Sparen beim Fahren Mit diesen 5 Tipps spart man beim Autofahren Geld
Mit der Eskalation im Iran schnellen die Kraftstoffpreise in die Höhe. Wie können ostfriesische Autofahrerinnen und Autofahrer jetzt Kosten einsparen? Ein Experte aus der Region gibt fünf Tipps.
Aurich/Ostfriesland - Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten ist für Ostfriesen geografisch zwar weit weg, aber beim Blick auf die Zapfsäule sind die Auswirkungen auch hier schon deutlich spürbar: Schon mit der zunehmend angespannten Situation zwischen dem Iran, Israel und den USA zogen die Preise für Kraftstoff in der letzten Woche deutlich an.
Um nicht auf Höchstpreisniveau zu tanken, kann es sich zum Beispiel lohnen zu überlegen, wann und wo man tankt. Aber auch den Verbrauch kann man mit einigen einfachen Mitteln reduzieren. Wie können Autofahrerinnen und Autofahrer zusätzlich Kosten einsparen? Ein Experte aus der Region gibt fünf Tipps.
1. Tipp zum Spritsparen: Den Fahrstil anpassen
Ruhiges, gleichmäßiges Fahren steht an erster Stelle, wenn man beim Fahren Kraftstoff sparen will. „Das Vermeiden von hohen Geschwindigkeiten und starker Beschleunigung“ ist der erste Spartipp von Andreas von Prüssing, Leiter der Dekra-Außenstelle in Aurich. Der Automobilclub ADAC empfiehlt entsprechend auf seiner Webseite: „Beschleunigen Sie flott, schalten Sie rechtzeitig hoch (bei einer Drehzahl von ca. 2000 U/min) und behalten Sie mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit bei.“ In einen niedrigeren Gang zurückschalten sollte man erst, wenn der Motor ruckelnd oder brummend Zeichen gibt.
„Vorausschauendes Fahren“ ist ein weiterer Tipp vom Experten der Dekra. Man lernt es in der Regel schon im Fahrunterricht: „Verkehrssituationen sollte man frühzeitig erkennen“, so von Prüssing. Statt so lange wie möglich aufs Gas zu treten und dann stark zu bremsen, lohnt es sich, den Wagen ausrollen zu lassen und so spritsparend langsamer zu werden.
2. Tipp zum Spritsparen: Den Reifendruck optimieren
„Man sollte auch den Reifendruck beachten“, so von Prüssing. „Viele fahren mit einem zu niedrigen Reifendruck“, sagt er gegenüber der Redaktion. Das sorge für einen höheren Verbrauch. Ein zu hoher Druck führe hingegen zu einer erhöhten Abnutzung des Reifens, weiß er. Wann es wieder Zeit ist, den Reifendruck zu prüfen, teilen in neueren Autos die Warnsysteme mit. Für andere Modelle gilt laut Experten: Etwa nach jeder zweiten Tankfüllung lohnt sich eine Kontrolle.
3. Tipp zum Spritsparen: Gewicht und Luftwiderstand reduzieren
„Anbauten, die man nicht braucht, zum Beispiel Dachgepäckträger oder -boxen sollte man abmontieren“, so von Prüssing. Auch alles, was den Luftwiderstand erhöht, könne, wenn verzichtbar, wegfallen. Laut ADAC kosten 100 Kilo Zusatzlast bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung koste extra Sprit, heißt es.
Sogar mit dem Öffnen der Fenster wird der Verbrauch erhöht, denn sie beeinträchtigen laut ADAC die an der Außenhaut anliegende Luftströmung. „Auf beiden Seiten offene Fenster bei 100 km/h führen beispielsweise zu etwa 0,2 Litern Mehrverbrauch“, gibt der Automobilclub an. Der Verbrauchsvorteil von offenen Fenstern gegenüber einer Klimaanlage sei nur bei geringer Geschwindigkeit gegeben.
4. Tipp zum Spritsparen: Regelmäßige Wartung
Das Auto regelmäßig zur Inspektion zu bringen sei wichtig, um Defekte frühzeitig zu erkennen, weiß von Prüssing. „Zum Beispiel ein verstopfter Luftfilter oder Defekte können zu mehr Verbrauch führen“, sagt er. Laut ADAC sind auch regelmäßige Ölwechsel wichtig.
5. Tipp zum Spritsparen: Unnötigen Energieverbrauch reduzieren
Der ADAC empfiehlt, „elektrische Geräte im Auto, wie etwa Steuergeräte, Beleuchtung, Lüfter, Klimaanlage, Sicherheits- und Komforteinrichtungen“ im Blick zu haben. Denn deren Betrieb wird vom Verbrennungsmotor angetrieben.
Eine Klimaanlage könne zum Beispiel zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer führen, eine Standheizung koste etwa 0,2 bis 0,5 Liter mehr pro Stunde.
Am Tag auf das Abblendlicht zu verzichten, hält von Prüßing dagegen für kontraproduktiv. „Der eingesparte Verbrauch ist nur marginal“, sagt er. Der Sicherheitsgewinn beim Fahren mit Licht auch tagsüber sei dagegen sehr groß.
Weitere Tipps zum Sprit Sparen
Laut ADAC kosten kurze Fahrten überdurchschnittlich viel Kraftstoff, besonders bei niedrigen Temperaturen. Somit könnte es sich lohnen, Fahrten für kleine Erledigungen zu bündeln oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Kurz: Kleine Maßnahmen bringen in Summe am meisten.
Die Strecke zur Arbeit, Schule oder Kita ist kurz, es gibt wenig zu transportieren und das Wetter spielt sogar mit? Dann gibt es kaum Gründe, nicht auch mal auf das Fahrrad zu steigen. Das spart Geld und gut für die Gesundheit ist die Bewegung sowieso.