Ostfriese startet bei der Leichtathletik-EM Diskuswerfer Henrik Janssen landet bei der EM auf Platz zehn
Mit 61,11 Meter reichte es für den Ostfriesen nicht in den Einzug der Top acht und zu den Würfen vier bis sechs. Europameister wurde ein ganz junger Athlet.
München - Das gut gefüllte Olympiastadion in München hat Henrik Janssen nicht ganz beflügelt. Der ostfriesische Diskuswerfer hatte sich bei der Leichtathletik-Europameisterschaft für das Finale am Freitagabend qualifiziert, verpasste dort dann aber den erhofften Endkampf mit den Würfen vier bis sechs. So war für den 24-Jährigen der Wettbewerb vor großer Bühne und einem Millionen-Publikum im ZDF schon nach drei Würfen beendet. Mit 61,11 Meter landete der Norder, der seit Jahren in Magdeburg lebt und trainiert, bei seiner ersten Männer-EM auf dem zehnten Platz.
Den Europameistertitel gewann der erst 19-jährige Mykolas Alekna mit einer beachtlichen Weite von 69,78 Meter. Die warf der Litauer im fünften Versuch und überholte damit den späteren Silbermedaillen-Gewinner Kristian Ceh. Der Tscheche kam auf 67,81 Meter, Bronze gewann der Brite Lawrence Okoye (67,14 Meter). Das Diskuswurf-Talent hat Europameister Mykolas Alekna im Blut. Sein Vater ist Virgilijus Alekna, der 2000 in Sydney und 2004 in Athen Olympiasieger wurde. Auch zwei WM- und ein EM-Titel feierte er.
Janssen startet mit Fehlversuch
Für Janssen begann der Wettkampf-Abend ungünstig mit einem ungültigen Versuch. Nach dem ersten Durchgang der besten zwölf Werfer lag der Brite Lawrence Okoye mit 67,14 Metern vorne. Dabei hatten neben Janssen noch fünf weitere Diskuswerfer einen Fehlversuch im ersten Versuch.
Die 58,21 Meter bei Janssens zweitem Versuch waren auch nicht das, was der Ostfriese sich vorstellte. Seine Bestmarke – bei besseren Bedingungen – liegt bei 66,25 Meter. Mit 62,60 Meter hatte er sich am Mittwochmittag zudem für das Finale qualifiziert.
Aufregendes Jahr für Janssen
Bei seinem dritten Wurf konnte sich Janssen, der im Sommer Deutscher Vizemeister wurde, zwar steigern. Doch die 61,11 Meter waren nicht genug, um in die Top acht zu kommen. Apostolos Parellis aus Zypern kam mit 63,53 Metern als Achter noch ins Finale und zu drei weiteren Würfen.
Für Janssen war es ein aufregendes Jahr. Er verbesserte seine Bestmarke auf 66,25 Meter, wurde Deutscher Vizemeister und qualifizierte sich auch für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im amerikanischen Eugene. Mit 61,85 Meter landete der Ostfriese Mitte Juli dort auf Platz 19 in der Qualifikation.
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