Diskussion
Im Sportausschuss steht das Borssumer Freibad zur Debatte
An diesem Mittwoch trifft sich der Sportausschuss der Stadt Emden in der Nordseehalle. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Freibad Borssum. Dessen Sanierung wird viel teurer. Wie entscheidet die Politik nun?
Emden - Es war ein Schock: Fast ein Drittel mehr soll die Sanierung des Freibads im Emder Ortsteil Borssum kosten. Auf eine Summe von mindestens 3,3 Millionen Euro sind die Kosten angeschwollen. Jetzt geht es darum, ob das Bad überhaupt saniert werden könnte - und sollte. An diesem Mittwoch trifft sich ab 17 Uhr der Sportausschuss in der Nordseehalle. Auf der Tagesordnung steht das Freibad.
„Die Stadt Emden beantragt eine zweite Förderung zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur für die Sanierung der wassertechnischen Anlagen des Freibades Borssum“, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadt, die in dem Bürgerinfoportal hochgeladen wurde. Die Sanierung der alten Technik ist es, die den Preis für die Wiederherstellung der Freizeiteinrichtung von vorher 2,1 Millionen in die Höhe schnellen lässt. „Die Sanierung des Freibades Borssum wird im Falle einer Zusage der Fördermittel im Umfang der im Projektantrag dargestellten Maßnahmen umgesetzt“, geht es in der Beschlussvorlage weiter. Am Mittwochabend könnte also bereits eine erste Entscheidung für oder gegen die Sanierung des Freibades getroffen werden.
Die Schuldfrage ist derweil noch nicht geklärt: Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) schob die Verantwortung dem Geschäftsführer der stadteigenen Wirtschaftsbetriebe, Manfred Ackermann, und der Betriebsleiterin des Bades, Stefanie Victoria Müller, zu. Ackermann setzte sich gegen den Vorwurf zur Wehr und verwies darauf, dass die Technik bei einem Gutachten vom Februar 2017 untersucht worden sei. Danach sei der technische Zustand Sache der Stadt. „Die Verantwortung für den Zustand des Bades trägt nach wie vor die Stadt“, so Ackermann.