Interview mit Max Giesinger  „Das Insel-Feeling ist schon sehr besonders“

| | 28.07.2022 19:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Kann sich vorstellen, auf dem schönsten Sandhaufen der Welt Urlaub zu machen: Max Giesinger. Foto: Walzberg/dpa
Kann sich vorstellen, auf dem schönsten Sandhaufen der Welt Urlaub zu machen: Max Giesinger. Foto: Walzberg/dpa
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Sänger Max Giesinger ist Freitag der Stargast bei den Beach Days Borkum. Vor seinem Auftritt verrät der 33-Jährige im Interview unter anderem, was für ihn einen Gig am Strand ausmacht.

Borkum - „80 Millionen“, „Wenn sie tanzt“, „Legenden“ und nicht zuletzt das Lotte-Duett „Auf das, was da noch kommt“: In der Diskographie von Max Giesinger reiht sich nahezu ein Charterfolg an den nächsten. Seit Jahren ist der Singer-Songwriter aus der deutschen Musik- und Radiolandschaft nicht mehr wegzudenken. Auch im Fernsehen – zum Beispiel 2011 als Teilnehmer an der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ oder 2019 als Jurymitglied bei „The Masked Singer“ – hat der 33-Jährige seine Spuren hinterlassen. Am Freitagabend steht er ab 20.30 Uhr bei den Beach Days Borkum als Hauptact auf der Bühne. Vor seinem Auftritt am Nordstrand hatte er noch Zeit für ein paar Fragen.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Borkum? Waren Sie schon mal hier, vielleicht auch als Kind mit Ihren Eltern in den Ferien?

Max Giesinger: Als Kind leider nicht, da ging es im Urlaub meistens eher in den Süden. Aber ich hab schon 2018 mit meiner Band hier gespielt und habe super gute Erinnerungen an den Auftritt auf eurer schönen kleinen Insel hier!

Wäre Borkum für Sie ein mögliches Urlaubsziel oder wo zieht es Sie hin, wenn Sie frei haben?

Giesinger: Ich finde es hier total schön und kann mir absolut vorstellen hier ein paar Tage im Sommer zu verbringen, zum Entspannen oder fürs Writing. Und es wäre eine Abwechslung zu meinen Reisezielen sonst. Meistens zieht es mich in Richtung Süden, zum Backpacking oder zum Surfen.

Max Giesinger freut sich bereits auf das Konzert auf Borkum. Foto: Schackow/dpa
Max Giesinger freut sich bereits auf das Konzert auf Borkum. Foto: Schackow/dpa

Bleibt auf Borkum Zeit für ein bisschen eigene Freizeit oder ist der Tourneeplan dafür zu eng getaktet?

Giesinger: Diese Festivalwoche ist ziemlich gut gefüllt und wir müssen am nächsten Tag leider schon direkt in Richtung Rudolstadt aufbrechen. Da bleibt dieses Mal zu wenig Zeit, um die Insel zu erkunden.

Was macht einen Gig am Strand wie auf Borkum zu etwas Besonderem?

Giesinger: Das Insel-Feeling ist schon sehr besonders. Dass alle die Fähre nehmen müssen, um zum Konzert zu kommen, und die Weite, wenn du dich von der Bühne aus umguckst – das fördert total dieses Gefühl von ,wir sind jetzt hier alle zusammen und lassen für ein paar Stunden alles andere mal los, um gemeinsam bei der Musik Spaß zu haben‘. Und genau für dieses Gefühl machst du ja Konzerte. Das hat in den letzten zwei bis drei Jahren, wo Konzerte, wenn überhaupt, nur mit vielen Beschränkungen möglich waren, eigentlich am allermeisten gefehlt.

Wer sind Ihre musikalischen Vorbilder?

Giesinger: Da gibt es super viele, aus den verschiedensten Richtungen. Wer für mich fast alles überstrahlt, vor allem als Frontman, ist Freddy Mercury und Queen als Band insgesamt. Da hätte ich sehr, sehr viel dafür gegeben, die einmal live zu sehen. Aber ich stehe zum Beispiel auch total auf das, was Bon Iver (eine US-amerikanische Indie-Folk-Band mit Sänger, Gitarrist und Organist Justin Vernon; Anm. d. Red.) macht. Finde seine Art Musik zu machen und seine Experimentierfreudigkeit extrem interessant. Das sind jetzt natürlich keine 1:1-Vorbilder, allein schon deshalb, weil sie absolut einzigartig sind, aber ihre Musik beeindruckt mich total.

„Auf das, was da noch kommt“ ist ja Ihr großer Hit zusammen mit Lotte. Welche Bedeutung hat der Song für Sie? Ist er auch eine Art Lebensmotto?

Giesinger: Teilweise definitiv! Ich glaube, bei all den Krisen und Schwierigkeiten, die wir in der Welt gerade haben, ist es extrem wichtig, sich so ein gewisses Maß an Optimismus für die Zukunft zu bewahren und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Und wenn ich so auf die nächsten Jahre schaue, gibt es einiges, auf das ich mich freue und auf das ich schon heute hinarbeite. Trotzdem ist es auf der anderen Seite genauso wichtig, sich nicht komplett auf das zu konzentrieren, was da eines Tages kommen wird, sondern in der Gegenwart zu sein und Vergangenheit und Zukunft auch mal für bestimmte Momente auszublenden. Ich versuche da selbst immer wieder, die Balance zu finden.

Zum Musikprogramm der Beach Days 2022 am Nordstrand gehören neben Max Giesinger Auftritte von Gregor Hägele (18 bis 18.30 Uhr) und Lotte (19 bis 20 Uhr). Der Konzertabend ist ausverkauft. Um 23 Uhr bietet die AG Ems eine Sonderrückfahrt per Katamaran von Borkum nach Emden für Besucherinnen und Besucher vom Festland an.

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