Handball

OHV siegt 34:30: Nach Grippe-Frust wieder Handball-Lust

| | 24.10.2021 21:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Evgeny Vorontsov (links) und Petar Puljic herzen sich nach dem verdienten Heimsieg, an dem die beiden Sommerneuzugänge auch großen Anteil hatten. Foto: Doden
Evgeny Vorontsov (links) und Petar Puljic herzen sich nach dem verdienten Heimsieg, an dem die beiden Sommerneuzugänge auch großen Anteil hatten. Foto: Doden
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620 Zuschauer erlebten den sechsten Saisonsieg des OHV Aurich. Beim 34:30 gegen Team Handball Lippe II waren es vor allem Routiniers, die in einer kritischen Phase kühlen Kopf behielten.

Aurich - Vor der Auricher Sparkassen-Arena steppte am Sonntagnachmittag der Bär. Herrliches Wetter, einige Fahrgeschäfte und Verzehrstände lockten zahlreiche Menschen auf den Herbstmarkt auf der großen Parkplatzfläche. Da wollten die Auricher Handballer in der Arena beim Unterhaltungswert für die 620 Zuschauer in Nichts nachstehen. Sie zeigten nach zwei Niederlagen eine gute Leistung und feierten mit dem 34:30 gegen Team Handball Lippe II den sechsten Sieg im achten Drittliga-Spiel.

Die 620 Zuschauer zeigten sich als dankbares Publikum. Sie gingen auf der Tribüne mit und sorgten für einen echten Heimvorteil. Foto: Doden
Die 620 Zuschauer zeigten sich als dankbares Publikum. Sie gingen auf der Tribüne mit und sorgten für einen echten Heimvorteil. Foto: Doden

Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Arek Blacha. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ Nachdem ein Grippe-Virus das Team in den vorangegangenen beiden Auswärtsspielen stark geschwächt hatte, zeigte sich das Team wieder kraftvoller, wenn auch nicht alle Spieler wieder topfit sind. „Nach den letzten Spielen war es scheißegal, wie wir heute gewinnen“, erklärte ein glücklicher Routinier Kevin Wendlandt. Beim OHV herrschte nach dem Grippe-Frust wieder Handball-Lust.

Erste Zeitstrafe nach 38 Sekunden

Der Rückraumrecke war ein wichtiger Faktor im OHV-Spiel und in einer kritischen Phase in der zweiten Halbzeit besonders zur Stelle, als die permanent in Rückstand liegenden Ostwestfalen drauf und dran waren, den Ausgleich zu erzielen. Er traf wichtig aus dem Rückraum und bereitete auch einige Treffer vor, so dass sich der OHV am Ende doch wieder von 28:27 (51.) auf 32:28 (56.) absetzen konnte. „Der Gegner hat nie nachgelassen. Keine Minute im Spiel war der Sieg sicher“, meinte Blacha, wenngleich mit dem 34:29 von Evgeny Vorontsov (59.) die Partie endgültig entschieden war.

Der Nachmittag in der Arena begann für den OHV aber nicht nach Wunsch. Einem Pfostenwurf von Jonas Wark folgte nach 38 gespielten Sekunden die erste Zeitstrafe für Jannes Hertlein, der bereits nach acht Minuten die zweite – diesmal unberechtigt – absitzen musste. Doch auch gegen diese Widerstände wehrte sich der OHV, bei dem Petar Puljic in der ersten Halbzeit aus dem Rückraum oder im eins gegen eins fast alles traf. Mit dem fünften Tor der Nummer 55 hieß es 12:10 (21.), nach dem siebten 16:12 (28.). Das Sahnestück der ersten Halbzeit zeigte der OHV mit dem allerletzten Angriff und einer vorherigen Auszeit. Wark traf nach herrlichem Anspiel von Vorontsov per Kempatrick zum 17:14-Pausenstand.

Auch der Torwart trifft

Nach der Pause führte der OHV zwischenzeitlich mit fünf Treffern. Auch wegen eines gut aufgelegten Edgars Kuksa. „Das Torhüterduell ging klar an Aurich“ sagte Gäste-Trainer Matthias Struck, der sogar einen Kuksa-Treffer zum 21:16 (35.) ins verwaiste Tor erlebte. Als aber der Gast von 23:19 (38.) auf 23:22 (44.) verkürzte, begannen nochmal kritische Minuten.

Kevin Wendlandt traf in einer kritischen Phase viele richtige Entscheidungen. Foto: Doden
Kevin Wendlandt traf in einer kritischen Phase viele richtige Entscheidungen. Foto: Doden

Doch in dieser Phase war auch auf die Routiniers Verlass. Puljic (10 Tore), Vorontsov (6) und Wendlandt (5) erwiesen sich als treffsicher, so dass am Ende der OHV-Sieg auf der Anzeigetafel stand. „Das war ein Arbeitssieg“ befand Vorontsov, der vor der Saison aus Wilhelmshaven nach Aurich gewechselt war. „Ich habe mich hier super eingefunden, es macht viel Spaß, auch in dieser Arena.“

Das nächste Heimspiel wird für den Rechtsaußen noch besonderer als für den Rest des Teams. Am 13. November gastiert Wilhelmshaven zum Derby in Aurich. Zwölf Jahre trug der 35-Jährige das WHV-Trikot. „Es wird speziell“, meinte der Mann, der noch immer in der Jadestadt lebt. Doch vorher geht sein Blick mit den Teamkollegen noch nach Bielefeld. Gewinnt der OHV dort, ist das Wiedersehen mit den alten Freunden sogar ein großes Spitzenspiel der 3. Liga.

Spieldaten

Aurich: Kuksa (1), Lüpke (nicht eingesetzt), Jungvogel (n.e.); de Buhr (n.e.), Wendlandt (5), Günsel (n.e.), Fuhrmann (n.e.), Vorontsov (6), M. Pliuto (1), N. Pliuto (3), Wark (2), Reshöft (n.e.), Schweigart (4/ davon drei Siebenmeter), Hertlein (2), Menne (n.e.), Puljic (10).

Siebenmeter: OHV 4/3 verwandelt; Lippe II 2/2.

Zeitstrafen: OHV: 4; Lippe II: 3.

Torfolge: 2:1 (4.), 5:3 (9.), 8:5 (15.), 11:9 (20.), 15:12 (27.), 17:14 (30.), 21:16 (35.), 23:19 (38.), 23:22 (44.), 26:25 (49.), 31:27 (53.).

Zuschauer: 620.

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