Rundgang  So sieht die neue Sporthalle in Hinte aus

Lotta Groenendaal
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Von Lotta Groenendaal
| 27.02.2026 13:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Norbert Dubbels (links) und Uwe Redenius schauen gespannt, was sich in der Halle seit ihrem letzten Besuch verändert hat. Fotos: Klaus Ortgies
Norbert Dubbels (links) und Uwe Redenius schauen gespannt, was sich in der Halle seit ihrem letzten Besuch verändert hat. Fotos: Klaus Ortgies
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Noch in diesem Jahr wird die große Dreifachhalle in Hinte nach langer Sanierung eröffnet. Wir waren auf der Baustelle und haben uns in der fast fertigen Sporthalle umgeschaut. Was entsteht hier?

Hinte - Zwei Jahre ist der Spatenstich her, jetzt befindet sich die Sanierung der Sporthalle in Hinte auf der Zielgeraden. Projektplanerin Bettina Alberts-Tammena, Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) und Fachbereichsleiter Norbert Dubbels haben mit uns einen Rundgang über die Baustelle gemacht. Es handelt sich um eine Dreifachhalle. Sie kann durch Trennwände in drei Einheiten unterteilt werden.

Bürgermeister Uwe Redenius (links), Projektplanerin Bettina Alberts-Tammena und Fachbereichsleiter Norbert Dubbels vor der Dreifachsporthalle in Hinte.
Bürgermeister Uwe Redenius (links), Projektplanerin Bettina Alberts-Tammena und Fachbereichsleiter Norbert Dubbels vor der Dreifachsporthalle in Hinte.

Der symbolische erste Spatenstich für die Sanierung der Halle fand am 2. Mai 2024 mit dem Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff (SPD) und Bürgermeister Redenius statt. Jetzt, knapp zwei Jahre später, steht das Sportbegegnungszentrum kurz vor der Fertigstellung. Projektplanerin Alberts-Tammena rechnet mit einer Wiedereröffnung der Halle im Sommer: „Nach den Sommerferien soll man hier wieder Sport machen können“, sagt sie.

Die Sanierung der über 50 Jahre alten Dreifachsporthalle in Hinte befindet sich auf der Zielgeraden.
Die Sanierung der über 50 Jahre alten Dreifachsporthalle in Hinte befindet sich auf der Zielgeraden.

Neue Fassade, mehr Tageslicht und 300-Quadratmeter-Anbau mit Foyer

Ein paar Veränderungen lassen sich schon von außen erkennen: Die Sporthalle ist mit einer hellen Fassadenverkleidung ausgestattet. Zu den Klinkerwänden gesellen sich jetzt Platten in hellen Blau-, Grün- und Sandtönen. Außerdem sorgen in der Haupthalle nun Fenster an den Seitenwänden statt oben im insgesamt 1400 Quadratmeter großen Dach für das nötige Tageslicht. Das mache die Instandhaltung und etwaige Reparaturen leichter und sorgt für ein angenehmes Licht, so die Projektplanerin.

Noch sieht es an der Sporthalle nach Baustelle aus. Aber schon in wenigen Monaten können hier wieder Wettbewerbe ausgetragen werden.
Noch sieht es an der Sporthalle nach Baustelle aus. Aber schon in wenigen Monaten können hier wieder Wettbewerbe ausgetragen werden.

Die ganz große Veränderung befindet sich im vorderen Teil der Sporthalle: Dort steht nun ein rund 300 Quadratmeter großer Anbau. Die fast deckenhohen Fenster lassen viel Licht in den Raum. Den Hauptteil des Anbaus bildet das große Foyer, das vielfältig genutzt werden kann: Veranstaltungen, Kurse, Seminare, Ausstellungen oder Ratssitzungen sollen dort stattfinden. Zudem sei das Foyer ein Ort, an dem sich Sportler oder Zuschauer aufhalten können, so Diplom-Ingenieurin Alberts-Tammena.

Viel Raum und viel Licht: Im neuen Anbau der Sporthalle befindet sich das Foyer.
Viel Raum und viel Licht: Im neuen Anbau der Sporthalle befindet sich das Foyer.

Neuer Anbau: Foyer mit Küche, viel Stauraum und moderne Sanitäranlagen

Im hinteren Teil des Foyers ist ein kleiner Raum abgetrennt, der als Küche dienen soll. „Das wird keine riesige Gastro-Küche hier“, stellt die Projektplanerin klar. „Aber hier kann man sich zum Beispiel auch einmal einen Tee kochen, ein Brot schmieren oder die Torten in den Kühlschrank stellen“, sagt Alberts-Tammena.

