Kuriose Partie Rot in der 13. Minute – Esens verblüfft trotzdem
Der Esenser Justin Dombrovski sah in Voxtrup bereits in der 13. Minute die Rote Karte. Das brachte sein Team aber wahrlich nicht aus dem Rhythmus.
Voxtrup - Fußball-Landesligist TuS Esens trainiert derzeit gerne das Unterzahlspiel. Nachdem der TuS beim 2:2 gegen SFN Vechta vor zwei Wochen bereits 55 Minuten mit zehn Mann auf dem Platz stand, legte er beim Schlusslicht VfR Voxtrup „noch einen drauf“. Bereits in der 13. Minute sah Justin Dombrovski für eine Tätlichkeit die Rote Karte. So sehr sich Trainer Ralf Backhaus in jenem Moment auch ärgerte, am Ende durfte er jubeln. Zehn Esenser siegten 3:0 und bewahrten sich eine Mini-Hoffnung im Abstiegskampf.
„Die Jungs haben in Unterzahl prima geackert“, lobte Betreuer Heiko Feddermann. Von Beginn an zeigte der TuS ein starkes Spiel. Bereits in der 2. Minute traf Frank Til technisch versiert zum 0:1. Der Gast war obenauf und wenig später doch geknickt, als der Spielleiter die Rote Karte zückte und damit eine 77-minütige Unterzahl verhängte.
0:2 nach 18 Minuten
Doch der TuS gab die perfekte Antwort bereits fünf Minuten später. Einen Schuss von Jan Sabath ließ der Torhüter abprallen. Finn Rosenboom war zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Das schockte den VfR, der bis zur Pause nichts zustande brachte. Dann aber drängten die Voxtruper 20 Minuten lang vehement. Zweimal wehrte TuS-Torhüter Robin Sikma glänzend ab, ansonsten verteidigten seine Vorderleute geschickt. Allmählich gewann der Gast die Kontrolle über das Spiel zurück. Und als Leon Wübbenhorst dann einen Konter zum 0:3 nutzte (76.), war der Esenser Sieg perfekt.
Esens: Sikma, Sabath (88. Cassens), Wübbenhorst (90. Gerdes), R. Til, Rosenboom, F. Til, Hollmann (88. Kroon), Stainbank, Behrens (71. Osadets), Dombrovski, Janssen (79. Tsebenko).
Tore: 0:1 F. Til (2.), 0:2 Rosenboom (18.), 0:3 Wübbenhorst (75.).