Fast Food Hat KFC das Interesse an der Stadt Leer verloren?
Der Fast-Food-Riese Kentucky Fried Chicken (KFC) hat nicht in Leer, sondern in Emden seine erste Filiale in Ostfriesland eröffnet. Wie stehen die Chancen der Ledastadt heute?
Leer - Rund sechs Jahre ist es her, dass die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken Gespräche mit der Stadt Leer geführt hatte. Gerüchte waren damals hochgekocht, weil die Schnellrestaurant-Kette, die sich auf Hühnerfleisch spezialisiert hat, über eine Plattform Investoren und Betreiber für eine Filiale in Leer suchte – genauso wie für Niederlassungen in zahlreichen anderen Städten in Deutschland. Die Ankündigung, dass ein KFC-Restaurant in Leer eröffnet werden soll, hatte für viele Reaktionen in den sozialen Medien gesorgt. Vorfreude und Ablehnung hielten sich dabei in etwa die Waage. Dann wurde es aber still um die Pläne. Statt Leer bekam tatsächlich Emden den Zuschlag. Die erste KFC-Filiale in Ostfriesland eröffnete dort im Dezember 2025.
Als Standort in Leer hatte KFC die Fläche der ehemaligen Tankstelle am Ems-Park ins Auge gefasst. Der Anzeige im Internet, mit der KFC nach einem Investor gesucht hatte, war damals zu entnehmen, dass das Restaurant etwa 400 Quadratmeter groß sein und einen Außenbereich hätte haben sollen. Es sei auch ein offizieller Bauantrag eingereicht worden, es hatten aber Unterlagen gefehlt, hatte die Stadt im April 2022 mitgeteilt. 2023 dann die Kehrtwende: Das Unternehmen zog den Bauantrag zurück.
Was wurde denn aus dem Interesse von KFC an der Stadt Leer?
Wir haben bei dem Fast-Food-Riesen nachgefragt, ob Leer nun als Standort vom Tisch ist. Das scheint nicht der Fall: „Im Rahmen der Expansionsstrategie ist die Hafenstadt Leer mit ihren über 34.000 Einwohnern und dem Einzugsgebiet Landkreis Leer als Standort durchaus interessant für KFC“, schreibt ein Sprecher. „Wir hoffen, dass wir zeitnah ein Restaurant für unsere Fans in Leer eröffnen können. Aktuell können wir allerdings keine Aussage über eine konkrete Ansiedlung oder einen Zeitpunkt treffen.“