Kuriosum beim Kickers-Spiel Schiedsrichter-Wechsel nach elf Spielminuten
Das Testspiel zwischen Kickers Emden und BSV Rehden wäre fast am Schiedsrichter-Veto vom Verband gescheitert. Grünes Licht gab es erst so spät, dass es im Ostfriesland-Stadion zu kuriosen Szenen kam.
Emden - Das Fußball-Testspiel zwischen Kickers Emden und dem BSV Rehden am Mittwoch (3:1 für Kickers) wurde ganz kurzfristig organisiert. So kurzfristig, dass es schwierig war, ein Schiedsrichtergespann zu bekommen. Normalerweise müssen Testspiele beim Norddeutschen Fußball-Verband 48 Stunden vorher beantragt werden. Dann wird vom Verband ein Schiedsrichtergespann gesucht und angesetzt. Doch statt 48 Stunden betrug die Vorlaufszeit von Spiel-Abmachung und Anstoß nur rund fünf Stunden.
Aufgrund der Kurzfristigkeit hatte sich Kickers Emden selbst um Schiedsrichter gekümmert. Doch erhielten diese vom Verband erst ein Verbot, da Kickers gegen die Fristen verstieß. Nach einigen Gesprächen erhielten die Schiris doch noch grünes Licht, das Testspiel im Emder Ostfriesland-Stadion pfeifen zu dürfen. Allerdings zu so einem späten Zeitpunkt, sodass ein Anstoß um 18.30 und auch 19 Uhr nicht mehr möglich war.
Assistent Christoffer Melzer (SV Schwarz-Weiß Oldenburg) traf als erster des Schiri-Trios ein und pfiff die Partie um 19.20 Uhr an. Elf Minuten leitete er die Partie ohne Linienrichter – dann waren auch seine Schiedsrichter-Kollegen Manuel Kramer und Bjarke Roßkamp eingetroffen. Es kam zum „Schiri-Wechsel“: Der 39 Jahre alte Manuel Kramer (RW Sande) übernahm die Rolle des Hauptschiedsrichters, Melzer ging als Assistent an die Linie. Nach 70 Spielminuten musste das Schirigespann die Partie vorzeitig abpfeifen, da der Boden zu gefroren war.