Fußball Auch der ehemalige DAZN-Chef fieberte im Kickers-Stadion mit
Während die Kickers-Spieler nach dem 2:2 gegen Wolfsburg in die „Eistonne“ sprangen, plauderte ein Überraschungsgast noch im VIP-Raum. Der ehemalige DAZN-Chef Thomas de Buhr war in Emden zu Gast.
Emden - In Lohne floss am Mittwochabend das Oberliga-Meisterbier, in Emden gab es eiskaltes Wasser für die Spieler. Während Blau-Weiß nach einem 8:1 gegen Arminia Hannover den Regionalliga-Aufstieg perfekt machte, ging der Fokus vom Tabellenzweiten Kickers Emden direkt nach dem Spielschluss gegen Lupo Martini Wolfsburg (2:2) Richtung entscheidendes Spiel am Sonntag in Braunschweig. „Wir mussten alle nach der Partie jeweils fünf Minuten in die ,Eistonne‘, um bestmöglichst zu regenerieren“, erzählte Kapitän Bastian Dassel am Donnerstag. Vor einigen Monaten hatte der BSV zwei Regentonnen angeschafft und in die Kabinen gestellt. Bisher wurden sie sporadisch genutzt. Nach dem Mittwochsspiel gab es von Trainer Stefan Emmerling nun den „Eistonnen-Befehl“ für alle. „Das Wasser war richtig kalt, hinzu kamen noch einige Eiswürfel. Aber es hat schon echt etwas gebracht. Die Regeneration wird beschleunigt“, so Dassel.
Als die ersten Kickers-Fußballer sich schon abkühlten, weilte noch ein prominenter Gast im VIP-Raum des Ostfrieslandstadions. Unter den 1212 Zuschauern war mit dem aus Ihrhove stammenden Thomas de Buhr auch der ehemalige Deutschland-Chef des größten Streamingdienst-Anbieters DAZN. Das Unternehmen hat sich längst zahlreiche Übertragungsrechte für die Bundesliga und die Champions League gesichert. Thomas de Buhr musste bei DAZN vor kurzem seinen Hut nehmen und wurde von der Italienerin Alice Mascia ersetzt.
Mit dem Bruder im Stadion
Einen Besuch bei seinem in Emden lebenden Bruder nutzte de Buhr nun zu einer Stippvisite im Ostfrieslandstadion. „Ich war das letzte Mal vermutlich zu Drittliga-Zeiten hier“, so der gebürtige Ihrhover, dem die Atmosphäre sichtlich gefallen hatte. „Das war ehrlicher Amateurfußball. Mir hat es als Zuschauer viel Spaß gemacht, zumal man auch näher dran ist als in den großen Bundesliga-Arenen.“
Dass nach dem enttäuschenden 2:4 gegen Arminia Hannover am Sonntag drei Tage später ein neuer Zuschauer-Saisonrekord aufgestellt wurde, machte Kickers stolz. „Nach 1014 nun 1212 Zuschauer: Hier ist in dieser Saison richtig etwas entstanden“, freute sich Trainer Stefan Emmerling, der seine Spieler nach dem Last-Minute-Ausgleich zum 2:2 gleich wieder aufrichtete. Denn dank der Niederlage von Spelle ist Emden weiter Tabellenzweiter und würde mit einem Sieg bei FT Braunschweig am Sonntag die am 29. Mai beginnende Aufstiegsrunde erreichen. „Wir wollen das schaffen, mit dem vor der Saison niemand gerechnet hat“, sagte Dassel bei einer Ansprache im VIP-Raum, die mit langem Applaus endete.
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