Fußball  Kickers Emden erhält Lizenz und einen Tag zur Frustbewältigung

| | 09.05.2022 16:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Von Arminia in die Knie gezwungen, muss sich Kickers (links Matthias Goosmann) schnell wieder aufrichten. Foto: Doden
Von Arminia in die Knie gezwungen, muss sich Kickers (links Matthias Goosmann) schnell wieder aufrichten. Foto: Doden
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Nach dem Frust über das 2:4 soll der Blick für Kickers ab Dienstag wieder nach vorne gehen: Richtung Mittwochsspiel. Die Viertliga-Lizenz wurde schon mal erteilt. Die Konkurrenz muss noch nachbessern.

Emden - Den sonnigen Montag nutzte Fußball-Oberligist BSV Kickers Emden zur Frustbewältigung. „Am freien Tag dürfen wir uns alle noch mal ärgern. Aber dann muss ab Dienstag-Früh der Blick nach vorne gehen“, sagte Trainer Stefan Emmerling einen Tag nach dem bitteren 2:4 gegen Arminia Hannover. Kurz vor dem nächsten wichtigen Heimspiel im Aufstiegsrennen gegen Lupo Martini Wolfsburg (Mittwoch, 19 Uhr) gab es aber positive Nachrichten abseits des Rasens: Nun wurde bekannt, dass der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) dem derzeitigen Tabellenzweiten Kickers die Regionalliga-Lizenz ohne Auflagen erteil hat. Diese ist Voraussetzung, um nach einem Aufstieg in der 4. Liga spielen zu dürfen.

Auch das Trainerteam war nach der verspielten 2:0-Führung gegen Hannover enttäuscht. Foto: Doden
Auch das Trainerteam war nach der verspielten 2:0-Führung gegen Hannover enttäuscht. Foto: Doden

Die Lizenz-Vergabe bestätigte August-Wilhelm Winsmann unserer Zeitung. Der Funktionär aus dem niedersächsischen Holzminden ist Vorsitzender der Kommission „Prävention & Sicherheit/Zulassung“ beim NFV. Diese prüft zum Beispiel Stadion- und Sicherheitsfragen der Regionalligisten, die entscheidend für die Vergabe sind. Da im Ostfrieslandstadion bereits Drittliga-Fußball gespielt wurde, galt die Lizenz im Vorfeld auch als sicher.

Konkurrenz erhält Lizenz-Auflagen

Tabellenführer BW Lohne und die Emder Verfolger SC Spelle-Venhaus (3.) und Heeslinger SC (4.) haben allesamt die Lizenz unter Auflagen erhalten. Diese müssten erst nach einem etwaigen Aufstieg erfüllt werden und betreffen Fragen der „Stadion-Sicherheit“. „Das sind Dinge, die vom Zeitfenster bis zum Saisonstart und auch vom finanziellen Aufwand für die Vereine leistbar sind. Das sind keine unüberwindbaren Hürden für die betroffenen Klubs, die an den Themen schon dran sind“, so NFV-Funktionär August-Wilhelm Winsmann.

Das betrifft auch die Aufstiegsrunden-Teilnehmer Bremer SV, Concordia Hamburg und SV Todesfelde, der sehr wahrscheinlich Vertreter der Oberliga Schleswig-Holstein sein wird. Drei Spiele vor Schluss beträgt der Vorsprung vor Eichede, das als einziger weiterer Vertreter aus der Staffel eine Lizenz beantragt hat, sieben Punkte. Die drei Klubs treten mit dem Vizemeister aus Niedersachsen vom 29. Mai bis 5. Juni zu einer einwöchigen Aufstiegsrunde an, an deren Ende noch zwei Teams in die Regionalliga aufsteigen.

Platz zwei nun verteidigen

Zwei Spieltage vor Schluss belegt Kickers Emden den Vizemeister-Platz. „Wir müssen nun in den zwei Spielen alles raushauen, um diesen zu verteidigen“, sagte Trainer Stefan Emmerling am Montag. „Lohne hat mit drei Punkten Vorsprung die besten Karten für die Meisterschaft, wir die Pole Position im Kampf um Platz zwei.“ Spelle und Heeslingen liegen zwei bzw. drei Punkte hinter den Emdern, die bei einem Sieg gegen Hannover auch noch gute Chancen auf den Titel gehabt hätten.

Die Emder hoffen am Mittwoch gegen Wolfsburg wieder auf Jubelszenen. Heimniederlagen sind für Emden nämlich eine Seltenheit. Foto: Doden
Die Emder hoffen am Mittwoch gegen Wolfsburg wieder auf Jubelszenen. Heimniederlagen sind für Emden nämlich eine Seltenheit. Foto: Doden

„Alle haben mit einem Sieg gerechnet, der auch möglich war. Letztlich war es unser erster großer Patzer in der Meisterrunde“, so Emmerling, der im Endspurt – Mittwoch gegen Wolfsburg, Sonntag in Braunschweig – Mittwoch wieder auf eine Kulisse wie am Sonntag hofft. Da kamen 1014 Zuschauer: „Auch sie durften enttäuscht sein, wir waren es auch: Nun müssen wir alle die Köpfe wieder hochbekommen.“

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