Fußball

Kickers freut sich auf erstes Heimspiel seit dem 2. Oktober

| | 12.11.2021 16:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sechs Spiele, 16 Punkte: Kickers Emden ist eine Heimmacht. Beim letzten Spiel im Ostfrieslandstadion feierten Darlin van der Werff (auf dem Zaun) und Co. einen 5:2-Sieg gegen den VfL Oldenburg. Foto: Doden
Sechs Spiele, 16 Punkte: Kickers Emden ist eine Heimmacht. Beim letzten Spiel im Ostfrieslandstadion feierten Darlin van der Werff (auf dem Zaun) und Co. einen 5:2-Sieg gegen den VfL Oldenburg. Foto: Doden
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Sonnabend trifft Kickers Emden auf Eintracht Celle. Es ist das erste Heimspiel seit langer Zeit. Vermutlich kommt die Partie nicht in die Wertung. Doch es ist viel mehr als ein „Freundschaftsspiel“.

Emden - Endlich wieder ein Heimspiel: Zum ersten Mal seit dem 2. Oktober möchten die Oberliga-Fußballer des BSV Kickers Emden am Sonnabend wieder im Ostfriesland-Stadion antreten. „Wir wollen unbedingt spielen und haben uns extra noch zwei Handrasenmäher besorgt, um den Platz abschließend nicht mit schwerem Gerät bearbeiten zu müssen“, sagt Trainer Stefan Emmerling vor dem 14-Uhr-Duell mit Eintracht Celle.

Fordert volle Konzentration und einen Heimsieg: Trainer Stefan Emmerling. Foto: Doden
Fordert volle Konzentration und einen Heimsieg: Trainer Stefan Emmerling. Foto: Doden

Im Zeitungsartikel der „Celleschen Zeitung“ ist von „einem Pflicht-Freundschaftsspiel in Ostfriesland“ die Rede. Auch wenn die Punkte dieser Begegnung am Ende sehr wahrscheinlich aus der Wertung fallen, kann der Kickers-Trainer mit diesen Umschreibungen wenig anfangen. „Auch vor den Partien in Rotenburg und Hagen/Uthlede wurde davon gesprochen – auf dem Feld ging es dann aber gut zur Sache und wir hatten sogar zwei Verletzte. Ich gehe also von einem normalen, intensiven und engen Pflichtspiel aus.“

Heimbilanz ist herausragend

Die Emder wollen auch aus vielerlei Gründen gegen den Vorletzten, der die Aufstiegsrunde nicht mehr erreichen kann, Vollgas geben. Erstens ist der Platz unter den Top 5 (Aufstiegsrunde) rechnerisch noch nicht sicher, auch wenn die Lage komfortabel ist. Zweitens soll die starke Heimserie (6 Spiele, 16 Punkte) ausgebaut werden. „Und außerdem wollen wir nach den beiden Auswärtsniederlagen in den Spitzenspielen unbedingt ein Erfolgserlebnis.“

In den Heimspielen jubelte meist Kickers Emden. Foto: Doden
In den Heimspielen jubelte meist Kickers Emden. Foto: Doden

Auch wenn die knappen Niederlagen in Lohne (0:1) und Spelle (1:2) Stimmungsdämpfer waren, hat der Zweite Emden noch immer eine gute Ausgangsposition, zumal in den verbleibenden fünf Spielen noch drei Partien gegen direkte Konkurrenten anstehen: Daheim gegen Heeslingen (17. November) und Bersenbrück (27. November) und zum Abschluss auswärts in Oldenburg (5. Dezember). An diesem Wochenende kommt es dabei mit Spelle-Venhaus (4.) gegen Heeslingen (3.) und Oldenburg (5.) gegen Bersenbrück (6.) auch zu wichtigen Duellen um die Aufstiegsrunde. „Ich habe aber noch nicht angefangen, mir das alles auszurechnen, wer wie viele Punkte hat. Es sind schließlich noch fünf Spiele. Und darauf sollten wir uns einfach konzentrieren.“

Celle: Vorletzter, aber zweitbeste Offensive

Die Aufmerksamkeit gilt somit nach einer Trainingswoche auf dem Kunstrasen von Rot-Weiß dem Gast aus Celle, der nach einem guten Saisonstart in den vergangenen zwei Monaten ordentlich Federn ließ. Sieben der vergangenen acht Partien gingen verloren. Den einzigen Sieg gab es kürzlich aber beim 5:3 gegen Bersenbrück, der die Celler Stärken und Schwächen verdeutlicht. „Sie spielen gerne und gut nach vorne, haben hinten aber ihre Schwierigkeiten.“

Tipp

Emden - Celle 4:1. Kickers ist auf eigenem Platz eine Macht und will sich mit einem Erfolgserlebnis für den Endspurt einstimmen. Gegen die schwächste Defensive der Liga sollten disziplinierte Emder deshalb auch klare Vorteile besitzen.

32 geschossene Treffer: nur Lohne hat mehr. Und mit Jean-Luca van Eupen (9 Tore) stellt Celle den besten Torschützen der Liga. Mitspieler Yusuf Akdas steht dort mit sieben Toren auch auf Platz vier. Auf der anderen Seite sind die 44 Gegentreffer auch ein Ligahöchstwert.

3G-Regel im Ostfriesland-Stadion

Dort wird der BSV Kickers, der in den Heimspielen bisher immer überzeugte, auch den Hebel ansetzen. Dabei sind die Einsätze der zuletzt verletzten Milad Faqiryar und Marvin Eilerts eher unwahrscheinlich. Etwas größer sind die Chancen bei den zuletzt fehlenden Dany Hatou und Azad Karamac auf einen Platz auf der Auswechselbank. Auf der wird auch erstmals U19-Spieler Dirk Frerichs Platz nehmen. „Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen.“

Der BSV Kickers teilte mit, dass im Ostfriesland-Stadion die 3G-Regel gilt. Es werden nur vollständig geimpfte, genesene und negativ getestete Besucher eingelassen. Es gibt keine Testmöglichkeit im Stadion. Auf der Sitzplatztribüne gilt weiterhin die 2G-Regel. Zutritt erhalten dort nur geimpfte und genesene Besucher. Ausgenommen von den Regelungen sind alle Personen unter 18 Jahren.

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