Fußball

Winter-WM in Katar: Public Viewing in Leer geplant

| | 27.04.2022 15:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
2016 war das Zelt beim Public Viewing in Leer rappelvoll. Ob solch ein Andrang auch bei der Winter-WM herrschen würde, ist die Frage. Fotos: Wolters
2016 war das Zelt beim Public Viewing in Leer rappelvoll. Ob solch ein Andrang auch bei der Winter-WM herrschen würde, ist die Frage. Fotos: Wolters
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Die WM in Katar geht vom 21. November bis zum 18. Dezember. Auf dem Denkmalsplatz wird die Leinwand nicht aufgebaut. Und es gibt auch keinen Glühwein. Organisator Ekko Gosch erklärt, warum.

Leer - Alles freut sich auf den Sommer, der Leeraner Ekko Gosch denkt aber an den Winter. Denn vom 21. November bis zum 18. Dezember rollt der Ball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Und Gosch, der bei Fußball-Großereignissen mit seiner Firma „Worldpeople“ immer gerne für Unterhaltung in der Leeraner Innenstadt sorgt, möchte auch bei der nicht unumstrittenen „Glühwein-WM“ im Winter die Stimmung in der City zum Kochen bringen. „Wir planen wieder ein Public Viewing in Leer“, kündigt er an.

Auch Leeraner SPD-Politiker wie Hauke Sattler (von links), Beate Stammwitz oder Landrat Matthias Groote kamen 2016 ins Zelt.
Auch Leeraner SPD-Politiker wie Hauke Sattler (von links), Beate Stammwitz oder Landrat Matthias Groote kamen 2016 ins Zelt.

Dem Glühwein-Charakter erteilt Gosch aber sogleich eine Absage. „Wir bauen dann ein Zelt auf und das heizen wir auf 20 Grad auf“, erklärt er. „Bei Kälte kommt keine Stimmung auf. Und bei 20 Grad will keiner Glühwein.“ Den Standort hat der Organisator schon auserkoren. „Wir wollen nicht den Schaustellern beim Weihnachtsmarkt dazwischenfunken“, sagt er. „Das Zelt würde auf der Großen Bleiche aufgebaut.“

Erstmal Gespräch mit der Stadt

Gosch spricht bei den Plänen im Konjunktiv. Er persönlich hätte „große Lust“ auf ein erneutes Public Viewing. Doch perfekt ist die Zeltparty mit Fußballfans noch lange nicht. Dazu gibt es zu viele Fragezeichen. „Ich werde mich in Kürze erstmal mit der Stadt zusammensetzen und klären, ob die Veranstaltung grundsätzlich genehmigungsfähig ist.“ Und neben diesen bürokratischen Hürden gibt es ja auch noch das Corona-Virus und seine regelmäßigen Mutationen. „Eine endgültige Entscheidung können wir sowieso erst ein paar Wochen vor der WM treffen.“

Ekko Gosch hofft, seine Pläne umsetzen zu können.
Ekko Gosch hofft, seine Pläne umsetzen zu können.

Dann wäre die Infektionslage einigermaßen absehbar. Denn das Zelt würde nur bei ungetrübtem Fußballspaß aufgebaut. „Public Viewing mit Maske – das funktioniert nicht“, sagt Gosch. Aber mehr als zwei oder drei Wochen Vorlaufzeit würde sein Team nicht benötigen. „Wir machen das ja nicht zum ersten Mal. Das schießen wir mittlerweile innerhalb von 14 Tagen aus der Hüfte.“

Pläne in der Schublade

Die Pläne hat Gosch in der Schublade. Denn seit 2012 organisiert er den Leinwandfußball in der Innenstadt. Der Höhepunkt war zweifellos 2014, als Tausende auf dem Denkmalsplatz den deutschen WM-Triumph in Brasilien feierten. Und auch ins Zelt mussten Gosch und die Fans schon einmal ausweichen – bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. „Es wäre alles wie damals“, sagt er. Nur Heizkörper kämen hinzu. Selbst die Größe des Zeltes steht fest. Auf 1500 Quadratmetern sollen mehr als 3000 Fußballfans bei den deutschen Spielen gucken und hoffentlich auch jubeln. „Wir haben es auch schon bei anderen Spielen ausprobiert und festgestellt, dass die Fans nur Deutschland sehen wollen. Selbst Brasilien gegen Italien lohnt sich für uns nicht.“

Logistisch hat Ekko Gosch also alles im Griff. „Die Firmen, die uns sonst immer unterstützen, würden wieder mitziehen.“ Er verweist sogar auf eine neue Video-Leinwand, die sich die Dörpener Partner-Firma „Empire Entertainment“ angeschafft habe.

Nun hofft er zunächst einmal auf das Jawort der Stadt und dann auf den Rückzug der Pandemie. „Wenn alles gut läuft, drücken wir drei Wochen vor der WM den grünen Knopf.“ Und wenn die Kicker dann bei der Hitze in Katar schwitzen, sollen sich die Fans ab Ende November bei angenehmen 20 Grad im Leeraner Zelt in den Armen liegen. „Unsere Lust ist vorhanden. Hoffentlich klappt es“, sagt Ekko Gosch.

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