Fußball

1:1 im Derby: Firrels Mini-Hoffnung war früh gestorben

| | 20.03.2022 20:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Heiß umkämpft war das Derby zwischen Germania Leer (links Max Schrock-Opitz) und Gastgeber Grün-Weiß Firrel (rechts Lasse Härtel). Beide Teams starten ab kommender Woche in der Abstiegsrunde, treffen aber nicht mehr aufeinander. Fotos: Doden
Heiß umkämpft war das Derby zwischen Germania Leer (links Max Schrock-Opitz) und Gastgeber Grün-Weiß Firrel (rechts Lasse Härtel). Beide Teams starten ab kommender Woche in der Abstiegsrunde, treffen aber nicht mehr aufeinander. Fotos: Doden
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Grün-Weiß Firrel geht wie zu erwarten mit Germania Leer in die Landesliga-Abstiegsrunde. Das 1:1 im Derby bot zwei ungewöhnliche Treffer, einen Platzverweis und unterschiedliche Trainer-Launen.

Firrel - Die Hoffnungen waren gering – und sie waren auch schnell gestorben. Weil Wildeshausen früh auf Siegeskurs gegen Sparta Werlte war (3:1), hätte Grün-Weiß Firrel selbst ein Sieg gegen Germania Leer nicht gereicht, um noch die Aufstiegsrunde der Fußball-Landesliga zu erreichen. Am Ende des letzten Spieltages der Qualifikationsrunde hatte aber auch Frisia Wilhelmshaven nicht wie gewünscht verloren (0:0). Das 1:1 gegen Germania Leer brachte dafür einen zusätzlichen Punkt für die Abstiegsrunde, in der mit TuRa 07 Westrhauderfehn (siehe Bericht oben) auch der dritte ostfriesische Klub startet. Dort geht es bereits am kommenden Wochenende los. Bis zum 12. Juni stehen dann zwölf Spiele (Hin- und Rückspiele) gegen die Teams ab Platz fünf der Staffel II an.

Weil Germania Leer (links) keine Ausweichtrikots dabei hatte und das geplante Gelb nicht akzeptiert wurde, musste der VfL mit seinen blauen Aufwärmshirts spielen.
Weil Germania Leer (links) keine Ausweichtrikots dabei hatte und das geplante Gelb nicht akzeptiert wurde, musste der VfL mit seinen blauen Aufwärmshirts spielen.

Firrels Trainer Bernd Grotlüschen ärgerte sich nach der Partie über einen „Schlafmoment“ seiner Mannschaft in der Defensive beim Gegentor und fehlender Kaltschnäuzigkeit vor dem Germania-Tor. „Da war mehr für uns drin“, meinte er mit Blick auf eine 20-minütige Überzahl nach Gelb-Rot gegen den Germanen Lukas Berghaus (70.) und eine Großchance in der Schlussphase. Da lief Manuel Suda bei einem der wenigen Höhepunkte der zweiten Halbzeit alleine auf das Leeraner Tor zu. Doch Germania-Keeper Joachim Groenewold verkürzte geschickt den Winkel, parierte den Schuss und hielt für sein Team so den Punkt fest.

400 Zuschauer sahen die Partie

„Spielerisch war das heute nicht so viel“, gestand Germania-Trainer Michael Zuidema. „Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden. Wir haben in den beiden Spielen nach der Winterpause nun vier Punkte für die Abstiegsrunde gesammelt, das ist gut.“

Die Partie vor 400 Zuschauern begann mit Verspätung. Neben einer Gedenkminute für den DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun wurde auch zweier verstorbener verdienter Firreler gedacht: Tamme Meyer (Gründungsmitglied) und Dieter Hinrichs (langjähriger Betreuer).

Firreler Defensive im Tiefschlaf

Ramon Issa brachte die Gäste dann nach zwölf Minuten in Führung, nachdem er schon in den ersten zwei Minuten zwei Möglichkeiten besessen hatte. Eike Begemann brachte einen Germania-Freistoß aus rund 40 Metern zur Überraschung vieler flach in den Strafraum. Ramon Issa bekam im Gewühl den Ball, umkurvte Torwart Rene Carstens und schob zum 0:1 ein. „Da haben wir gründlich gepennt“, ärgerte sich Grotlüschen. Ramon Issa dagegen freute sich nach dem Abpfiff über sein Tor: „Ich wollte unbedingt im Derby treffen.“

In einem in der ersten Halbzeit intensiv geführten Spiel scheiterte Firrels Suda dann aus spitzem Winkel (16.) und Mitspieler Lasse Härtel bekam den Ball nicht unter Kontrolle (23.). Die größte Möglichkeit zum 1:1 verpasste dann Suda, als er freigespielt wurde und aus 16 Metern etwas überhastet abschloss (35.).

Gelb-Rot für Berghaus

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst wenig. Dann parierte Groenewold einen Suda-Freistoß und wenige Minuten später sah Leers Lukas Berghaus nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (70.). Als dann kurz darauf Eike Thaden per kurioser Kopfball-Bogenlampe aus dem Gewühl heraus das 1:1 gelang, bekam der Gastgeber nochmal Oberwasser. Doch zu mehr als zur Suda-Großchance, die Germanias Keeper entschärfte, reichte es nicht mehr. „Wir haben dann gut verteidigt. Ich kann mit dem Punkt leben“, freute sich Leers Trainer-Rückkehrer Michael Zuidema, dessen Team sieben seiner 14 Zähler mit in die Abstiegsrunde nehmen wird.

Grün-Weiß Firrel hat mit elf Punkten (von 19) vor den letzten zwölf Spielen ein etwas besseres Fundament auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt.

Firrel: Carstens; Schouwer, Steinheuser, Karius (78. Bruns). Suda, Otto (31. Ocken), Thaden, Härtel, Lücht, Koch, Re. Grotlüschen.

Leer: Groenewold; Begemann, Berghaus, Dreshaj (85. Kurt), Koppelkamm (46. Schneider), Marks (58. Schrock-Opitz), Koets, Issa, Busemann, Beening (78. Werner), Poppinga.

Tore: 0:1 Issa (12.), 1:1 Thaden (72.).

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