Handball

OHV besiegt in Ostwestfalen auch einen Weltmeister

| | 20.02.2022 13:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kreisläufer Nikita Pliuto traf sechsmal. Archivfoto: Doden
Kreisläufer Nikita Pliuto traf sechsmal. Archivfoto: Doden
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ier OHV hat durch einen 31:25-Sieg bei Team Handball-Lippe II den Klassenerhalt fast sicher. Ein Punkt fehlt noch aus drei Partien. In Ostwestfalen saß beim Gegner ein Weltmeister auf der Bank.

Augustdorf - Mit einer großartigen Teamleistung haben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich ihren kleinen Negativlauf mit 1:5 Punkten beendet und ein weiteres Jahr 3. Liga fast schon gesichert. Nach dem 31:25-Sieg beim Team Handball-Lippe II in der Wineo-Arena in Augustdorf in Ostwestfalen benötigen die Ostfriesen aus den verbleibenden drei Partien der Qualifikationsrunde nur noch maximal einen Punkt, um Platz sieben und die Abstiegsrunde zu vermeiden. „Wir haben nach dem Spiel alle gesagt, dass es der wichtigste Sieg der Saison war. Entsprechend gelöst war die Stimmung auf der Rückfahrt“, sagte Teammanager Ewald Meyer. Einzig GWD Minden II kann die Ostfriesen noch aus den Top sechs verdrängen. Dazu müsste GWD alle drei Partien gewinnen – und Aurich alle verlieren. Da GWD sein viertletztes Spiel am Sonntagabend in Habenhausen gewann, fiel der vorzeitige Klassenerhalt auf dem Sofa aus.

Sprach von einer überragenden Teamleistung: Teammanager Ewald Meyer. Foto: Ortgies
Sprach von einer überragenden Teamleistung: Teammanager Ewald Meyer. Foto: Ortgies

Den riesen Schritt zum Klassenerhalt erlebte auch ein Weltmeister mit. Weil beim Gastgeber Trainer Matthias Struck wegen einer Corona-Infektion ausfiel, saß Florian Kehrmann bei der Bundesliga-Reserve vom TBV Lemgo mit auf der Bank. Der Welt- (2007) und Europameister (2004) huschte nach dem Profitraining in die Halle und unterstützte dort Ersatztrainer Dominik Schmidt. Die Anfangsphase gefiel dem 223-fachen Nationalspieler. „Wir hatten in der Abwehr in weiten Teilen der ersten Halbzeit große Probleme“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer. So hatte der Gastgeber – 6:4 in Führung liegend – nach 13 Minuten schon vier Siebenmeter erhalten, der OHV zudem drei Zeitstrafen. Zu allem Überfluss fiel Kapitän Jonas Schweigart mit Rückenproblemen schon ganz früh aus.

Wende nach Abwehrumstellung

Zum Ende der ersten Halbzeit stellte Aurich von der 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr um. Wilke de Buhr sollte die Kreise des überragenden Niko Blaauw einschränken, der auch seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene setzte. Das sollte sich vor allem nach dem Wechsel voll auszahlen. Nach dem 15:12-Anschluss von Petar Puljic in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit sorgten die Pliuto-Zwillinge mit drei Toren binnen 105 Sekunden direkt nach der Pause für das 15:15 – zusammen erzielten sie zehn Treffer.

Wilke de Buhr schränkte die Kreise von Niko Blaauw ein. Foto: Ortgies
Wilke de Buhr schränkte die Kreise von Niko Blaauw ein. Foto: Ortgies

Der OHV dominierte mit einer starke Abwehr um den guten Torwart Edgars Kuksa und „überragenden Teamleistung“ (Meyer) die zweite Halbzeit, gewann diese mit neun Toren Vorsprung und das Spiel am Ende mit 31:25.

Spieldaten

OHV: Lüpke, Kuksa; de Buhr (3), Hertlein (1), Günsel, Fuhrmann (1), Vorontsov (4), M. Pliuto (4), N. Pliuto (6), Wark (3), Schweigart (1), Puljic (8/davon 2 Siebenmeter).

Zeitstrafen: Lippe: 0; OHV: 4.

Siebenmeter: Lippe 5/5 verwandelt; OHV 4/2.

Torfolge: 2:0 (4.), 5:3 (12.), 10:7 (18.), 12:8 (21.), 15:12 (30.), 16:17 (36.), 19:19 (39.), 19:23 (49.), 23:24 (52.), 23:27 (53.), 24:30 (59.).

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