Fußball

Kickers: Goguadze darf spielen – Heeslingen setzt auf Berufung

| | 24.08.2021 14:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Kickers-Spieler Nikky Goguadze wurde nach seiner Roten Karte im Ostfrieslandcup nachträglich für ein Spiel gesperrt. Diese Sperre ist mit der Pause am Sonnabend gegen Hagen abgegolten.

Emden - Aufatmen bei Fußball-Trainer Stefan Emmerling vom Oberligisten BSV Kickers Emden. Am Dienstagmittag erfuhr er, dass der Fall „Goguadze“ vorerst abgehakt ist und der Neuzugang nach dem Wirbel um seine Rote Karte im Ostfrieslandcup-Halbfinale gegen den TuS Esens bereits am Dienstagabend im Pokalspiel gegen den FC Hagen Uthlede wieder für Kickers auflaufen darf.

Das Ostfriesland-Kreissportgericht hat Goguadze nachträglich ab dem 19. August für ein Spiel gesperrt. Diese Strafe betraf die Sonnabend-Partie gegen Hagen/Uthlede. Im Wissen um die anstehende Sportgerichtsentscheidung hatte der BSV Goguadze in dieser Partie nicht eingesetzt und damit die übliche Vorsperre bis zu einem Urteil umgesetzt.

Heeslingen deutet Berufung an

Das Sportgericht hat nun nach Durchsicht des Schiedsrichter-Berichts zur Roten Karte ein Spiel Sperre angeordnet. Diese Entscheidung musste das zuständige Sportgericht des Kreises Ostfriesland umsetzen.

Im zweiten Schritt muss das Verbandssportgericht noch über die Beschwerden des SC Heeslingen und des Rotenburger SV entscheiden und wird diese wohl entsprechend abweisen. Die Emder Oberliga-Gegner hatten Protest gegen die 2:1-Siege von Kickers eingelegt, weil Nikky Goguadze nach seiner Roten Karten ihrer Meinung nach für Punktspiele hätte gesperrt sein müssen. Der SC Heeslingen deutete mittlerweile an, bei einer Ablehnung ihres Einspruchs gemeinsam mit Rotenburg in die Berufung gehen zu wollen.

Fehler des Kreises Ostfriesland

Mit dem Urteil des Verbandssportgerichts ist auf jeden Fall ein Fehler des Fußballkreises Ostfriesland amtlich. Der hatte nämlich die Sperre für Goguadze nach drei Tagen aufgehoben. Das entsprach nicht den Statuten. So war Goguadze laut Fußballsystem DFB.net spielberechtigt und wurde von Kickers auch eingesetzt.

Das Verbandssportgericht handelte nun nach dem Grundsatz, dass einem Verein (in diesem Fall Kickers Emden) aus einem Verbandsfehler kein Nachteil entstehen darf. „Wir haben einen nicht gesperrten Spieler eingesetzt“, sagte Stefan Emmerling. „Das hätte jeder gemacht. Nun ist die Sache endlich vom Tisch.“

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