Fußball

Auch das Bier ist schuld: TV Bunde verzichtet auf Ossi-Cup

| | 19.04.2022 18:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Weil der TV Bunde dieses Jahr nicht teilnehmen möchte, sperrt der Veranstalter den Bezirksligisten automatisch auch für den Kampf um den Siegerpokal 2023. Archivfoto: Doden
Weil der TV Bunde dieses Jahr nicht teilnehmen möchte, sperrt der Veranstalter den Bezirksligisten automatisch auch für den Kampf um den Siegerpokal 2023. Archivfoto: Doden
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Bezirksligist TV Bunde wird diesen Sommer nicht beim Ostfriesland-Cup starten. Offizieller Grund ist die Sportwoche zum 75. Geburtstag. Doch dahinter steckt Frust über die Erfahrungen aus dem Vorjahr.

Bunde - Formell hat der TV Bunde seine Teilnahme am Preisgeldturnier um den Ostfriesland-Cup wegen der Sportwoche zum 75. Geburtstag der Fußball-Abteilung vom 1. bis 10. Juli abgesagt. Doch hinter dem freiwilligen Verzicht des Bezirksligisten, der sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für den Ossi-Cup qualifiziert hätte, steckt auch Bunder Unmut über Vorgaben und Umstände für die austragenden Vereine.

Ewald Adden (links) und Manfred Bloem sind die Macher des Ostfriesland-Cups. Archivfoto: Doden
Ewald Adden (links) und Manfred Bloem sind die Macher des Ostfriesland-Cups. Archivfoto: Doden

„Uns hat es im letzten Jahr nicht gefallen, wie das alles abgelaufen ist. Wir haben deshalb schon damals intern gesagt, dass wir 2022 nicht starten werden, wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert“, sagt Bundes Fußball-Abteilungsleiter Gerold van Hoorn auf Nachfrage. Zuvor hatte Ostfriesland-Cup-Organisator Manfred Bloem mit einer Mitteilung informiert, dass Bunde auf eine Teilnahme verzichten würde. Er bedauere dies und schrieb: „Die Sportwoche selbst hätten wir umgehen können, weil wir die Achtelfinalspiele in diesem Jahr ja splitten (1.7. bis 4.7. und 14.7. bis 17.7.) und ein Spiel des TV Bunde hätten verlegen können. Durch diese Absage des TV Bunde ist die Mannschaft auch im nächsten Jahr automatisch nicht dabei, denn so sieht es unser Konzept vor.“

Teureres Bier ein Ärgernis

Laut van Hoorn störten die Bunder beim letztjährigen Achtelfinal-Heimspiel gegen den TuS Esens besonders drei Aspekte. Zum einen die Vorgabe, eine bestimmte Biermarke eines Ossi-Cups-Sponsors ausschenken zu müssen. Wie sich nach der Rechnung des Bunder Getränkelieferanten herausstellte, sei diese Sorte teurer gewesen als das übliche Bunder Bier. Verwundert zeigten sich die Bunder, dass ein Fischbrötchenverkauf vom SV Frisia Loga – dies war bei allen Spielen der Fall – zugunsten der Loga-Jugendabteilung auf dem Bunder Sportplatz stattfand. „Dann hätten wir auch etwas für unsere Jugend verkaufen können“, meint van Hoorn.

Der TV Bunde (rote Trikots) traf im Achtelfinale des Ostfriesland-Cups vergangenen Sommer auf den TuS Esens, schied letztlich im Elfmeterschießen aus. Foto: Lohmann
Der TV Bunde (rote Trikots) traf im Achtelfinale des Ostfriesland-Cups vergangenen Sommer auf den TuS Esens, schied letztlich im Elfmeterschießen aus. Foto: Lohmann

Außerdem sei die Beschallung durch die Musik-Anlage des Organisationsteams viel zu laut gewesen. „Die Bestellungen an den Verkaufsständen sind kaum verstanden worden. Obwohl wir darauf hinwiesen, änderte sich an der Lautstärke nichts.“ Auch weil die Regeln sich nicht geändert hätten, entschloss sich der Klub zur Absage.

Noch fünf Teilnehmer offen

Beim Ostfriesland-Cup können die Vereine diverse Prämien gewinnen. Die Zuschauereinnahmen werden zudem gedrittelt: Die Organisatoren erhalten 50 Prozent, der Gastgeber eines Spiels 30 Prozent und der Gast 20 Prozent. Zudem bekommt der Gastgeber die Einnahmen der Verpflegungsstände, stellt aber auch das Personal.

Durch die Absage stehen nun die Vertreter aus der Bezirksliga fest, denn sieben von acht Teams der Aufstiegsrunde der Bezirksliga dürfen starten. Hinzu kommen Kickers Emden, Germania Leer, GW Firrel, TuRa 07 Westrhauderfehn und die ersten Fünf der Ostfrieslandliga.

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