Fünfte Einwechslung verweigert Kickers trifft Entscheidung über Protest
Kickers Emden wurde beim Auswärtsspiel in Lübeck benachteiligt. Obwohl regelkonform, wurde dem BSV die fünfte Einwechslung verweigert. Der Vorstand hat nun über das weitere Vorgehen entschieden.
Emden - Kickers Emden wird keinen Protest gegen die Wertung der 0:3-Niederlage vom vergangenen Freitag beim VfB Lübeck einlegen. Das teilten die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung mit. Im zweiten Spiel der Fußball-Regionalliga wollte BSV-Trainer Stefan Emmerling beim Stande von 0:3 in der 82. Minute mit Yanic Konda einen fünften Spieler einwechseln. Dies wurde ihm mehrfach von Linienrichter Marco Kulawiak untersagt – mit der Begründung, dass Kickers bereits drei Wechselzeiträume in Anspruch genommen habe. Laut Regeln stehen den Vereinen in dieser Saison allerdings fünf Wechselslots zu und nicht nur drei wie in der letzten Spielzeit.
„Wir fühlen uns beim BSV dem Fairplay verschrieben und wollen hier nicht mit Entscheidungen am Schreibtisch Spiele für uns entscheiden“, heißt es in der Kickers-Mitteilung. „Das Ergebnis war und wir gratulieren Lübeck zum Sieg. Es liegt uns fern, hier unnötigerweise für unseren Spielgegner, dem VfB Lübeck, Unsicherheiten zu schaffen, möchten aber den Norddeutschen Fußballverband bitten, die Schiedsrichter nochmals auf die geänderten Spielregeln hinzuweisen.“
Chancen eines Einspruchs
Wie der zweite Vorsitzende Albert Ammermann erklärte, habe sich der Vorstand nach dem Vorfall beraten und gegen ein weiteres Vorgehen entschieden. Im Vorstand ist mit Bernd Potthast auch ein Anwalt vertreten. Kickers hat sich aber nicht auch noch zusätzlich Informationen von einem Sportfachanwalt eingeholt, um mögliche Chancen eines Einspruchs auszuloten.
Staffelleiter Jürgen Stebani, der sich aktuell im Urlaub befindet, fand den Vorfall in Lübeck einfach „dumm, unnötig und sehr ärgerlich.“ Mit Teammanager Arno Janßen hatte er zwar schon telefoniert, aber noch keine schriftliche Beschreibung des Vorfalls erhalten. Das ist aber mittlerweile geschehen. Obwohl sich Kickers gegen einen möglichen Einspruch entschied, schickte Arno Janßen noch einmal detailliert den Fall an Stebani.
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