Wettbewerb in Emden  „Jugend forscht“ mit neuem Rekord

| 11.02.2026 08:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mila von Ohr (links) und Emma Gerstmann entwickelten für ihr Projekt „Sunny Side“ eine App, die den Solarbetrieb von E-Rollern ermöglicht. Foto: privat
Mila von Ohr (links) und Emma Gerstmann entwickelten für ihr Projekt „Sunny Side“ eine App, die den Solarbetrieb von E-Rollern ermöglicht. Foto: privat
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Ein Reifen für einen Mondrover, ein Chemiebaukasten und eine App für E-Roller: Mit solchen Themen befassen sich die Teilnehmer bei „Jugend forscht“ in Emden. Am Freitag wird es ernst.

Emden - Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ beginnt am Donnerstag, 12. Februar 2026, der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Emden. Wettbewerbsleiter Georg Janssen spricht laut einer Pressemitteilung der Organisatoren von einem neuen Rekord: 173 junge Forscherinnen und Forscher präsentieren 83 Projekte – so viele wie nie zuvor.

Keno Casjens, Emke Wienekamp und Paul Menzlaff von der IGS Marienhafe entwickelten einen innovativen Reifen mit integrierter Federwirkung. Foto: privat
Keno Casjens, Emke Wienekamp und Paul Menzlaff von der IGS Marienhafe entwickelten einen innovativen Reifen mit integrierter Federwirkung. Foto: privat

Bei einer Pressevorstellung gaben drei Teams aus Marienhafe und Emden Einblicke in ihre Arbeiten. Paul Menzlaff, Keno Casjens und Emke Wienekamp von der IGS Marienhafe haben einen Reifen mit integrierter Federwirkung entwickelt – gedacht für einen Mondrover. Anlass war eine aktuelle Challenge der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit den besonderen Bedingungen auf dem Mond, etwa der geringeren Schwerkraft und dem scharfkantigen Gestein, das Material stark beansprucht.

App berechnet Ladezeiten für E-Roller

Einen ganz anderen Ansatz verfolgen die Schülerinnen Mariella Romy Fichtner, Friederike Bekker und Karoline Hofmann vom Johannes-Althusius-Gymnasium Emden: Ihr Projekt „Chemix – Chemie für Zuhause“ ist ein Chemiebaukasten, mit dem sich Experimente unkompliziert und möglichst umweltfreundlich in den eigenen vier Wänden durchführen lassen. Dazu gehört auch eine Webseite mit kostenlosen Anleitungen – insgesamt für elf Experimente, die bereits in der Forschungsklasse erprobt wurden.

Ebenfalls vom Johannes-Althusius-Gymnasium kommen Mila von Ohr und Emma Gerstmann. Sie entwickelten mit „Sunny Side“ eine App, die den Solarbetrieb von E-Rollern unterstützen soll. Die App liefert unter anderem Wetter- und Standortdaten, gibt Hinweise zur optimalen Ausrichtung einer Solarplatte und berechnet Ladezeiten.

Die Besten schaffen es bis zum Bundeswettbewerb in Herzogenaurach

Insgesamt decken die Wettbewerbsarbeiten die Bereiche Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik ab. Eine Fachjury bewertet die Projekte nach Kriterien wie Eigenständigkeit, wissenschaftlicher Qualität und Präsentation. In den Jurygesprächen haben die Teilnehmenden rund fünf Minuten für die Vorstellung – anschließend folgt die Fragerunde.

Aus Emden sind in diesem Jahr zehn Schülerinnen und Schüler mit einem Projekt dabei – darunter drei Teams vom Johannes-Althusius-Gymnasium sowie ein Team der Grundschule Larrelt. Weitere Teilnehmende reisen unter anderem aus Aurich, Leer, Oldenburg, Wilhelmshaven und vielen weiteren Orten der Region an.

Der 43. Regionalwettbewerb Emden findet in der Pausenhalle der BBS II statt. Die Ausstellung ist geöffnet am Donnerstag, 12. Februar 2026, von 10 bis 16 Uhr sowie am Freitag, 13. Februar 2026, von 9 bis 10.30 Uhr. Die Preisverleihung folgt am Freitag, 13. Februar 2026, um 11.30 Uhr in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek. Die Siegerinnen und Sieger qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe in Clausthal-Zellerfeld (16. bis 18. März 2026) beziehungsweise Einbeck (9. bis 11. April 2026). Von dort führt der Weg für die Besten weiter zum Bundeswettbewerb Ende Mai 2026 in Herzogenaurach.

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