Los Angeles Abräumer bei den Grammys: 5 Fakten über Bad Bunny, die Sie vielleicht nicht wussten
Rapper Bad Bunny ist der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Verleihung. Wer genau ist der Musiker, der als großer Kritiker von US-Präsident Donald Trump gilt?
Ein Rekord blieb Taylor Swift im vergangenen Jahr verwehrt. Obwohl die US-Sängerin mit ihrem Album „The Life Of A Showgirl“ wieder an ihre bisherigen Erfolge anknüpfen konnte, war sie nicht der meistgestreamte Künstler auf Spotify. Stattdessen holte sich der Rapper Bad Bunny mit stolzen 19,8 Milliarden Wiedergaben auf der Plattform den begehrten Titel – wie schon in den Jahren 2020, 2021 und 2022.
Auch bei der diesjährigen Grammy-Verleihung wurde der gebürtige Puerto-Ricaner mit der Auszeichnung „Bestes Album“ gewürdigt. Das Besondere dabei: Der Preis ging damit erstmals an eine rein spanischsprachige Produktion. Doch wer ist der Rapper, der als scharfer Kritiker von US-Präsident Donald Trump gilt? Wir haben fünf spannende Fakten gesammelt.
Bad Bunny heißt mit bürgerlichem Namen eigentlich Benito Antonio Martínez Ocasio. Zu seinem Künstlernamen kam er durch ein Erlebnis aus seiner Kindheit. Einmal musste der kleine Benito als Hase verkleidet zur Schule kommen. Auf den geschossenen Fotos sah er so schlecht gelaunt aus, dass er sich schließlich selbst den Spitznamen Bad Bunny (böser Hase) gab.
„Vom Tellerwäscher zum Millionär“ wird häufig als Slogan für den amerikanischen Traum verwendet. Im Falle von Bad Bunny sah es etwas anders aus. In den Jahren 2015 und 2016 arbeitete Benito Antonio Martínez Ocasio als Kassierer in einer Filiale der puerto-ricanischen Supermarktkette Econo in Vega Baja. Er hat in Interviews oft erzählt, dass er in dieser Zeit ein ganz normales Leben führte, Tüten packte und Kunden bediente.
Nach seinen Schichten im Supermarkt und neben seinem Studium der audiovisuellen Kommunikation verbrachte er seine gesamte Freizeit damit, Musik zu produzieren und sie auf der Plattform Soundcloud zu veröffentlichen. Dort wurden die ersten Musikproduzenten auf ihn aufmerksam.
Bad Bunny gilt nicht nur als äußerst erfolgreich, sondern auch als politisch engagiert. Das zeigte der Rapper auch in seiner Dankesrede bei der Grammy-Verleihung. So rief er „ICE raus!“ und solidarisierte sich mit der Latino-Community in den USA, die besonders stark von den massenhaften Abschiebungen betroffen ist.
Zuvor hatte der 31-Jährige angesichts der Razzien der Einwanderungsbehörde zeitweise darauf verzichtet, Konzerte auf dem US-Festland zu geben – aus Sorge um die Sicherheit seiner Fans.
Zudem nutzt Bad Bunny seine Reichweite, um auf Missstände in seiner Heimat Puerto Rico aufmerksam zu machen. In Songs wie „El Apagón“ und dem dazugehörigen Dokumentarfilm „Aqui vive gente“ kritisiert er die Gentrifizierung durch wohlhabende US-Investoren sowie die marode Stromversorgung auf der Insel.
Im Jahr 2019 unterbrach der Rapper seine Europatournee, um sich den Massenprotesten in Puerto Rico anzuschließen, die schließlich zum Rücktritt des Gouverneurs Ricardo Rosselló führten. Darüber hinaus setzt er sich für die Rechte von Anhängern der LGBTQ+-Community ein und macht regelmäßig auf Femizide aufmerksam.
Bad Bunny ist bekannt für seinen androgynen Stil. Er trägt oft Nagellack, auffälligen Schmuck oder Kleider und nutzt seine Plattform aktiv, um gegen Machismo und Transphobie in der lateinamerikanischen Kultur vorzugehen.
Obwohl er gerade in den USA regelmäßig große Erfolge feiert, weigert sich Bad Bunny beharrlich, Songs auf Englisch aufzunehmen. „Ich mache Musik für meine Leute“, erklärte der Musiker in der Vergangenheit. Er wolle beweisen, dass man ein globaler Superstar sein kann, ohne sich der englischsprachigen Dominanz der Musikindustrie anzupassen. Bislang gibt ihm der Erfolg recht.
Bereits in seiner Kindheit begeisterte sich Bad Bunny für das professionelle Wrestling. In seinen Songs erwähnt der Rapper immer mal wieder die Namen berühmter Wrestler, darunter Eddie Guerrero, Booker T oder The Undertaker. Im Musikvideo zum Lied „Chambea“ hat der berühmte Kämpfer Ric Flair einen Auftritt.
Der Rapper scheut sich jedoch nicht davor, auch selbst in den Ring zu steigen. 2021 zog er für drei Monate nach Orlando (Florida), um täglich im WWE Performance Center zu trainieren. Schon mehrmals bewies er besonderes Talent für den Wrestling-Sport, was ihm nicht nur den Respekt seiner Fans, sondern auch von professionellen Wrestlern einbrachte.