Fußball

„Fall Goguadze“: Kickers Emden behält seine sechs Punkte

| | 08.09.2021 15:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Rote Karte beim Ostfriesland-Cup für Nikky Goguadze sorgte im Nachgang für Aufregung. Foto: Doden
Eine Rote Karte beim Ostfriesland-Cup für Nikky Goguadze sorgte im Nachgang für Aufregung. Foto: Doden
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Nach Siegen auf dem Feld gab es für Kickers Emden auch einen Erfolg vor dem Sportgericht. Einsprüche von zwei Konkurrenten wurden zurückgewiesen. Doch abgeschlossen ist der „Fall Goguadze“ noch nicht.

Emden - Erleichterung beim BSV Kickers Emden: Der Tabellenführer der Fußball-Oberliga behält seine sechs Punkte aus den beiden Spielen beim Heeslinger SC (2:1) und gegen den Rotenburger SV (2:1). Das Verbandssportgericht des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) hat die Einsprüche der beiden Vereine gegen die Spielwertungen abgewiesen. Damit ist der „Fall Goguadze“ aber noch nicht komplett abgeschlossen. Denn die Emder Ligakonkurrenten können noch Berufung einlegen. Damit würde sich dann als allerletzte Instanz das Oberste Verbandssportgericht des NFV beschäftigen.

Das Oberliga-Spiel gegen den Rotenburger SV hatte Kickers Emden am zweiten Spieltag 2:1 gewonnen. Die Wertung bleibt bestehen. Foto: Doden
Das Oberliga-Spiel gegen den Rotenburger SV hatte Kickers Emden am zweiten Spieltag 2:1 gewonnen. Die Wertung bleibt bestehen. Foto: Doden

Ob die Nachbarvereine aus dem Landkreis Rotenburg dies tun werden – wie es im Vorfeld und Umfeld zu hören gewesen ist – stand am Mittwoch noch nicht fest. Die Vereine warten nach eigenen Angaben noch auf die detaillierte schriftliche Urteilsbegründung, die im Laufe des Donnerstags verschickt werden soll.

Kickers-Vorsitzender ist erleichtert

Doch auch wenn das Thema noch in die Verlängerung gehen könnte, herrscht Freude bei Kickers. „Wir sind froh, dass es nun ein eindeutiges Urteil zu unseren Gunsten gab. Wir haben schließlich auch keinen Fehler begangen. Das nimmt unabhängig von möglichen Einsprüchen Druck von uns, da es nun ein klares Votum eines Sportgerichts gibt“, sagt der 1. Kickers-Vorsitzende Dr. Jörg Winter.

Rückblick: Emdens Neuzugang Nikky Goguadze hatte im Ostfriesland-Cup-Halbfinale gegen den TuS Esens (4:2) am 3. August eine Rote Karte gesehen. Die Sperre wurde vom Fußballkreis Ostfriesland nach wenigen Tagen aufgehoben, der Spieler war im offiziellen Portal DFB-Net auch somit einsetzbar.

„Kickers kein Vorwurf zu machen“

So war der Leistungsträger sowohl im abschließenden Finale gegen die Sportfreunde Larrelt am 13. August als auch in den beiden ersten Oberliga-Spielen gegen Heeslingen und Rotenburg im Einsatz. Die beiden Oberligisten legten Protest ein, weil nach ihrer Meinung Goguadze nach dem Platzverweis für ein Pflichtspiel hätte gesperrt werden sollen. Ihr Argument: Kickers hätte wissen müssen, dass eine Rote Karte eine Sperre nach sich ziehen müsse. Die Vereine forderten mindestens ein Wiederholungsspiel.

Kickers Emden gelang im Ostfriesland-Cup, der Oberliga und dem Verbandspokal ein Traumstart. Foto: Doden
Kickers Emden gelang im Ostfriesland-Cup, der Oberliga und dem Verbandspokal ein Traumstart. Foto: Doden

Doch dieser Argumentation folgte das dreiköpfige Verbandssportgericht unter dem Vorsitz von Jörg Firus (Oetzen) nicht. Einstimmig wurden die Einsprüche in einem Treffen in Verden – ohne die Vereine – abgewiesen. Die Klubs erfuhren am Mittwochmittag von der Entscheidung. „Kickers Emden ist in der Sache kein Vorwurf zu machen. Die Sperre war aufgehoben“, erklärte Firus auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Fehler war dem Fußballkreis Ostfriesland unterlaufen, der eine Sperre hätte aussprechen müssen, dies dann auch nachträglich nach Gesprächen mit dem Verband tat. So kam Goguadze gegen den FC Hagen/Uthlede (3:0) am dritten Spieltag (21. August) nicht zum Einsatz. „Da der Ostfriesland-Cup ein Kreisturnier war, ist auch der Kreis-Spielausschuss für die Sperren zuständig, nicht der Verband“, so Firus.

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