E-Autos  Beliebtester Stromer von VW kommt aus Emden

Martin Teschke
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Von Martin Teschke
| 03.03.2026 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Top-Modelle aus dem Hause VW: der ID.3, der ID.4 und der ID.7. Zwei der Fahrzeuge werden in Emden montiert – dem nach Wolfsburg wohl wichtigsten Standort von VW. Foto: Volkswagen AG
Die Top-Modelle aus dem Hause VW: der ID.3, der ID.4 und der ID.7. Zwei der Fahrzeuge werden in Emden montiert – dem nach Wolfsburg wohl wichtigsten Standort von VW. Foto: Volkswagen AG
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Und wieder ein kleines Jubiläum: VW hat mittlerweile zwei Millionen E-Autos verkauft. Der Renner unter den Stromern wird auch bei VW Emden gebaut.

Zwickau/Dresden/Emden - In Deutschland gilt bekanntlich der exklusiv in Emden montierte ID.7 als meistverkauftes vollelektrisches Auto. Weltweit ist es aus dem Hause VW allerdings ein anderes Modell: der ID.4. Wie Volkswagen erst kürzlich bekannt gegeben hat, ist mittlerweile der zweimillionste vollelektrische VW verkauft worden. Der Konzern spricht von einem „Meilenstein“.

Das zweimillionste weltweit verkaufte E-Fahrzeug von VW ist ein ID.3, produziert im Volkswagen-Werk Zwickau, wie VW nun bekannt gegeben hat. Der Jubiläums-ID.3 wurde im Auslieferungszentrum der Gläsernen Manufaktur in Dresden übergeben. Erst vor wenigen Monaten, im August 2025, hatte VW das 1,5-millionste verkaufte E-Auto aus der ID.-Familie gefeiert. Damals wurde in Emden ein ID.7 Tourer an einen Kunden aus Vechta übergeben – in Anwesenheit von viel Prominenz, unter anderen mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).

Die E-Strategie von VW

Emden und Zwickau sind die beiden einzigen VW-Werke in Deutschland, die ausschließlich vollelektrische Autos bauen. Mittlerweile baut Emden den ID.4 exklusiv für Europa. Der elektrische SUV läuft außerdem in China in den Werken Foshan und Anting sowie in den USA im Werk Chattanooga (Tennessee) vom Band.

Bislang konzentriert VW seine E-Auto-Strategie auf die Modelle ID.3, ID.4 und ID.7. Der ID.3 war das erste Modell auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) und markierte den Einstieg von Volkswagen in die Ära der Elektromobilität, wie VW in einer Mitteilung betonte. Mit ihm wurde die ID.-Familie im Jahr 2020 begründet. Derzeit steht eine sogenannte Produktaufwertung des ID.3 in den Startlöchern, wie es bei VW heißt. Der ID.3 wurde rund 628.000-mal ausgeliefert.

Die Vorzeigemodelle ID.4 und ID.7

Der ID.4 ist ein zentraler Wachstumstreiber für die Marke und trägt maßgeblich dazu bei, die Präsenz von Volkswagen auf den globalen E-Auto-Märkten auszubauen, heißt es von VW. Zu den wichtigsten Absatzmärkten des SUV-Modells zählen neben Deutschland und anderen europäischen Ländern auch China und die USA. Der ID.4 wurde weltweit rund 901.000-mal verkauft – ist also das weltweit beliebteste Modell aus der ID.-Familie.

2023 hat Volkswagen sein Angebot um eine vollelektrische Limousine sowie wenig später um ein Kombi-Modell (ID.7 Tourer) der oberen Mittelklasse erweitert. „Der ID.7 steht für die technologische Weiterentwicklung der ID.-Familie und zeigt, wie Volkswagen Elektromobilität mit hoher Reichweite, Effizienz und Komfort in ein neues Segment bringt“, bewirbt VW das Modell aus Emden. Der ID.7 wird ausschließlich auf dem europäischen Markt vertrieben. Ursprüngliche Pläne, auch in den USA an den Start zu gehen, hat VW mittlerweile aufgegeben.

Die Anfänge und die Zukunft der Elektromobilität bei VW

Bereits 2013 ist Volkswagen mit der Markteinführung des E-Up in die Elektromobilität eingestiegen. Seitdem hat die Marke ihr Angebot immer weiter ausgebaut. Zu den zwei Millionen ausgelieferten Battery Electric Vehicle (BEV) zählen daher nicht nur Modelle der heutigen ID.-Familie, sondern auch elektrische Vorläufer wie der E-Up und der E-Golf.

Als nächstes kommt der ID.Polo auf den Markt. Das soll noch in diesem Jahr der Fall sein. Der ID.Polo wird allerdings nicht in Deutschland, sondern im spanischen Seat-Werk in Martorell bei Barcelona montiert. Er soll ab 25.000 Euro zu haben sein. Parallel arbeitet VW an einem Modell für unter 20.000 Euro. Offen ist noch, wie es ab dem Jahr 2031 mit dem geplanten ID.Tiguan, dem Nachfolger des ID.4, in Emden weitergeht. Eine Entscheidung dazu soll im zweiten Quartal dieses Jahres fallen. An dieser Entscheidung hängt die Zukunft des VW-Werkes in Emden mit derzeit 7.700 Beschäftigten.

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