Landesliga-Kellerduelle Erstes Firrel-Heimspiel seit 131 Tagen – was Mut macht
An diesem Freitagabend sind gleich beide ostfriesischen Fußball-Landesligisten im Einsatz. GW Firrel und TuS Esens sind nahezu zum Siegen verdammt.
Firrel/Esens - „Es ist fünf vor zwölf. Die Tabelle lügt nicht“, sagt der spielende Co-Trainer Julian Bennert. Bei GW Firrel hat man mittlerweile verstanden, in welch brisanter sportlicher Lage man sich befindet. Nämlich mitten im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga. „Jetzt steht für uns ein immens wichtiges Spiel an. In dem sind quasi beide Mannschaften zum Siegen verdammt“, sagt Bennert.
Firrel empfängt an diesem Freitag um 20 Uhr den Tabellennachbarn SV Brake, der mit einem Sieg in der Tabelle vorbeiziehen könnte. Für die Grün-Weißen besteht sogar die Gefahr, am Freitag von Platz 12 auf Rang 14 abzurutschen – wenn sie selbst verlieren und der zweite ostfriesische Landesligist, der TuS Esens, zeitgleich sein Heimspiel gegen den Zehnten TV Dinklage erfolgreich gestalten sollte. Es ist also ein Kellerduell-Freitag in der Landesliga.
Firrel steht vor entscheidenden Wochen
Während es für Esens bereits das dritte Heimspiel des Jahres ist, darf GW Firrel nun erstmals in 2026 auf heimischem Geläuf ran. 131 Tage nach dem letzten Heimauftritt, den die Firreler am liebsten aus dem Gedächtnis verdrängen würden. Die Elf von Trainer Bernd Grotlüschen verlor an jenem 9. November nach einer 3:0-Führung noch mit 3:5 gegen den FC Schüttorf 09. Es war ein Sonntagnachmittag, nun folgt ein Flutlicht-Freitagsspiel.
„An einem Freitagabend waren wir in der Vergangenheit zu Hause schwer zu schlagen. Ich hoffe, dass wir die Energie und Vorfreude auf den Platz bringen“, sagt Co-Trainer Julian Bennert. „Jetzt kommen die entscheidenden Wochen. Wir wollen uns mit einer Serie da unten rauskämpfen.“ Aktuell beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz – bei zwei Nachholpartien in der Hinterhand – sechs Punkte.
3:0-Sieg gibt Esens Selbstvertrauen
Der TuS Esens rangiert bereits neun Zähler hinter dem rettenden Ufer. „Wir haben erstmal nichts mehr zu verlieren. Ohne den Druck und mit unserer aktuell guten Form können wir aber vielleicht nochmal rankommen“, sagt Esens-Coach Ralf Backhaus. „Ziel ist es also, die beiden kommenden Heimspiele gegen Dinklage und Lohne, die gerade so über dem Strich stehen, zu gewinnen.“
Der 3:0-Erfolg bei langer Unterzahl gegen Schlusslicht Voxtrup am vergangenen Sonntag soll der TuS-Mannschaft Selbstvertrauen geben. Personell verändert sich der Esenser Kader kaum. Der rotgesperrte Justin Dombrovski wird fehlen, dafür ist Hauke Bents dabei.