Aufstiegsrunde zur Regionalliga Kickers-Kapitän: „Alles rausknallen vor geiler Kulisse“
Die Niederlage gegen Hannover war ein Schock. Auch der nächste Kickers-Gegner aus Wolfsburg kommt am Mittwochabend nur mit einem Rumpfkader ins Emder Ostfriesland-Stadion.
Emden - Das war überhaupt nichts für Bastian Dassel. Beim letzten Spiel tigerte der Kapitän schon vor der Partie in zivil an der Seitenlinie auf und ab. Im Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr, im Livestream auf oz-online.de mit Kommentator Hardy Kloßek) gegen Lupo Martini Wolfsburg gehört der Routinier nach seiner Gelbsperre natürlich wieder zum Kader. Auch wenn er selber nicht mitwirken konnte, hat er das Spiel mit seinen Mannschaftskollegen am trainingsfreien Montag noch einmal eingehend analysiert.
„Es war insgesamt ein gebrauchter Tag. Wir haben alle nicht so gegen den Ball gearbeitet, wie wir uns das vorstellen, dann kamen noch Fehler dazu. Aber jetzt ist es auch wichtig, den Blick komplett nach vorne zu richten“, meinte der 32-Jährige.
Mannschaftsrat diskutierte
Er traf sich am Montag noch virtuell mit dem Mannschaftsrat. Zusammen mit Tido Steffens, Holger Wulff und Matthias Goosmann tauschten sich die Routiniers vor der richtungsweisenden Partie gegen Wolfsburg aus. „Wir haben uns überlegt, wie wir im Abschlusstraining wieder für gute Stimmung sorgen können. Nach der Niederlage war die Laune natürlich im Keller. Aber jetzt müssen wir gegen Wolfsburg alles rausknallen, vor einer hoffentlich wieder geilen Kulisse“, glaubt Dassel, dass ähnlich wie gegen Hannover (1014) bei einem Flutlichtspiel wieder mit einer stattlichen Zuschauerzahl zu rechnen ist.
Vor dem letzten Wochenende schien sogar der erste Platz, der direkt zum Aufstieg in die Regionalliga führt, nicht völlig außer Reichweite zu sein. Bei nun drei Punkte Rückstand und dem schlechteren Torverhältnis dürfte es für Kickers in den beiden verbleibenden Partien gegen Wolfsburg und in Braunschweig vielmehr darum gehen, den zweiten Platz zu verteidigen. So sieht es auch Bastian Dassel.
Dassel will noch ein weiteres Heimspiel
„Dass wir Lohne noch einfangen, ist unrealistisch. Ich möchte auf jeden Fall noch ein weiteres Heimspiel in der Aufstiegsrunde haben. Lupo zählt mit zu den spielstärksten Teams, wir müssen wieder ganz ekelig spielen“, glaubt Dassel, dass die Mannschaft die richtigen Lehren aus der ersten Meisterrunden-Niederlage in dieser Spielzeit gezogen hat.
Ähnlich sieht es auch Trainer Stefan Emmerling. „Uns hat es bisher ausgezeichnet, sehr kompakt zu stehen. Wenn wir diese Tugend wieder an den Tag legen, sind wir nur sehr schwer zu schlagen.“ Möglicherweise sei seine Mannschaft mit einer Niederlage einfach mal dran gewesen. „Lohne hat es die Woche zuvor erwischt. Der Zeitpunkt für uns war halt sehr unglücklich“, so Emmerling. Aber er habe im Fußball schon genug erlebt, der Frust sei gewichen, mit voller Motivation und in Bestbesetzung werde es gegen Wolfsburg gehen.
14 Spieler fehlen bei Lupo Martini Wolfsburg
Davon ist Lupo Martini weit entfernt. Wie Coach Giampiero Buonocore erklärte, werden aufgrund des ungünstigen Termines gleich 14 Spieler aus der ersten Mannschaft fehlen. „Wir sind Amateure, einige haben leider nicht frei bekommen. Aber wir werden schon eine gute Mannschaft aufstellen“, verspricht Buonocore. So wird auch Andrea Rizzo, Doppeltorschütze aus dem Hinspiel und treffsicherster Stürmer, mit nach Emden kommen. Ansonsten wird der Kader mit Spielern aus der zweiten Reihe sowie A-Jugendlichen aufgefüllt.
„Auch wenn die Voraussetzungen nicht optimal sind, freue ich mich auf diese Partie. Ich war noch nie in Emden, das wird hoffentlich unter Flutlicht und mit vielen Fans eine interessante Partie“, so der Wolfsburger Trainer. Lupo Martini wird auch am letzten Spieltag eine große Rolle spielen, geht es mit Spelle-Venhaus zum Abschluss gegen den nächsten Kickers-Konkurrenten.
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