Leichtathletik

Mehrkampf: Talent Wolzenburg feiert deutschen Meistertitel

| | 09.08.2021 16:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
William Wolzenburg holte sich in überlegener Weise den Mehrkampftitel in der Disziplin Blockmehrkampf Wurf. Fotos: Privat
William Wolzenburg holte sich in überlegener Weise den Mehrkampftitel in der Disziplin Blockmehrkampf Wurf. Fotos: Privat
Artikel teilen:

Einmal quer durch Deutschland für den Meistertitel. William Wolzenburg vom SV Georgsheil wurde souverän Deutscher Meister im Blockmehrkampf Wurf. Dabei gelangen ihm drei persönliche Bestleistungen.

Georgsheil - Als Mitfavorit angereist und mit einer hübschen Siegermedaille die Deutschland-Tour wieder beendet. Der 15-jährige Leichtathlet William Wolzenburg darf sich ab sofort Deutscher Meister nennen. Das Talent vom SV Georgsheil war im Mehrkampf (Block Wurf) in Markt Schwaben nicht zu schlagen und holte sich mit 3143 Punkten souverän den Titel. In den Disziplinen 80 Meter Hürden, Diskus, 100 Meter und im Kugelstoßen landete er klar vor Pius Aurel Hack (2979 Punkte, Neuendorf) und Ben Gerlach (2922, Friedberg).

William Wolzenburg freute sich über die Siegermedaille.
William Wolzenburg freute sich über die Siegermedaille.
„Das war schon ein großartiger Wettkampf. Ich habe drei Bestleistungen hinlegen können und bin sofort super reingekommen“, freute sich der 15-jährige Georgsheiler über seinen Coup. Schon am Freitag war er mit seinem Trainer Michael Mücher nach Markt Schwaben kurz hinter München mit der Bahn angereist. In dem rund fünfstündigen Mehrkampf am Sonnabend kämpfte er dann mit zehn weiteren Nachwuchs-Leichtathleten um den Titel.

Viel Respekt vorm Hürdenlauf

Vor dem 80-Meter-Hürdenlauf hatte Wolzenburg schon gehörigen Respekt, schließlich kann ein Sturz nie komplett ausgeschlossen werden. Doch in 11,66 Sekunden legte er gleich eine neue persönliche Bestzeit hin und lag nach der ersten Disziplin auf Rang drei. „Da habe ich mir schon gedacht: Hier kann heute etwas gehen“, meinte Wolzenburg. Er sollte recht behalten. Allerdings gab es vor der nächsten Disziplin einigen Unmut. Sowohl Wolzenburg als auch Trainer Mücher ärgerten sich darüber, dass das Kampfgericht nur zwei Versuche zum Einwerfen zuließ. Zu wenig, um sich mit der Anlage vertraut zu machen.

Das sollte ihn aber nicht davon abhalten, sich gleich mit dem ersten Versuch und der besten Weite (49,08 Meter) an die Spitze zu setzen. Mit der nächsten Bestleistung und der schnellsten Zeit aller Teilnehmer (wiederum 11,66 Sekunden über 100 Meter) lag der Ostfriese ganz klar auf Titelkurs. Im Weitsprung hatte Trainer Mücher seinem Athleten dann vor allem die Devise mit auf den Weg gegeben, bei den drei Versuchen bloß nicht zu viel zu riskieren. Auch diese Sorge war unbegründet, denn Wolzenburg sprang deutlich vor dem Brett ab und landete mit 5,44 Metern im Mittelfeld und konnte seine Führung behaupten.

Konzentration auf die Wurfdisziplinen

Im Kugelstoßen machte er dann mit 16,11 Metern und der nächsten persönlichen Bestleistung den Titel endgültig perfekt. Zusammen mit Vater Jan-Uwe, der am Sonnabend noch nach Bayern nachgereist war, wurde der Titel dann in einem griechischen Restaurant aber nur ganz kurz gefeiert. „Ich konnte kaum noch gehen und war völlig fertig. Der Zehnkampf ist in jedem Falle nichts für mich“, lachte Wolzenburg nach der Rückreise.

Er habe vor, sich in der nächsten Saison auf die Wurfdisziplinen zu konzentrieren. Damit geht es auch schon in Kürze weiter. Denn am ersten September-Wochenende stehen in Hannover die Titelkämpfe in den Einzeldisziplinen an. Auch da rechnet sich Wolzenburg im Kugelstoßen und vor allem Diskus gute Chancen aus.

Ähnliche Artikel