Sterben

Baumbestattung in Emden vielleicht noch in diesem Jahr

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 01.07.2020 14:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Nach Leer und Hage soll es auch in Emden einen Bestattungswald geben. Der Stadtwald aber ist laut der Stadtverwaltung ungeeignet. Auf dem größten Stadtfriedhof könnte Baumbestattung aber noch in diesem Jahr möglich sein.

Emden - Auf dem größten Emder Friedhof in Tholenswehr könnte es schon Ende des Jahres Baumbestattungen geben. Das wurde am Dienstag im Betriebsausschuss des Bau- und Entsorgungsbetriebs der Stadt Emden (BEE) deutlich. Die Asche von Verstorbenen soll bei der Bestattungsart in biologisch abbaubaren Urnen zwischen den Wurzeln von Bäumen eingegraben werden. Eine Namensplakette kommt nach Wunsch an den Stamm. In Tholenswehr gebe es bereits eine Ansammlung von zwölf geeigneten Winterlinden. Entweder könnte unter jedem dieser Bäume jeweils zwölf Plätze für Urnen geschaffen werden und eine Plakette kommt an den Stamm – oder die Urnen werden rund um die Bäume verteilt und ein Erinnerungsbereich am Rand wird eingerichtet. Details seien noch in der Planung. Weitere Friedhöfe könnten folgen, hieß es.

Der Emder Stadtwald aber wird vorerst nicht zur letzten Ruhestätte. Die FDP-Ratsraktion hatte angeregt, dort einen größeren Bestattungswald einrichten zu lassen. Der Stadtwald sei dafür jedoch nicht geeignet, so Stadtbaurat Andreas Docter. Die Bäume stünden dort zu eng, der Boden sei zu feucht und es müssten viele neue Zuwegungen geschaffen werden. All das könne sich die Stadt nicht leisten - insbesondere, da schon die städtischen Friedhöfe unterhalten werden müssen.

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