Werfertage in Halle  Ostfriesen-Talent trainierte mit Kugelstoß-Weltmeister

| | 24.05.2022 13:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
William Wolzenburg traf in Halle den zweifachen Weltmeister David Storl und trainierte am Tag nach dem Wettkampf mit dem deutschen Superstar. Fotos: Privat
William Wolzenburg traf in Halle den zweifachen Weltmeister David Storl und trainierte am Tag nach dem Wettkampf mit dem deutschen Superstar. Fotos: Privat
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William Wolzenburg (Georgsheil) ist ein Talent im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Er glänzte beim Wettkampf in Halle und absolvierte ein Sondertraining beim Bundestrainer – der ist auch Ostfriese.

Halle/Georgsheil - Das Supertalent aus Georgsheil trainierte mit dem zweifachen Weltmeister und Olympiazweiten aus Leipzig. Und diese Übungseinheit leitete der Bundestrainer persönlich. So wurde die Reise nach Sachsen zu den international hochklassig besetzten Halleschen Werfertagen für William Wolzenburg vom SV Georgsheil noch weitaus aufregender, als es der zweitägige Wettkampf erahnen ließ. „William war begeistert“, sagt Trainer Michael Mücher, „aber am Ende auch richtig platt“. Denn die unerwartete Extraeinheit auf Weltklasse-Niveau folgte am Tag nach Ende der Wettbewerbe.

Der Ex-Georgsheiler Wilko Schaa ist heute Bundestrainer und trainierte mit William Wolzenburg.
Der Ex-Georgsheiler Wilko Schaa ist heute Bundestrainer und trainierte mit William Wolzenburg.

Schon beim offiziellen Teil in der riesigen Wurfarena von Halle deutete William Wolzenburg seine Ausnahmefähigkeiten an. Dabei muss der 15-Jährige einige Umstellungen leisten. Er trifft nun in der Altersklasse U18 auf bis zu eineinhalb Jahre ältere Konkurrenz. Kugel und Diskus wiegen zudem mehr als in der Kategorie U16. Trotzdem wuchtete er im Kugelstoßen das Fünf-Kilo-Sportgerät fast so weit wie vor einem Jahr das ein Kilo leichtere Metal. Mit 16,33 Meter im letzten Versuch belegte der Georgsheiler Rang sieben – damit war er drittbester seines Jahrgangs. „Das Niveau war sehr, sehr hoch“, analysierte Michael Mücher. So stieß Sieger Georg Harpf (München) die Kugel überragende 20,14 Meter weit.

Platz sieben im Diskuswerfen

Auch im 21-Mann-Feld der Diskuswerfer siedelte sich der Georgsheiler mit 50,74 Meter erneut als Siebter oben in der Liste an. Es siegte mit großem Vorsprung ein belgischer Athlet. Zum Zweitplatzierten hatte Wolzenburg als Zweitbester seines Jahrgangs nur zwei Meter Rückstand. „William musste sich einmal härtester Konkurrenz stellen. Das war lehrreich“, sagte Mücher.

In Halle traten nicht nur deutsche Elitesportler aller Altersklassen an, sondern auch Weltmeister und Medaillengewinner aus anderen Ländern. Natürlich war es ein Pflichttermin für die Bundestrainer Und diesen Job verrichtet bei den Männern und Frauen ein Ostfriese, der sportlich einst beim SV Georgsheil aufwuchs. Wilko Schaa hat den Job übernommen und sprach Michael Mücher und seinem Schützling sofort eine Trainingseinladung für den nächsten Tag in Leipzig aus.

Grillabend beim Bundestrainer

„Für den Sonntagabend hat uns Wilko Schaa direkt zum Grillen bei sich zu Hause eingeladen“, erzählt Mücher. Am nächsten Tag folgten die 90 Übungsminuten. Dabei kümmerte sich Wilko Schaa nicht nur um Weltklassemann David Storl, sondern nahm sich auch Zeit für den aufstrebenden Ostfriesen.

Am Ende war nicht nur Wolzenburg begeistert, sondern auch der Bundestrainer vom Emporkömmling. „Der Junge hat eine Menge Potenzial“, ließ er Michael Mücher wissen.

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