Weitere Räume im neuen Anbau sind unter anderem der Hausmeisterraum gleich im Eingangsbereich, einige Lagerräume, ein Technikraum und ein Raum für Waschmaschine und Trockner. Dazu kommt viel Lagerraum – zum Beispiel für Stühle, die nach einer Veranstaltung im Foyer nicht mehr gebraucht werden. Der Eingang zum Anbau ist zwar separat vom Haupteingang der Sporthalle, aber einen Durchgang zwischen Foyer und Sporthalle gibt es trotzdem. Auch aus Sicherheitsgründen: „Falls doch mal etwas sein sollte und sich zum Beispiel jemand verletzt, da kommen Sanitäter oder Feuerwehr gut über den Anbau heran“, so die Projektplanerin. Im Anbau ist zudem Platz für eine neue Sanitäranlage samt Behinderten-WC, Männer- und Damentoilette sowie einer geschlechtsneutralen Toilette. Dort sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen.

Seit knapp zwei Jahren wird hier gebaut: die Dreifachhalle in Hinte.
Seit knapp zwei Jahren wird hier gebaut: die Dreifachhalle in Hinte.

Sporthalle: Wurfsichere Decke, moderne Lüftung, neuer Boden

Weiter geht es in das Herzstück der Dreifachhalle: In der großen Sporthalle ist aktuell noch eine Hebebühne im Einsatz, um Arbeiten an der Decke zu verrichten. Diese ist wurfsicher und sorgt jetzt für noch bessere Akustik in der Halle. Außerdem sind dort neue Lüftungssysteme verbaut.

Nicht nur die Decke, sondern auch der Boden kommt neu. Dieser wird noch um 20 Zentimeter angehoben. „Das liegt an der Dämmung, die darunter verbaut wird“, so die Projektplanerin. Diese zusätzliche Dämmung, aber auch das neue Belüftungssystem seien Teil der Auflagen, die es zu erfüllen gilt. Energetisch war die Sporthalle vor der Sanierung nämlich noch auf dem Stand der Siebzigerjahre.

Noch wird hier gebaut, aber ab dem Sommer kann in der Dreifachhalle wieder Sport gemacht werden.
Noch wird hier gebaut, aber ab dem Sommer kann in der Dreifachhalle wieder Sport gemacht werden.

Photovoltaik und Wärmepumpe statt Gas

Generell stecke sehr viel neue Technik in der Halle, sagt die Projektplanerin. Auf dem Dach sind Photovoltaikanlagen verbaut, energetisch wechselt die neue Sporthalle von Gas auf Wärmepumpe. Mindestens 65 Prozent der benötigten Energie kämen damit aus regenerativen Quellen, sagt Fachbereichsleiter Norbert Dubbels.

An der Zuschauertribüne musste hingegen nicht viel neu gemacht werden. „Die Tribüne ist weitgehend so geblieben, wie man sie aus der alten Halle kennt“, sagt Alberts-Tammena. Es kommt aber ein elektrischer Lift an der Tribüne hinzu, der einen barrierefreien Zugang zu den Zuschauerrängen ermöglicht.

An der Tribüne hat sich nicht viel verändert, denn sie war in einem guten Zustand.
An der Tribüne hat sich nicht viel verändert, denn sie war in einem guten Zustand.

Rund um die Sporthalle: Mehr Stellplätze und neue Bepflanzung

Im Außenbereich, wo aktuell noch Baufahrzeuge und der Toilettencontainer stehen, wird es ebenfalls einige Änderungen geben. Vor der Sporthalle kommen zusätzliche Parkplätze hinzu. Außerdem werden dort noch einige Bäume gepflanzt. „Fahrradständer werden natürlich auch wieder aufgestellt“, so Alberts-Tammena. Direkt um die Sporthalle und den Anbau wird ein kleiner Weg gepflastert.

Blick aus dem Umkleidetrakt in die Haupthalle.
Blick aus dem Umkleidetrakt in die Haupthalle.

Pläne für eine Sanierung der mehr als 50 Jahre alten Halle gibt es schon seit Jahren: Der damalige Hinteraner Bürgermeister Manfred Eertmoed (SPD) hatte den Sanierungsbedarf bereits 2019 angesprochen, doch zu diesem Zeitpunkt fehlten die finanziellen Mittel und die notwendigen Förderzusagen. Auch Redenius wies auf das undichte Dach hin, durch das regelmäßig Wasser drang und den Boden der Sporthalle beschädigte.

Finanziert wird die Sanierung hauptsächlich durch Bundesmittel: Die Gemeinde Hinte erhielt 2022 nach mehreren Anträgen eine Förderung in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Insgesamt sind für das Projekt rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt – den verbleibenden Anteil von etwa einer weiteren Million Euro tragen der Landkreis Aurich und die Gemeinde.

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