Berlin  5 Dinge, die man wissen muss, um „Super Mario Galaxy“ zu verstehen

Daniel Benedict
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Von Daniel Benedict
| 01.04.2026 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im Nintendo-Film „Super Mario Galaxy“ müssen die Mini-Figuren Peach, Mario, Luigi und Yoshi Prinzessin Rosalina retten. Foto: Universal/Nintendo
Im Nintendo-Film „Super Mario Galaxy“ müssen die Mini-Figuren Peach, Mario, Luigi und Yoshi Prinzessin Rosalina retten. Foto: Universal/Nintendo
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Wer nie Nintendo spielt, ist im neuen Animationsfilm „Super Mario Galaxy“ aufgeschmissen. Mit diesen fünf Fakten können Sie mitreden.

Vor zwei Jahren schlug „The Super Mario Bros. Movie“ eine ganze Reihe von Rekorden. Das Kinoabenteuer ist die erfolgreichste Verfilmung eines Computerspiels und die erste, die über eine Milliarde Dollar verdiente. Mit „Super Mario Galaxy“ läuft jetzt die Fortsetzung an. Wer „Super Mario“ nie auf der Konsole spielt, dürfte Schwierigkeiten bekommen. Wir erklären den Film.

„Super Mario Galaxy“ ist insofern pures Kino, als es keine Geschichte gibt – nur überwältigende Bilder. Die Vorlage ist schließlich kein Buch, sondern ein Jump’n’Run-Videospiel. Es geht um nichts, als darum, durch Pilzwelten zu flitzen, ohne gefressen zu werden. Im Kino kann man natürlich nicht mitspielen. „Super Mario Galaxy“ fühlt sich so an, als würde man den Gamern auf Youtube zugucken. Wenn man mit Kindern im Kino sitzt, kriegt man sogar den typischen Live-Kommentar zum Film. Grundschüler nämlich jubeln in „Super Mario Galaxy“ alle paar Minuten auf, weil sie Szenen vom Spielen wiedererkennen oder weil endlich die Pikmins ins Bild kommen. Was immer das ist.

Die tatsächliche Übereinstimmung zwischen Film und Computerspiel liegt vor allem: im Titel! Ansonsten ist alles ganz anders. Im Spiel muss Mario zum Beispiel die entführte Prinzessin Peach retten. Im Film dagegen tritt Peach eine Tür nach der anderen ein, weil sie ihrerseits die entführte Prinzessin Rosalina befreit. Wie gesagt: Die Handlung ist egal.

Im Kern geht es um einen Vater-Sohn-Konflikt: Bowser Junior, das Kind einer megalomanischen Riesenschildkröte, setzt die Allmachtsfantasien seines gescheiterten Vaters in die Tat um. Während Bowser Senior bei der Welteroberung in Gefangenschaft geriet, baut Bowser Junior – bewaffnet mit einem magischen Superpinsel – eine Knallerkalypsen-Kanone (oder so ähnlich). Deren Energie speist sich aus den magischen Kräften der zu diesem Zweck gefangenen Prinzessin Rosalina. Ihre Schwester Peach, die Klempner Mario und Luigi sowie der Dino Yoshi müssen sie retten.

Wenn große Entertainment-Firmen auf Nummer sicher gehen wollen, mogeln sie Dinosaurier, Säuglinge oder beides in ihre Fortsetzungen. Stichwort: Baby Yoda. Nichts finden Kinder unwiderstehlicher als die Windelversion ihrer Helden. Bei „Super Mario Galaxy“ reicht’s für eine Krabbelgruppe: Yoshi schlüpft aus dem Ei. Bowser kriegt seinen Sohn und ist nach einem Missgeschick aus dem letzten Film selbst auf Babygröße geschrumpft. Prinzessin Peach nuckelt in einer Rückblende am Schnuller. Und Mario und Luigi mutieren nach Treffern aus einer Strahlenpistole auch noch zu Babys. In Windeln stimmt Mario die Nintendo-Melodie als Glockenspiel an – auf den Zähnen eines T-Rex.

Eine Nintendo-Verfilmung, sollte man meinen, ist ein risikofreies Geschäftsmodell. Wenn Super Mario auf dem Plakat steht, sind Millionen von computerspielsüchtigen Kindern gezwungen, ins Kino zu gehen. Und trotzdem war die erste Super-Mario-Verfilmung 1993 ein Flop und gilt bis heute als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten. Bob Hoskins, damals der Mario, nannte den Film den größten Fehler seines Lebens: „‚Super Mario Bros.‘ war ein verdammter Albtraum. Alles daran war ein Albtraum. Die Regie führte ein Ehepaar, dessen Arroganz als Talent missverstanden wurde. Nach ein paar Wochen hat ihr eigener Agent sie vom Set gejagt. Was für Idioten!“ Um es auszuhalten, so Hoskins, sei er grundsätzlich betrunken zum Dreh gekommen. Und habe zwischen den Szenen weitergetrunken.

Sehen Sie hier den Trailer von „Super Mario Galaxy“:

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