Fußball

Bezirksliga: Ein echtes Endspiel um die Aufstiegsrunde

| | 24.03.2022 18:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Aufstiegsrunde im Blick: Während der TuS Pewsum (rechts Eyüpsultan Eyüpoglu) sie gefühlt zu 99,99 Prozent schon erreicht hat, wartet auf die Sportfreunde Larrelt (links Carlos Santos da Luz) ein Endspiel gegen Wiesmoor. Foto: Doden
Die Aufstiegsrunde im Blick: Während der TuS Pewsum (rechts Eyüpsultan Eyüpoglu) sie gefühlt zu 99,99 Prozent schon erreicht hat, wartet auf die Sportfreunde Larrelt (links Carlos Santos da Luz) ein Endspiel gegen Wiesmoor. Foto: Doden
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In der Bezirksliga steht Sonntag der letzte Spieltag an. Dabei kommt es zwischen Larrelt und Wiesmoor zu einem Endspiel um einen Aufstiegsrundenplatz. Auch diese Partie steht im Zeichen von Corona.

Larrelt - Aus einem Vierkampf um zwei freie Plätze in der Bezirksliga-Aufstiegsrunde ist vor dem letzten Spieltag der Staffel B ein Zweikampf um einen freien Platz geworden. Dramatisch wird es dennoch: Denn die beiden betroffenen Teams, Sportfreunde Larrelt und Germania Wiesmoor, treten im direkten Duell am Sonntag um 14 Uhr aufeinander an. Gewinnen die Sportfreunde, rücken sie mit Bunde (1.), Holtland (2.) und Pewsum (3.) in die Aufstiegsrunde. Bei einem Remis oder einem Wiesmoorer Sieg dürfen die Germanen jubeln.

Ex-Profi und Wiesmoor-Trainer Frank Löning freut sich auf die Larrelt-Partie. Foto: Ortgies
Ex-Profi und Wiesmoor-Trainer Frank Löning freut sich auf die Larrelt-Partie. Foto: Ortgies

„Wir hatten vor unseren drei Nachholspielen im März gesagt, dass wir gegen Wiesmoor ein Endspiel haben wollen. Das bekommen wir nun, darauf freuen wir uns“, sagt Larrelts Trainer Marten Sandmann. Dies stand auch schon vor dem Mittwochs-Spiel der Wiesmoorer fest, die Holtland 1:0 besiegten (siehe Artikel unten). Allerdings raubte der Germania-Sieg BW Borssum (6.) die letzte kleine Hoffnung, noch Platz vier zu erreichen. Man hätte dann allerdings auch auf ein Larrelter Remis gegen Wiesmoor und einen eigenen Sieg gegen Bunde hoffen müssen. „Im Grunde hatte sich die Sache für uns leider mit dem 0:0 in Loga am Sonntag schon erledigt“, sagt BW-Trainer René Dörfel. Mit dem erhofften Sieg beim Schlusslicht hätte Borssum aus eigener Kraft noch die Aufstiegsrunde erreichen können. Nun können die Emder den TuS Pewsum nur noch in der Theorie einholen, bei drei Punkten und 18 Toren Rückstand.

Pewsumer Scheitern nicht vorstellbar

Die Pewsumer wiederum nehmen Glückwünsche zur Aufstiegsrunden-Qualifikation noch nicht entgegen, wenngleich auch sie im Grunde durch sind. „Wir rechnen nicht, wir wollen einfach das Spiel gegen Uplengen gewinnen“, sagt der Sportliche Leiter Thorsten Ulferts. Nach dem 3:3 am vergangenen Sonntag soll nun im direkten Rückspiel ein Sieg gegen den Vorletzten gelingen. Bei einer Niederlage würden sie aber nur aus der Aufstiegsrunde „fliegen“, wenn sie zum Beispiel mit sechs Toren Unterschied verlieren und Germania mit einem Tor Differenz. Diese Rechnerei dürfte eher in die Welt der Fabeln passen.

Pewsum steht im Grunde schon in der Aufstiegsrunde. Foto: Doden
Pewsum steht im Grunde schon in der Aufstiegsrunde. Foto: Doden

Somit ist es ein Zweikampf um einen freien Platz – in einem direkten Duell. „Ein echtes Endspiel, das wir natürlich für uns entscheiden wollen“, sagt Germania-Trainer Frank Löning. Er wird aufgrund von Verletzungen und Corona-Infektionen mit einem kleinen Kader nach Larrelt reisen. „Das interessiert mich nicht, wir jammern nicht. Die, die da sind, wollen und sollen es richten.“ Da ist er mit seinem Gegenüber Marten Sandmann auf einer Linie. Die Larrelter hatten im Hinspiel vor zwei Wochen einige Corona-Ausfälle und siegten dennoch 3:0. „Die Jungs von damals sind genesen, nun hat es andere getroffen. Aber das ist momentan die Situation für alle Teams.“

Rechenspiele stehen an

Auch die bereits qualifizierten Teams schauen mit Interesse auf den Ausgang. Schließlich nimmt man nur jene Punkte mit in die am 10. April startende Aufstiegsrunde, die man gegen die direkten Konkurrenten gesammelt hat. Staffelmeister TV Bunde zum Beispiel drückt Wiesmoor die Daumen, hätte dann elf Zähler. Da Bunde gegen Larrelt einmal verlor, wären es bei einem Sportfreunde-Sieg nur noch acht.

Die Middelser (links) können aus eigener Kraft noch die Aufstiegsrunde erreichen. Foto: Ortgies
Die Middelser (links) können aus eigener Kraft noch die Aufstiegsrunde erreichen. Foto: Ortgies

Auch in der Staffel A steht eine Entscheidung aus: Schafft es der TuS Middels (5.) noch, den Vierten SV Wallinghausen abzufangen? Während der SV bereits alle Partien absolviert hat, stehen für Middels nach dem 7:0 gegen den TuS Weene am Sonntag noch zwei an. Vier Punkte und drei Tore gilt es aufzuholen. Verliert der TuS Sonntag gegen Norden, hat es sich erledigt. Bei allen anderen Resultaten hängt es dann vom letzten Spiel am 2. April beim TuS Strudden ab. Und würde der kuriose, aber nicht auszuschließende Fall eintreten, dass Wallinghausen (19 Punkte, 27:20) und Middels (15, 24:19) punkt- und torgleich wären, entscheidet laut Staffelleiter Frank Schulte der direkte Vergleich. Den hat Wallinghausen mit zwei Siegen (2:0, 4:0) für sich entschieden.

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