zweiten Halbzeit machte Lübeck zunächst wenig aus der Überzahl, auch wenn Ulbricht fast das 0:3 erzielt hätte (52.). Doch mit zunehmender Spielzeit ergaben sich für die klar spielbestimmenden Gäste mehr Möglichkeiten. Auch, weil bei den Emdern die Kräfte etwas nachließen. Nach drei Fernschüssen, die Djokovic sicher parieren konnte, war es Mateusz Ciapa, der nach einem langen Einwurf aus kurzer Distanz zum 0:3 einschoss (76.). Kurz darauf wäre fast das 0:4 gefallen. Nach einem 16-Meter-Schuss von Ulbricht sprang der Ball vom Innenpfosten in die Arme von Djokovic. Um 15.46 Uhr endete mit dem Abpfiff ein unglücklicher Emder Regionalliga-Nachmittag.
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