Quiddelbach  Tödlicher Unfall auf dem Nürburgring: So erlebte Schumacher-Sohn David das Unglück

Jakob Patzke
|
Von Jakob Patzke
| 23.04.2026 14:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
David Schumacher ist der Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Ralf Schumacher. Foto: IMAGO/DeFodi Images
David Schumacher ist der Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Ralf Schumacher. Foto: IMAGO/DeFodi Images
Artikel teilen:

Der tödliche Unfall auf dem Nürburgring hat die Rennsportwelt schockiert. David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Ralf Schumacher, wurde Zeuge der Tragödie. Jetzt sprach er ausführlich darüber.

Der Schock in der Rennsportszene ist nach wie vor groß: Am vergangenen Samstag starb der finnische Fahrer Juha Miettinen im Alter von 66 Jahren bei einem schweren Massenunfall im Qualifier-Rennen zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Insgesamt waren sieben Fahrer in das Unglück involviert.

Ungeachtet der Tragödie ging der Rennbetrieb am nächsten Tag bereits weiter. Mit dabei war auch Rennfahrer David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher. Im Sky-Podcast „Backstage Boxengasse“ erzählte der 24-Jährige jetzt, wie er den tödlichen Unfall und die bedrückende Stimmung danach miterlebte.

„Es war leider ein recht trauriges Wochenende mit einem schweren Unfall, der leider einen unserer Kollegen das Leben gekostet hat“, so Schumacher gegenüber Moderator Peter Hardenacke und seinem Vater Ralf. „Die Nordschleife hat mal wieder zugebissen. Wir hoffen, dass es der Familie gut geht.“

Zum Zeitpunkt des Unfalls sei er selbst nicht auf der Strecke gewesen. Nachdem es zunächst nur Spekulationen gegeben hatte, kam nach und nach die traurige Gewissheit. „Ab dem Moment, wo die Rote Flagge gekommen ist und keiner irgendwas kommuniziert hatte, war eigentlich schon klar, dass irgendwas Schlimmeres passiert sein muss“, so Schumacher.

Umso überraschter sei er von der Entscheidung der Organisatoren gewesen, das Rennen am Sonntag fortzusetzen. „Es hat mich ein bisschen geschockt, dass man es nicht mal in Erwägung gezogen hat, mit der Familie zu sprechen, mit dem Team zu sprechen“, erklärte der 24-Jährige. „Vielleicht ist das auch im Hintergrund passiert und man hat es selbst nicht mitgekriegt“, schränkte er gleichzeitig ein.

Ihm selbst sei es jedoch nicht schwergefallen, wieder in den Rennwagen zu steigen. „Ich habe das, sobald ich im Auto gesessen bin, wieder ausgeblendet. Da denkt man dann auch nicht mehr darüber nach. Da geht man dann ans Limit, macht seinen Job“, sagte Schumacher. Wenn man das Risiko, das sein Job mit sich bringt, während des Rennens nicht ausblenden könne, solle man besser nicht fahren.

Ähnlich sieht es auch sein Vater Ralf Schumacher. „Für mich ist auch klar gewesen, dass David wieder fährt am nächsten Tag“, sagte er im Podcast. Natürlich sei ein tödlicher Unfall schrecklich, aber dass Motorsport gefährlich sei, sei allen bewusst.

Ähnliche Artikel